Kloster Mileševa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Kloster Mileševa (2007)

Mileševa (serbisch-kyrillisch Милешева) ist ein serbisch-orthodoxes Kloster im Tal des Flusses Mileševa im südwestserbischen Gebirgsland etwa 5 km östlich von Prijepolje.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster wurde vom serbischen König Stefan Vladislav in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. In der Kirche des Klosters liegt heute seine Grabstätte. Laut serbischen Historikern ließ sich 1377 der bosnische König Tvrtko Kotromanić hier zum König von Serbien und des Küstenlandes krönen. In 15. Jahrhundert dehnte Fürst Stjepan Vukčić Kosača sein Herrschaftsgebiet auch auf ehemals serbische Territorien aus, auf denen das Kloster lag.[1] Im Jahr 1449 änderte Vukčić seinen sich im Vorjahr selbst verliehenen Herzogstitel in den eines Herzogs „vom Heiligen Sava“, benannt nach dem Heiligen dessen Gebeine damals im Kloster bestattet waren.[2] Trotz der Berufung auf den serbischen Nationalheiligen blieb Vukčić religiös unbestimmt und tat dies um seine tatsächlichen Macht mit einen Titel zu schmücken und sich dem Verdacht zu entziehen ein Anhänger der Paterenen-Sekte zu sein.[3]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beli Anđeo (Der "Weiße Engel")

Im Kloster befindet sich auch eines der bedeutendsten Fresken Serbiens: Der "Weiße Engel" (Beli Anđeo), sowie als Reliquie die linke Hand des Heiligen Sava.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kategorie:Kloster Mileševa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mustafa Imamović: Bosnien-Herzegowina bis 1918. In: Dunja Melčić (Hrsg.): Der Jugoslawien-Krieg : Handbuch zu Vorgeschichte, Verlauf und Konsequenzen. 2., aktualisierte Auflage. VS-Verlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-33219-2, S. 75.
  2. John Van Antwerp Fine Jr.: The Late Medieval Balkans : A Critical Survey from the Late Twelfth Century to the Ottoman Conquest. University of Michigan Press, 1994, ISBN 978-0-472-08260-5, S. 578.
  3. Frank Kämpfer: Kosače. In: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 2. Hgg. Mathias Bernath / Felix von Schroeder. München 1976, S. 485–486 [Onlineausgabe]; URL: http://www.biolex.ios-regensburg.de/BioLexViewview.php?ID=1184, abgerufen am 5. Juni 2017

Koordinaten: 43° 22′ 19″ N, 19° 42′ 33″ O