Klosterkirche (Vechta)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Klosterkirche Vechta

Die Klosterkirche zum Heiligen Joseph ist ein Kirchengebäude am Franziskanerplatz in Vechta.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1642 gründeten die Franziskaner aus Rheine ein Kloster in Vechta. Das Kloster verfügte zunächst nur über eine kleine Kapelle. 1727 erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau einer neuen Klosterkirche, die 1731 fertiggestellt wurde.

1812 wurde das Kloster per Dekret Napoleons aufgelöst und geräumt. In der Folgezeit wurde das Kloster zu einer Strafanstalt umgebaut. Der 1816 geplante Abriss der Klosterkirche konnte durch den Widerstand von Katholiken und Protestanten verhindert werden; sie wurde zwischen 1816 und 1818 zu einer Simultankirche umgewandelt. Ab 1885 wurden der Innenraum und die Fenster im neugotischen Stil umgestaltet.

Von 1955 bis 1957 erfolgte eine Renovierung des Gebäudes. 1957 wurde das Westfenster umgestaltet, 1958 auf der Empore eine neue Orgel aufgestellt und die Kirche mit einer Elektroheizung ausgestattet. 1960 wurde der barocke Hochaltar aus Amelungsborn (Landkreis Holzminden) in der Klosterkirche aufgestellt, neun Jahre später auch eine Kanzel aus dem Jahre 1630.[1]

Die in Landesbesitz befindliche Kirche dient heute unter anderem als Anstaltskirche der JVA Vechta.

Woehl-Orgel (2015)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde 2015 von Gerald Woehl (Marburg) erbaut. Das Instrument hat 46 Register (zuzüglich mehrerer Extensionen und einer Transmission) auf zwei Manualen und Pedal mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur.[2][3][4]

I Hauptwerk C–g3
01. Bordun 16′
02. Principal 08′
03. Viola di Gamba 0 08′
04. Rohrflöte 08′
05. Bordun 08′
06. Quinte 0513
07. Octave 04′
08. Gemshorn 04′
09. Flauto traversa 04′
10. Quinte 0223
11. Octave 02′
12. Terz 0135
13. Sesquialter II
14. Cornet V
15. Mixur IV–VI 02′
16. Trompete 16′
Trompete (Ext. Nr. 16) 08′
Tremulant
II Schwellwerk C–g3
17. Quintadena 16′
18. Viola 08′
19. Unda maris 08′
20. Gedackt 08′
21. Quintadena 08′
22. Konzertflöte 08′
23. Principal 04′
24. Flauto douce 04′
25. Viola alto 04′
26. Quint-Nasard 0223
27. Octave 02′
28. Violine 02′
29. Terz 0135
30. Sesquialtera II 0
31. Mixtur IV
32. Fagott 16′
33. Horn 08′
34. Oboe 08′
35. Vox humana 08′
Cantus (Ext. Nr. 33) 04′
Tremulant
Pedal C–f1
Groß Bordun[Anm. 1] 0 32′
36. Principal 16′
37. Violonbaß 16′
38. Subbaß 16′
39. Gedacktbaß 16′
40. Quinte 1023
41. Octave 08′
Cello (Ext. Nr. 37) 08′
Gedackt (= Nr. 5) 08′
42. Octave 04′
43. Posaune 16′
44. Fagott 16′
45. Baßtrompete 08′
Fagott (Ext. Nr. 44) 08′
46. Kornett 04′
  • Koppeln: II/I, I/P, II/P, Sub I/I, Sub II/I, Sub II/II, Super II/P.
  • Spielhilfen: Setzeranlage, Sequenzer, Schwelltritt für II. Manual, Crescendowalze, klassischer Wind an, Oberwerk an (Öffnen/Schließen der Abdeckung des II. Manuals zur Veränderung der Schwellwirkung).
  • Anmerkungen
  1. Extension und Transmission von Nr. 1.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Terheyden: Die Aufhebung des Franziskanerklosters in Vechta. In: Heimatkalender für das Oldenburger Münsterland. Bd. 12. 1963. S. 102–108 (online)
  • Katrin Zempel-Bley: Neue Orgel beseelt die Klosterkirche. Gerald Woehl ist Orgelbauer aus Leidenschaft. In: kulturland oldenburg. Ausgabe 3/2014. S. 16ff. (online)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Vechta. https://vechta.kirche-oldenburg.de. Aufgerufen am 16. Juli 2018.
  2. Disposition. http://www.claudius-may-woehl.com. Aufgerufen am 16. Juli 2018.
  3. Beschreibung der Woehl-Orgel auf der Website der Klosterkirche Vechta. https://vechta.kirche-oldenburg.de. Aufgerufen am 16. Juli 2018.
  4. Klosterkirche Vechta. www.orgelsammlung.de. Aufgerufen am 16. Juli 2018.

Koordinaten: 52° 43′ 34,7″ N, 8° 17′ 12,8″ O