Klosterruine Beselich

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Klosterruine Beselich

Das Kloster zur allerheiligsten Jungfrau Maria und den Heiligen Aposteln Petrus und Paulus der Prämonstratenser-Chorfrauen zu Beselich wurde von der Abtei Arnstein um das Jahr 1170 auf dem Beselicher Kopf begründet. Die heutige Klosterruine liegt in der hessischen Gemeinde Beselich im Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Beselicher Kopf ist mit 296 m die höchste Erhebung in der Gemeinde Beselich am Rande des Limburger Beckens. Er befindet sich landschaftlich reizvoll gelegen in zentraler Lage dieser Gemeinde, dem bei ihrer im Jahr 1974 erfolgter Gründung durch den Zusammenschluss von vier ehemals selbstständigen Gemeinden ihren Namen verdankt. Die Klosterruine ist über die beiden Straßen zwischen den Beselicher Ortsteilen Obertiefenbach und Schupbach sowie Niedertiefenbach und Schupbach erreichbar. Neben der denkmalgeschützte Klosterruine Beselich mit dem landwirtschaftlich genutzten ehemaligen Klosterhof befindet sich seit 1767 die Wallfahrtskapelle „Maria Hilf“ in direkter Nachbarschaft. Die sieben Kapellchen der Sieben Schmerzen Mariens auf dem Betweg im Wald von Obertiefenbach nach Beselich gehören nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1877 zu dem Ensemble dieser Wallfahrtskapelle.

Klosterruine Beselich (Südsicht)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das „Kloster zur allerheiligsten Jungfrau Maria und den Heiligen Aposteln Petrus und Paulus der Prämonstratenser-Chorfrauen zu Beselich“ wurde vom Kloster Arnstein um das Jahr 1170 auf dem Beselicher Kopf errichtet. Wie bei Frauenklöstern der damaligen Zeit üblich, wurde das Kloster Beselich dem Abt des Mutterklosters (im Falle von Beselich war dies das Kloster Arnstein) unterstellt.

Den Anstoß zur Gründung gab Gottfried von Beselich, der Priester am nahen St. Lubentiusstift zu Dietkirchen war. Dieser Priester Gottfried von Beselich hatte auf dem Beselicher Kopf eine dem hl. Ägidius von St. Gilles, einem im Mittelalter hochverehrten Heiligen, geweihte Kirche (eine Basilika, von der sich möglicherweise der Name Beselich ableitet) errichtet. Er dotierte sie noch mit einem zehntfreien Hof und vermachte sie dem Kloster Arnstein an der Lahn zur Klostergründung.

Im Jahre 1163 bestätigte Erzbischof Hillin von Trier in einer Urkunde die Schenkung, die in die Zeit von König Konrad III. und Papst Innozenz II. (also der Zeitraum zwischen 1138 und 1143) zu datieren ist.

Das angewandte so genannte Filiationsprinzip bedeutete, dass im Beselicher Kloster zwar eine Vorsteherin, Meisterin genannt, gewählt werden durfte, diese aber bei wichtigen Entscheidungen beim jeweiligen Abt von Arnstein um Rat fragen und um Genehmigung nachsuchen musste. Im Kloster Beselich selbst wurde der Abt durch einen Prior vertreten, der den Nonnen den Gottesdienst hielt und der Meisterin bei den Entscheidungen zur Seite stand. In der Urkunde aus dem Jahre 1163 wurde bestimmt, dass der Abt von Arnstein der alleinige Herrscher zu Beselich sein sollte.

In das Beselicher Kloster dürften fast ausschließlich adelige Frauen eingetreten sein. Im Jahre 1298 sah sich der Abt von Arnstein gezwungen, eine Aufnahmegebühr von 30 Mark zu erheben, um einer Überfüllung des Klosters vorzubeugen.

Das Kloster Beselich war als besonders reich angesehen. Das Vermögen wuchs ständig durch die Mitgiften der adeligen Schwestern, zum anderen durch so genannte Seelengedächtnisse. Reiche Bauern und Adelige der näheren und weiteren Umgebung vermachten dem Kloster testamentarisch Äcker oder gar ganze Höfe und machten den Ordensschwestern zur Auflage, dass jährlich an ihrem Todestag ein besonderer Gottesdienst für ihr Seelenheil gefeiert wurde. Diese Stiftungen, die dem Kloster Beselich große Besitzungen einbrachten, waren so zahlreich, dass die Schwestern ein eigenes „Seelenbuch“ führen mussten, um keines der Jahresgedächtnisse zu vergessen.

Durch diese Schenkungen erwarb das Kloster Beselich in vielen Orten in seiner Umgebung Besitzungen, Zehnten, ganze Höfe und sogar weitläufige Weinberge in Aumenau an der Lahn.

Klosterruine Beselich vom Weg aus gesehen

Besondere Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Geschichte des Klosters Beselich gab es im Laufe der Jahrhunderte kaum besonders bemerkenswerte Ereignisse, was für ein Frauenkloster der damaligen Zeit auch nichts Außergewöhnliches war. Bei der Schlichtung eines sehr hart geführten Streites zwischen den herrschenden Familien von Runkel und Westerburg im Jahr 1288 war dies ganz anders, als das Kloster in dessen Mittelpunkt stand.

Neben vielen Persönlichkeiten der damaligen Zeit weilte sogar der spätere König der Deutschen, Graf Adolf von Nassau, im Kloster Beselich.

In der Mitte des 15. Jahrhunderts kündigte sich im Kloster der beginnende Verfall an, äußerlich ausgelöst durch einen Überfall, bei dem das Kloster in Schutt und Asche gelegt wurde. Als einzige Schwester soll nach einem Protokoll, welches am 28. August 1487 im Pfarrhaus zu Lahr im Westerwald niedergelegt wurde, Agnes Hube von Hattenstein, den grausamen Überfall überlebt haben. Aber das Kloster war auch schon zuvor durch den Verfall der Sitten im Kloster bedroht.

Nach Überlegungen, das Kloster in ein Männerkloster umzuwandeln, wurde entschieden, das Kloster wieder neu aufzubauen und mit Schwestern des Prämonstratenserinnenklosters Gummersbach neu zu besiedeln. Diese Schwestern bauten das Kloster wieder auf. Vom Verfall der Sitten konnten sie es aber nicht befreien. So musste der Abt von Arnstein, der im Jahre 1507 das Kloster Beselich visitierte, ausdrücklich in seinem Bericht hinweisen, dass das Bier nicht in der Kapelle aufbewahrt werden dürfe.

Auflösung des Klosters[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verlauf des 16. Jahrhunderts, in dem vergeblich versucht wurde, das Kloster im Sinne der protestantischen Lehre zu reformieren, kam es immer häufiger zu Streitigkeiten, die schließlich zur Aufhebung des Klosters im Jahr 1568 führten. Von den Ordensschwestern ist folgender Ausspruch urkundlich überliefert: "Sie wollten sich eher zerreißen lassen, als von dem Pfaffen uf eine andre als katholische Religion bringen lassen."

Nach der Aufhebung des Klosters durch den Landesherrn wurden die Klostergebäude zunächst in ein Landeshospital umgewandelt, von dem heute noch das Beselicher Hofhaus vorhanden ist.

Besitzwechsel zu den Jesuiten und Verfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besitzübergang vom Haus Runkel zum Haus Nassau-Hadamar entstand um das Anwesen auf dem Beselicher Kopf ein scharfer Streit zwischen den Jesuiten und den Prämonstratensern, der aber schließlich in Rom zugunsten der Jesuiten entschieden wurde. Auch der Erzbischof von Trier versuchte, Rechte geltend zu machen. Die Entscheidung zugunsten der Jesuiten hing entscheidend von der Einflussnahme des Grafen und späteren Fürsten von Nassau-Hadamar ab, der dann im Jahre 1637 das Beselicher Anwesen den in Hadamar residierenden Jesuiten überließ. Diese betrieben nämlich auf Befehl des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar die Rekatholisierung im Hadamarer Land.

Die Jesuiten beabsichtigten aber nicht, Beselich wieder als Kloster zu betreiben, sondern sie benutzen es lediglich als Steinbruch für den Bau ihrer Residenz in Hadamar.

Klosterruine Beselich (Westsicht)

Übergang in außerkirchlichen Besitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch ständige Anfeindungen, vor allem aus der evangelisch gebliebenen Herrschaft Runkel, der Vorenthaltung ihrer Rechte aus dem umfangreichen Landbesitz, sahen sich die Jesuiten dann schon 1656 gezwungen, Beselich wieder an das Haus Nassau-Hadamar zu veräußern. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Jesuiten aber schon alles Brauchbare (die letzte Glocke, Türen, Dachbalken, Steine und vieles mehr) von Beselich abtransportiert. Eine größere Glocke hatte das Haus Runkel bereits vorher nach Schupbach bringen lassen, wo sie noch bis zum Ersten Weltkrieg im Kirchturm hing.

Das Haus Nassau-Hadamar wandelte dann das Kloster Beselich in sein Familiengut und danach in einen Erbleihhof um. Später fielen die umfangreichen Besitzungen des Klosters Beselich an den Nassauischen Zentralstudienfonds.

Vom ehemaligen Kloster verblieben nur Mauerreste von der Klosterkirche und einige Urkunden, die zum größten Teil von den ehemaligen Klostergütern handeln.

Möglicherweise wäre die einstige Klosterstätte völlig in Vergessenheit geraten, wenn nicht der Franziskaner-Eremit, der Ordensbruder Leonhard (bürgerlicher Name: Georg Niederstraßen) auf dem Beselicher Kopf im Jahr 1763 eine Eremitage und Kapelle errichtet hätte, die 1767 auf den Namen „Maria Hilf“ und zu Ehren der heiligen 14 Nothelfer benediziert wurde, und damit die Tradition des Klosters Beselich und der Ordensschwestern fortsetzte.[1][2]

Kath. Wallfahrtskapelle „Maria Hilf“ zu Beselich in direkter Nachbarschaft

Die Aufnahme ins Kloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Immer wieder haben junge Frauen aus der Umgebung, die ihr Leben Gott weihen wollten, den Weg ins Kloster Beselich gefunden und um Aufnahme gebeten. Dabei war es zu früheren Zeiten gar nicht so leicht, in ein Kloster einzutreten. Die Kandidatin musste dem Kloster ihr ganzes Erbteil geben und zusätzlich eine zur damaligen Zeit hohe Beitrittsgebühr von 30 Mark entrichten.

Hatte die junge Frau nun alle Voraussetzungen erfüllt, wurde sie zur Probe in die Gemeinschaft aufgenommen, um das Leben im Kloster näher kennenzulernen und der Klostergemeinschaft und sich selbst die Gelegenheit zu geben, ihre Eignung und Berufung zu prüfen.

Nach einer Zeit der Prüfung wurde sie dann vom Abt zur Einkleidung zugelassen. Nach verschiedenen Fragen über den bisherigen Lebenswandel und die Absichten der Kandidatin kleidete sie der Abt ein und sagte dabei: „Gott ziehe dir den alten Menschen mit seinen Werken aus. Gott ziehe dir den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und wahrer Heiligkeit“. Nach der Einkleidung prüften die Schwestern in einem zweijährigen Noviziat, ob sie das Leben im Kloster wirklich auf sich nehmen konnten. Nach diesen zwei Jahren erfolgte dann die Ablegung der Profess. Welche Bedeutung die Profess im Leben der Schwestern hatte, umschrieb der Abt vor jeder Professfeier mit den Worten: „So müsst ihr in meinen Händen der Welt und dem Eigentum entsagen und den Gehorsam, die Keuschheit, die geistliche Armut und das gemeinsame Leben versprechen“. Danach kniete die Kandidatin vor dem Abt nieder und sprach die Professformel: „Ich, Schwester (hier folgte der Name), übergebe mich der Kirche, der hl. Gottesmutter und den hl. Aposteln Petrus und Paulus, Patrone zu Beselich, und verspreche Umkehr meiner Sitten, Besserung des Lebens und die Bindung an den Ort sowie Armut, vollkommene Keuschheit sowie Gehorsam in Christus gemäß dem Evangelium Christi und der Regel des hl. Augustinus gegenüber dem Vater Abt und seinen kanonisch gewählten Nachfolgern“. An die Ablegung der Profess schloss sich ein Hochamt zu Ehren des hl. Geistes an, in dem die Neuprofessen dem Abt und den Schwestern den Friedensgruß gaben als Zeugnis für das gemeinsame Leben, für das sie sich entschlossen hatten.

Damit wurde die Feier abgeschlossen, und für die Schwestern begann der Alltag des Klosterlebens im Wechsel von Gebet, Handarbeit und Meditation, wie es der hl. Augustinus in seiner Regel festgelegt hatte.

Der Klosteralltag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um fünf Uhr morgens wurden die Schwestern geweckt, hatten sich danach zu waschen, ihre Zellen aufzuräumen und persönliche Betrachtung zu halten. Um sechs Uhr begaben sich alle auf ein Glockenzeichen hin in die Klosterkirche und beteten die Prim, ein kirchliches Morgengebet. Im Anschluss daran gingen sie in das Kapitelhaus, wo das Schuldkapitel abgehalten wurde. Dabei klagten sich die Ordensschwestern selber einer Schuld an, derer sie sich bewusst waren, und erbaten von der Meisterin eine gerechte Strafe. Es gab aber auch die Möglichkeit, eine andere Schwester anzuklagen. Dies sollte aber nicht aus Neid oder Bosheit geschehen, sondern in der ehrlichen Absicht, die Mitschwester auf den Pfad der Tugend zurückzuführen und größeren Schaden zu verhindern. Um acht Uhr begann für die Schwestern dann die Arbeit, um neun Uhr folgten das Gebet der Terz und die Heilige Messe, an die sich um elf Uhr das Mittagessen anschloss. Während des Mittagessens hörten die Schwestern in der Regel einer geistlichen Lesung zu, die aus der Ordensregel oder aus anderen geistlichen Büchern entnommen war. Nur einmal in der Woche durften sich die Schwestern während des Essens unterhalten. Nach dem Essen hatten die Schwestern dann Gelegenheit, eine Stunde lang im Klostergarten spazieren zu gehen und begannen anschließend wieder mit der Arbeit. Um 15 Uhr folgte die Vesper, das kirchliche Abendgebet, nach dem die Ordensschwestern wieder an die Arbeit gingen, bis um 17.00 Uhr das Zeichen zum Abendessen gegeben wurde, das wieder in Stillschweigen einzunehmen war. Nach dem Abendessen hatten die Beselicher Schwestern bis um 19.00 Uhr, dem Beginn der Komplet, Zeit, miteinander ein geistliches Gespräch zu führen. Nach der Komplet, dem kirchlichen Nachtgebet, begaben sie sich wieder auf ihre Zellen, hielten Gewissenserforschung und gingen um 20.00 Uhr schlafen, allerdings nur bis Mitternacht. Um diese Zeit wurde das Weckzeichen zum Gebet der Metten gegeben.

Der harte Tagesablauf war völlig durchgeplant und sicherlich nicht einfach zu halten, vor allem auch dadurch, dass es weder ein Frühstück noch einen Nachmittagskaffee gab und in der Zeit des großen Fastens vom 14. September, dem Fest Kreuzerhöhung, bis zum Osterfest auch noch das Abendessen ausfiel. Es gehörte sicherlich eine starke Berufung zum Ordensleben, wenn eine junge Frau in der Lage war, sich auf ein solches Leben einzulassen.

So lebten die Schwestern in Beselich tagein, tagaus, ganz Gott geweiht. Neben den kirchlichen Festen, die ihnen wenigstens eine Abwechslung in der Liturgie boten, gab es nur einen Tag im Jahr, an dem das tägliche Einerlei unterbrochen wurde: Den Zwölfherrentag am 15. Juli, das Fest aller Apostel, an dem das Kloster sein Kirchweihfest, verbunden mit einem Markt, feierte. Zu diesem Tag kamen viele Gäste auf den Beselicher Kopf, um mit den Schwestern gemeinsam zu feiern, und brachten so auch ein wenig Abwechslung in deren Leben. Es ist sehr erstaunlich, dass die Bevölkerung der umliegenden Ortschaften noch lange nach der Auflösung des Klosters diesen Markt beibehielt, und so auch den Schwestern ein Andenken bewahrte bis zu dem Jahr, in dem Leonhard Niederstraßen anfing, auf dem Beselicher Kopf seine Eremitage und später die Beselicher Wallfahrtskapelle zu errichten.

Vorsteherinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luthmer III-028-Klosterruine Beselich Ostgiebel nach Reiffenstein.jpg
Luthmer III-029-Klosterruine Beselich Westgiebel nach Reiffenstein.jpg

Folgende Vorsteherinnen (Äbtissinnen) führten das Kloster Beselich:

  1. Jutta
  2. Gisela
  3. Lukardis
  4. Sophie, gestorben am 11. September, Jahr unbekannt
  5. Sophie, gestorben am 12. Oktober 1290
  6. Hedwig, 1290–1317
  7. Sophie, 1317–1329
  8. Elisabeth von Elkershausen, 1329–1346
  9. Benigna von Bachheim, 1346–1351
  10. Elisabeth von Bassenheim, 1351–1380
  11. Gertrudis von Weilburg, 1380–1402
  12. Lukardis von Allendorf, 1402–1404
  13. Alberadis, 1404–1410
  14. Demut von der Erlen 1410–1421
  15. Katharina von Schwalbach, 1421–1424
  16. Agnes Hube von Hohenstein, 1424–1445
  17. Margarete von Willensdorf, 1445–1465
  18. Isengart von Walderdorff, 1465–1470
  19. Gertrudis von Herschbach, 1470–1479
  20. Kunigunde von Rodheim, 1479–1503
  21. Anna von Heppenheft, 1503–1528
  22. Anna von Brambach, 1528–1568
  23. Verweserin Sophie von Runkel, 1568–1577
  24. Verweserin Ida von Wied, 1577–1587
  25. Demut von Montabaur, ab 1587

Heutige Pflege der Ruine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. Januar 1985 wurde der „Verein zur Erhaltung der Klosterruine Beselich e.V.“ gegründet, der sich zur Aufgabe macht, die Klosterruine instand zu halten. Dieser Verein hat auch durch einen langfristigen Pachtvertrag die Trägerschaft über das Ruinengrundstück übernommen. Eine umfangreiche Ausstellung in der Heimatstube Beselich-Obertiefenbach zeigt die Geschichte des Klosters und die Maßnahmen dieses Vereins auf. Die Ruine besitzt den Schutzstatus für den Kriegsfall nach der Haager Konvention.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferdinand Luthmer: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Lahngebiets. Keller, Frankfurt a.M. 1907, S. 37 ff.
  • Georg Wagner: Kloster- und Wallfahrtsstätte Beselich. Wiesbaden-Dotzheim 1935.
  • Georg Wagner: Obertiefenbach in seiner Vergangenheit. Gemeinde Obertiefenbach, Wiesbaden-Dotzheim 1954.
  • Christof W. Martin: Beselicher Schriften, Lfd. Nr. 10, 7. Jahrgang. 1997, ISSN 0934-036X.
  • Christof W. Martin: Beselicher Schriften, Lfd. Nr. 11, 8. Jahrgang. 1999, ISSN 0934-036X.
  • Dauerausstellung mit umfangreicher Dokumentation zum Kloster Beselich in der Obertiefenbacher Heimatstube im Pfarrheim Alte Schule

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franz-Josef Sehr: Wallfahrtskapelle Maria Hilf Beselich. In: 125 Jahre Pfarrkirche St. Ägidius Obertiefenbach. Kirchengemeinde St. Ägidius Obertiefenbach, Beselich 2013.
  2. Franz-Josef Sehr: 250 Jahre Wallfahrtskapelle Maria Hilf Beselich. In: Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2017. Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Limburg-Weilburg 2016, ISBN 3-927006-54-8, S. 137–141.

Koordinaten: 50° 27′ 0″ N, 8° 8′ 28″ O