Kloten Flyers

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Kloten Flyers
Kloten Flyers
Grösste Erfolge
  • Schweizer Meister
    1967, 1993, 1994, 1995, 1996
  • Schweizer Vize-Meister
    1972, 1987, 1988, 2009, 2011, 2014
  • Amateur Schweizermeister 1.Liga
    1946, 1949
Vereinsinformationen
Geschichte EHC Kloten (seit 1934)
Standort Kloten, Schweiz
Spitzname Die Flieger, Zürcher - Unterländer
Stammverein EHC Kloten
Vereinsfarben blau, weiss und rot
Liga National League A
Spielstätte Seit 2015 Swiss Arena
2008–2015 Kolping Arena
Bis 2008 Schluefweg oder Waldstadion Nägelimoos.
Kapazität 7'624 Plätze (davon 5'261 Sitzplätze)
Geschäftsführer Matthias Berner
Cheftrainer Sean Simpson
Kapitän Denis Hollenstein
Saison 2014/15 Platz 10

Die Kloten Flyers sind ein Eishockeyverein aus Kloten in der Schweiz, der aus dem EHC Kloten entstanden ist. Der Klub spielt in der NLA und ist bekannt für seine gute Juniorenausbildung. Im Jahre 1967 und zwischen 1993 und 1996 wurde der EHC Kloten Schweizer Meister. Seit seinem Aufstieg in die höchste Ligaklasse 1962 gehört der Klub ununterbrochen der NLA an und ist somit der dienstälteste Verein in der schweizerischen NLA, vor Fribourg-Gottéron (Aufstieg 1980) und dem HC Lugano (Aufstieg 1982).

Geschichte[Bearbeiten]

Der EHC Kloten wurde am 3. Dezember 1934 von sieben Mitgliedern und unter Führung des späteren Ehrenpräsidenten Emil Hegner gegründet. In den ersten Jahren wurden lediglich Freundschaftsspiele bestritten, wobei die Heimspiele auf dem gefrorenen Nägelimoos-Weiher ausgetragen wurden.

Nach einiger Zeit nahm der EHC Kloten an der Meisterschaft teil und musste wie alle neuen Mannschaften in der tiefsten Liga beginnen. 1941 stieg Kloten in die Serie B auf, und nur fünf Jahre später erfolgte der Aufstieg in die Serie A. Wiederum nur ein Jahr danach, im Jahr 1947, gelang Kloten als Serie A-Gruppensieger die Qualifikation zur Nationalliga B, ehe 1962 die Promotion in die Nationalliga A glückte. Dieser Aufstieg erfolgte allerdings am grünen Tisch, wurde doch in jenem Jahr die NLA von acht auf zehn Mannschaften aufgestockt. Seither ist der Club nie mehr abgestiegen und hält damit mit 50 Jahren hintereinander den Rekord.

1967 konnte schliesslich unter dem tschechischen Trainer Vladimir Kobera der erste Schweizermeister-Titel in die Flughafenstadt geholt werden.

Mit dem Titelgewinn 1996 (dem vierten in Folge), stellte der EHC Kloten einen neuen Play-off-Rekord auf.

Aufbauarbeit unter Jursinow und Erfolge unter Eldebrink (1998–2010)[Bearbeiten]

Für die Saison 1998/99 wurde der ehemalige russische Eishockeyspieler Wladimir Jursinow als Trainer für die Mannschaft verpflichtet. Neben einer ganz neuen Spielweise förderte er ebenfalls den Nachwuchs stark, was sich vor allem heute bezahlt macht. Obwohl er mit dieser neuen Strategie auf sehr viel Unterstützung und Sympathie stiess, blieb der grosse Erfolg aus. Unter seiner Regie mussten die Kloten Flyers in der Saison 2003/04 sogar zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Playouts. Auch in der folgenden Playout Saison 2004/05 konnten die Flyers einen Abstieg in die NLB klar abwenden.

Logo bis zur Saison 2008/09
Logo zwischen 2009 und 2012

Im Oktober 2004 wurde Wladimir Jursinow schliesslich als Trainer abgelöst. Er blieb jedoch bis Ende Saison als Nachwuchs-Förderer beim EHC Kloten. Nachfolger von Jursinow wurden der ehemalige EHC Kloten Verteidiger Anders Eldebrink als Trainer, sowie das Klotener Urgestein Felix Hollenstein als Assistenztrainer. Das neue Duo brachte die Flyers wieder auf Erfolgskurs.

In der Saison 2008/09 standen die Kloten Flyers im Playoff-Final, welches sie denkbar knapp in 7 Spielen gegen den HC Davos verloren. Zuvor hatten sie die Qualifikation auf dem 3.Rang beendet und im Playoff-Viertelfinal den HC Geneve-Servette mit 4:0 Siegen und danach den EV Zug ebenfalls mit 4:0 Siegen ausgeschaltet.

Nachdem die Flyers in der Saison 2009/2010 mit einem 0:4 gegen den SC Bern im Halbfinal scheiterten, wurden Frédéric Rothen, Michel Zeiter und Yves Müller entlassen. Es wurde auch angekündigt, dass zwei der sechs bei Kloten unter Vertrag stehenden Ausländern ausgemustert würden. Diese Massnahmen stiessen auf heftige Kritik.[1]

Zu Beginn der Saison 2010 stellten die Kloten Flyers einen neuen Ligarekord in der Playoff-Ära (seit 1985) mit acht Startsiegen auf und übertrafen damit ihren vormaligen Rekord mit sieben Siegen im Saisonstart von 1992.[2]

Zur Sicherung künftiger Erfolge unterhält der Club eine aufwändige Nachwuchsabteilung, die zu den besten in der Schweiz zählt. Es besteht eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eishockeyclubs von Bülach, Dielsdorf-Niederhasli und dem EHC Winterthur. Ein Erfolg dieser Förderung sind die Elite-Junioren, die seit Einführung der Elite-Liga in der Saison 1959/60 nicht weniger als 19 Schweizermeister-Titel eroberten, zuletzt in der Saison 2005/06.

„Beinahe“-Konkurs und Rettung 2012[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2012 trat der designierte Präsident und baldiger Mehrheitsaktionär der Kloten Flyers Adrian Fetscherin bereits wieder zurück. Er warf dem Präsidenten Jürg Bircher vor, ihm den tatsächlichen finanziellen Zustand der Kloten Flyers verschwiegen zu haben.[3]

In der Folge kamen vermehrt beunruhigende Neuigkeiten zur finanziellen Lage der Kloten Flyers ans Licht. Als im Monat April die Spielerlöhne nicht mehr bezahlt werden konnten[4], wurde der Öffentlichkeit die missliche Lage des Clubs bewusst. In der Zwischenzeit wurde eine Taskforce um Peter Bossert gegründet mit dem Ziel, den Club zu Retten.[5] Als Jürg Bircher schliesslich seinen Rücktritt bekannt gab, war der Weg für eine Sanierung frei.[6] In der Clubkasse fehlten jedoch mittlerweile rund 10 Millionen Schweizer Franken.[7] Eine Sammelaktion unter Fans und Spielern und die Zusage von je 500‘000.- von der Priora Gruppe und dem Flughafen Zürich konnten das Loch in der Klubkasse jedoch nicht vollständig stopfen.[8] Erst durch den Einstieg des damaligen Liga-Chefs Philippe Gaydoul und seines Freundes Thomas Matter konnte der Konkurs im letzten Moment abgewendet werden.[9] Zusätzlich gab der Kanton Zürich bekannt, dass man dem Club einen Teil der Steuerschulden erlasse, da der Steuerausfall infolge eines Konkurses wesentlich grösser wäre.[10]

Philippe Gaydoul setzte als neuen CEO Wolfgang Schickli ein, der in den nächsten Wochen Lohn und Spielerverhandlungen durchführen sollte.[11] Diesem Prozedere fiel Felix Hollenstein zum Opfer, der bis dahin als künftiger Cheftrainer gehandelt wurde.[12] Stattdessen wurde Tomas Tamfal und Assistenztrainer Frédéric Rothen engagiert. Auch wurde im Zuge dieser Neugestaltung das Logo ein weiteres Mal geändert.

Die anschliessende Saison startete besser als erwartet. Als das Team jedoch geplagt von Verletzungen und einer Durststrecke in akute Playout-Gefahr geriet, wurde die Kritik an Trainer Tamfal immer grösser. Der inzwischen von EHC Olten zu den Kloten Flyers gewechselte Sportchef Andre Rötheli kritisierte den Trainer öffentlich. Kurz vor Ende der Qualifikation hat die Klubleitung bekannt gegeben, dass Felix Hollenstein wieder als Trainer zurückkehren wird.[13] Trotz allem musste man ein zweites Mal die Playouts beschreiten. Mit einem 4:2 nach Spielen konnte man gegen die SCL-Tigers jedoch den Ligaerhalt schaffen.

Rivalitäten[Bearbeiten]

Der im nahen Zürich beheimatete ZSC gilt als der große Rivale der Flyers und ist daher auch der einzige Gegner, der eine Fantrennung zum auf der gleichen Tribüne wie der Heimstehplatzblock untergebrachten Gästesektor nötig macht.

Bedeutende Trainer[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Kader der Saison 2015/16[Bearbeiten]

Stand: 23. Januar 2016

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
39 SchweizSchweiz Boltshauser, Luca Luca Boltshauser G 17. Juli 1993 2015 Zürich, Schweiz
28 SchweizSchweiz Gerber, Martin Martin Gerber G 03. September 1974 2013 Burgdorf BE, Schweiz
34 SchweizSchweiz Back, René René Back D 08. September 1982 2014 Konstanz, Deutschland
84 SchweizSchweiz Büsser, Xeno Xeno Büsser D 30. April 1995 2015 Zürich, Schweiz
25 SchweizSchweiz Collenberg, Franco Franco Collenberg D 25. August 1985 2015 Chur, Schweiz
38 SchweizSchweiz Frick, Lukas Lukas Frick D 15. September 1994 2012 Zuberwangen, Schweiz
18 SchwedenSchweden Gustafsson, Erik Erik Gustafsson D 15. Dezember 1988 2015 Kvissleby, Schweden
96 SchweizSchweiz Harlacher, Edson Edson Harlacher Injured.svg D 22. Januar 1996 2014 Zürich, Schweiz
15 SchweizSchweiz Schelling, Philippe Philippe Schelling D 15. Januar 1985 2011 Schaffhausen, Schweiz
57 SchweizSchweiz Stoop, Lukas Lukas Stoop D 01. März 1990 2012 Flums, Schweiz
72 SchweizSchweiz von Gunten, Patrick Patrick von Gunten – A D 10. Februar 1985 2012 Sigriswil, Schweiz
44 SchweizSchweiz Bieber, Matthias Matthias Bieber – A LW 14. März 1986 2010 Zürich, Schweiz
61 SchweizSchweiz Casutt, Corsin Corsin Casutt LW 01. Dezember 1984 2014 Chur, Schweiz
94 SchweizSchweiz Guggisberg, Peter Peter Guggisberg RW 20. Januar 1985 2014 Zimmerwald, Schweiz
63 SchweizSchweiz Hasani, Adam Adam Hasani LW 03. Juni 1989 2015 Freiburg im Üechtland, Schweiz
91 SchweizSchweiz Hollenstein, Denis Denis Hollenstein – C LW 15. Oktober 1989 2009 Mosnang, Schweiz
19 SchweizSchweiz Kellenberger, Steve Steve Kellenberger W 06. Februar 1987 2014 Bülach, Schweiz
42 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kolarik, Chad Chad Kolarik RW 26. Januar 1986 2015 Abington, Pennsylvania, USA
67 SchweizSchweiz Lemm, Romano Romano Lemm RW 25. Juni 1984 2010 Davos, Schweiz
81 SchweizSchweiz FinnlandFinnland Leone, Robin Robin Leone RW 30. März 1993 2009 Winterthur, Schweiz
41 SchweizSchweiz Liniger, Michael Michael Liniger – A LW 29. November 1979 2007 Muri bei Bern, Schweiz
13 SchweizSchweiz Obrist, Patrick Patrick Obrist C 27. Februar 1993 2015 Dornbirn, Österreich
46 NorwegenNorwegen Olimb, Mathis Mathis Olimb C 01. Februar 1986 2015 Oslo, Norwegen
29 SchweizSchweiz Praplan, Vincent Vincent Praplan LW 10. Juni 1994 2014 Siders, Schweiz
23 FinnlandFinnland Santala, Tommi Tommi Santala C 27. Juni 1979 2008 Helsinki, Finnland
88 KanadaKanada Sheppard, James James Sheppard LW 25. April 1988 2015 Lower Sackville, Nova Scotia, Kanada
Samuel Walser (re.), Februar 2011
Denis Hollenstein (li.) und Mark Bell (re.)
Trainerstab
Pos. Nat. Name Geburtsdatum
Cheftrainer KanadaKanada Sean Simpson 7. Mai 1960
Co-Trainer KanadaKanadaSchweizSchweiz Colin Muller 1. Dezember 1963

Meisterkader[Bearbeiten]

1966/67
Werner Buchser, Walter Wipf, Jürg Lott, Ueli Lüthi, Urs Lott, Peter Lüthi, Gabriel Weber, Walter Keller, Marcel Hubler, Heinz Lüthi, Fritz Altorfer, Emil Fäh, Richard Fehr, Hanspeter Rufer, Hans Späth, Walter Frei
Trainer: Vladimir Kobera[14]
1992/93
Claudio Bayer, Reto PavoniMartin Bruderer , Anders Eldebrink , Marco Klöti , Martin Kout , Fausto Mazzoleni , Roger Sigg, Daniel Sigg , Daniel WeberRobin Bauer, Manuele Celio , Bruno Erni, Oliver Hoffmann , Felix Hollenstein, Mikael Johansson, Roger Meier , Benjamin Müller, Sacha Ochsner , André Rufener, Peter Schlagenhauf, Thomas Steger, Roman Wäger
Trainer: Conny Evensson, Assistenztrainer: Ernst Bruderer
1993/94
Claudio Bayer, Reto PavoniMartin Bruderer, Anders Eldebrink, Marco Klöti, Marco Knecht, Martin Kout, Fausto Mazzoleni, Daniel Sigg, Daniel WeberManuele Celio, Patric Della Rossa, Michael Diener, Bruno Erni, Oliver Hoffmann, Felix Hollenstein, Mikael Johansson, Daniel Knecht, Roger Meier, Sacha Ochsner, Peter Schlagenhauf, Roman Wäger
Trainer: Conny Evensson, Assistenztrainer: Ernst Bruderer
1994/95
Matthias Müller, Reto PavoniDaniel Sigg, Anders Eldebrink, Felix Hollenstein, Mikael Johansson, Roman Wäger, Martin Bruderer, Marco Klöti, Bruno Erni, Roger Meier, Oliver Hoffmann, Martin Kout, Marco Bayer, Matthias Holzer, Sacha Ochsner, Manuele Celio, Daniel Weber, Robin Bauer, Patric Della Rossa, Michael Diener, Daniel Knecht, Patrick Galig, Martin Plüss
Trainer: Alpo Suhonen, Assistenztrainer: Ernst Bruderer
1995/96
Matthias Müller, Reto PavoniMartin Bruderer, Marco Klöti, Felix Hollenstein, Mikael Johansson, Roman Wäger, Marco Bayer, Daniel Weber, Frédéric Rothen, Charles Berglund, Matthias Holzer, Björn Schneider, Michael Kress, Bruno Erni, Manuele Celio, Oliver Hoffmann, Daniel Sigg, Marc Ochsner, Patric Della Rossa, Michael Diener, Martin Plüss, Roger Meier, Sacha Ochsner, Patrick Galig
Trainer: Alpo Suhonen, Assistenztrainer: Ernst Bruderer

Vereinsinterne Rekorde[Bearbeiten]

Stand: 20. August 2012

Bestmarken während der Teamzugehörigkeit
Kategorie Name Anzahl
Meiste Spiele Reto Pavoni
Roman Wäger
Marco Klöti
721
704
688
Meiste Tore Roman Wäger
Peter Schlagenhauf
Felix Hollenstein
418
340
282
Meiste Vorlagen Felix Hollenstein
Kimmo Rintanen
Roman Wäger
375
358
260
Meiste Punkte Roman Wäger
Felix Hollenstein
Kimmo Rintanen
678
657
599

Gesperrte Nummern[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Zaugg: 20 Minuten - Der grosse Irrtum der Kloten Flyers - News. In: 20min.ch. 31. Oktober 2014, abgerufen am 24. September 2015.
  2. 20min: Verteidiger schiessen Kloten zum Rekord
  3. 20min: Eklat bei den Kloten Flyers
  4. 20min: Kloten kann Löhne nicht mehr bezahlen
  5. 20min: «Ohne Salärkürzungen geht es nicht»
  6. 20min: Bircher macht den Weg für die Sanierung frei
  7. 20min: Kloten ächzt unter mehr als 10 Millionen Schulden
  8. 20min: Hunderte Fans marschieren für die Flyers
  9. Gaydoul und Matter bringen sechs Millionen
  10. 20min: Staat erlässt Kloten Teil der Steuerschulden
  11. 20min: Ein Pitbull für die Kloten Flyers
  12. 20min: Kloten gerettet - Hollenstein muss gehen
  13. 20min: «Es brauchte einen Impuls für die Playoffs»
  14. klotenflyersinsider.blogspot.de, Meistermannschaft 1967, abgerufen am 24. September 2015