Klumpen-Stichprobe

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Eine Klumpen-Stichprobe ist eine Form der eingeschränkten Zufallsauswahl. Dabei wird die Grundgesamtheit in Teilgesamtheiten zerlegt, die sogenannten Klumpen. Die Klumpen sollen bzgl. des zu untersuchenden Merkmals ein möglichst ähnliches (nur verkleinertes) Abbild der Grundgesamtheit sein. Für eine Klumpen-Stichprobe geht man nun so vor, dass nur ein Teil der Klumpen zufällig ausgewählt wird. Wenn in den ausgewählten Klumpen eine Totalerhebung stattfindet, spricht man von einer einstufigen Klumpen-Stichprobe. Wenn in den ausgewählten Klumpen jedoch eine zufällige Teilerhebung durchgeführt wird, spricht man von einer zweistufigen Klumpen-Stichprobe.[1]

Oft ist die Klumpeneinteilung geografisch motiviert. Wenn beispielsweise eine deutschlandweite Schülerbefragung ansteht, kann man sich möglicherweise auf eine Totalbefragung in einigen zufällig ausgewählten Schulen beschränken. Die Reduktion der Erhebungskosten ist ein Hauptmotiv für die Benutzung von Klumpen-Stichproben. Wenn die Klumpen etwa gleich groß sind und die Merkmalserwartungswerte in den Klumpen nahezu übereinstimmen, kann der interessierende Merkmalswert mit einer Klumpen-Stichprobe sogar mit kleinerer Varianz geschätzt werden, als bei reiner Zufallsauswahl gleichen Stichprobenumfangs in der (großen) Grundgesamtheit.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hartung, J. (2009). Statistik (15. Auflage). Oldenbourg München
  2. Stenger, H. (1971). Stichprobentheorie. Physica-Verlag