Knaack-Klub

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Der Knaack-Klub war ein Berliner Klub in der Greifswalder Straße 224 im Winsviertel des Ortsteils Prenzlauer Berg im Bezirk Pankow. Er existierte von 1952 bis 2010.

Der Knaack ging auf das Ernst-Knaack-Jugendheim zurück, das 1952 an heutiger Stelle entstand, nachdem die vorher hier seit 1946 ansässige Schneiderei im Juli 1951 die Räume aufgab. Der erste Mietvertrag wurde am 20. Februar 1952 unterschrieben. Benannt wurde es nach dem Widerstandskämpfer Ernst Knaack, nach dem auch die in der Nähe liegende Knaackstraße benannt wurde. Zunächst sollten Jugendliche unter dem Motto Sport und Spiel dem westlichen Einfluss der Rockmusik entzogen werden, jedoch fanden im Winter auch Tanzveranstaltungen statt. Zu den Weltfestspielen der Jugend und Studenten 1973 wurde der Knaack ein Jugendclub mit Diskothek. In der Wendezeit wandelte sich der Knaack in eine Diskothek westlichen Vorbilds mit mehreren „Floors“. Zunächst besetzten die Veranstalter aufgrund des großen Andrangs auf den First Floor den Keller, in dem früher eine Darmwäscherei war und sanierten diesen (Neue Darmwäsche). Im Anschluss wurde die Dizzy Lounge hergerichtet und anschließend der Concert Floor.

Im Knaack fanden in der Woche verschiedene Veranstaltungen statt. Neben den Dancefloors gab es mit der Dizzy Lounge auch einen ruhigeren Bereich mit Billard und Karaoke. Mehrmals die Woche fanden auf dem Concert Floor Konzerte statt, hier spielten schon Rammstein (die im Haus auch ihre Verwaltung hatten), Die Toten Hosen und andere bekannte Bands. Rammstein nutzten die Räumlichkeiten auch als Probenraum.

Seit 2009 gab es gerichtliche Auseinandersetzungen mit Mietern eines neu errichteten Wohnhauses in der Umgebung des Klubs wegen nächtlichen Lärms. Anfang Februar 2010 wurde dem Knaack untersagt, nach 22 Uhr einen gewissen Lärmpegel zu überschreiten. Zwar gab es ab März 2010 auf Beschwerde des Knaacks einen Aufschub,[1] jedoch wurde auch dieser im Juni 2010 wieder aufgehoben. Nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts ist laut Betreibern der Betrieb nicht weiter möglich und die letzte Veranstaltung im Knaack fand am Silvesterabend 2010 statt[2]. „Dabei hatten sie [die Betreiber] gar keine Schuld. Vielmehr hatte das Pankower Bauamt schlichtweg vergessen, von den Investoren des Neubaus zu fordern, dass sie Lärmschutzwände einbauen müssen. Am Ende sah sich das Bezirksamt wegen seiner schlampigen Arbeit in der Pflicht, einen geeigneten neuen Standort für den Knaack zu finden. Das vormalige Gebäude wurde umgebaut, 33 Wohnungen und 2 Ladeneinheiten wurden geplant.“

Eine Wiedereröffnung als „Knaack Kulturhaus“ am Mauerpark war für Anfang 2016 geplant.[3] Das neue Grundstücke wurde gefunden und die Planung sieht 2018[4] als Wiedereröffnung vor.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Knaackstraße
  2. BZ: Knaack-Club muss schließen
  3. Berliner Zeitung: Das Knaack kehrt zurück
  4. Legendärer Knaack Klub könnte 2018 wieder eroeffnen. In Berliner Zeitung, 13. Januar 2017
  5. Der legendaere Knaack-Klub kommt zurueck: „Wir sind in der Endphase der Verhandlungen, bestätigte Jens-Holger Kirchner am Donnerstag. Das 2300 Quadratmeter große Grundstück gehöre dem Land Berlin und werde den Betreibern in Erbbaupacht zur Verfügung gestellt.“ In: Morgenpost, 15. Februar 2013.

Koordinaten: 52° 31′ 49″ N, 13° 25′ 33″ O