Knappenviertel (Oberhausen)

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Knappenviertel
Koordinaten: 51° 28′ 43″ N, 6° 52′ 53″ O
Einwohner: 7000 (31. Dez. 1999)
Postleitzahl: 46047
Vorwahl: 0208
Die Knappenhalde

Das Knappenviertel ist ein Stadtteil des Oberhausener Stadtbezirks Alt-Oberhausen; es zählt rund 7000 Einwohner und hat eine Fläche von etwa 125 ha.[1][2] Das Knappenviertel wird im Süden begrenzt durch die Falkensteinstraße, im Westen durch die Liebknechtstraße und die Straße „Am Damm“, im Norden durch die Essener Straße und im Osten durch die Mellinghofer Straße. Im Norden des Viertels befindet sich die Knappenhalde, die höchste Erhebung auf Oberhausener Stadtgebiet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingangsgebäude der ehemaligen Zeche Oberhausen
Tafel mit historischen Informationen

Ursprünglich war das Knappenviertel Heidelandschaft, durchsetzt mit Einzelhöfen. Hier wurde bescheidene Landwirtschaft mit Schafzucht und Imkerei betrieben. Mit dem Bau der Köln-Mindener-Eisenbahn in der Mitte des 19. Jahrhunderts und der fortschreitenden Industrialisierung veränderte sich die Landschaft. Das Knappenviertel ist Teil der Gebietseinheit Oberhausen-Ost, die sich von 1862 bis 1915 bildete. In dieser Zeit prägten industrielle Ereignisse wie die Abteufung der Zeche Oberhausen oder die Ansiedlung der späteren Gutehoffnungshütte (GHH) das Wachstum des Stadtteils, welches besonders durch Werkswohnungsbau vorangetrieben wurde. In der Nachkriegszeit wurden Teile der alten Werkssiedlungen durch Neubauten ersetzt (zwei- bis viergeschossige Zeilen- und Blockrandbebauung, vereinzelte Punkthochhäuser), so dass sich die heute vorherrschende uneinheitliche Siedlungsstruktur herausbildete.[3]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bunker „Alte Heid“

Das Knappenviertel ist in erster Linie ein Wohnstandort, der durch die Nähe zum Freizeit und Einkaufspark CentrO in der „Neuen Mitte“ eine neue Lagegunst aufweist. Im März 1996 wurde das Oberhausener Knappenviertel in das Landesprogramm „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“ aufgenommen. Innerhalb des Zeitraumes 1996 bis 2002 wurden über 200 Einzelmaßnahmen und Projekte umgesetzt, die durch das vor Ort eingerichtete Stadtteilbüro koordiniert wurden.[4] 2001 wurde im Knappenviertel das Bunkermuseum Oberhausen eröffnet. In dem Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg befinden sich Ausstellungsräumlichkeiten, die so belassen wurden, wie man sie vorgefunden hatte. Das Bunkermuseum widmet sich mit historischen Ausstellungen und künstlerischen Installationen insbesondere der Geschichte des Luftkriegs und des Bunkerbaus, denn gerade das Ruhrgebiet war wegen seiner Rüstungsindustrie damals ein Hauptangriffsziel.

Das Knappenviertel liegt etwa 2,5 km vom Hauptbahnhof Oberhausen entfernt. Mit den Buslinien SB 94, 143, 953 und 960 des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr ist der Stadtteil an das Nahverkehrsnetz angeschlossen.[5]

Linie Verlauf Takt (Mo–Fr) Betreiber
SB94 Essen-Frintrop Unterstraße (Anschluss an Straßenbahnlinie 105) – Stadtgrenze Essen – Marienburgstraße – Rathaus – Oberhausen Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn – Bero-Zentrum – Lirich – Buschhausen Mitte – OB-Sterkrade Bf RWB Bahnhof.svg – Osterfeld Mitte – OB-Osterfeld Süd Bf RWB Bahnhof.svg – Marina/Sea-Life 20 min STOAG
143 Borbeck Bf Regionalverkehr S-Bahn – Borbeck Lindnerpl. – Essen-Gerschede – Bedingrade – Essen-Frintrop – Oberhausen-Bermensfeld – Knappenmarkt – Bismarckstraße – Rathaus – Oberhausen Hbf Fernverkehr S-Bahn – DU-Obermeiderich Bf – Oberhausen-Alstaden Fröbelplatz 20 min
10 min (HVZ)
STOAG / Ruhrbahn
953 Bottrop-Fuhlenbrock Spechtstr. – Klosterhardt – Rothebusch – Osterfeld Mitte – OLGA-Park – Neue Mitte Oberhausen – Knappenmarkt – Bermensfeld – Dümpten – Schlad Wehrstr.
Linie verkehrt zwischen OLGA-Park und Lipperfeld über die ÖPNV-Trasse Oberhausen
60 min STOAG
960 OB-Holten Bf RWB Bahnhof.svg – Schmachtendorf – Walsumermark – Königshardt – Kirchhellener Straße – Alsfeld Dragonerstr. – OB-Sterkrade Bf RWB Bahnhof.svg – OLGA-Park – Neue Mitte Oberhausen – Oberhausen Hbf Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn – Rathaus – Knappenmarkt – Schlad Wehrstr.
Linie verkehrt zwischen Sterkrade Bf und Oberhausen Hbf über die ÖPNV-Trasse Oberhausen
20 min STOAG
NE10 OB-Sterkrade Bf RWB Bahnhof.svg – Schloss Oberhausen – Neue Mitte Oberhausen – Knappenmarkt – Oberhausen-Wehrstraße – Mülheim-Dümpten – Mülheim Hbf Nordeingang(←)/Dieter-aus-dem-Siepen-Platz(→) Deutsche Bahn AG-Logo.svg S-Bahn Stadtbahn – Mülheim Stadtmitte – Schloß Broich – Broich – Saarn Alte Straße – Saarn Lindenhof 60 min Ruhrbahn / STOAG

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Knappenviertel Oberhausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stand 31. Dezember 1999
  2. Oberhausen.de: Stadtteilprojekt Knappenviertel - Projektbericht (Memento des Originals vom 30. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberhausen.de, S. 8 (PDF 885kB)
  3. Oberhausen.de: Stadtteilprojekt Knappenviertel - Projektbericht (Memento des Originals vom 30. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberhausen.de, S. 10 (PDF 885kB)
  4. Oberhausen.de: Stadtteilprojekt Knappenviertel
  5. VRR.de: Stadtlinienplan Oberhausen (Memento vom 29. Dezember 2009 im Internet Archive) (PDF 1,46MB)