Knetzgau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Knetzgau
Knetzgau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Knetzgau hervorgehoben
Koordinaten: 49° 59′ N, 10° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Höhe: 238 m ü. NHN
Fläche: 61,59 km2
Einwohner: 6396 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97478
Vorwahlen: 09527, 09529, 09528Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 163
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 2
97478 Knetzgau
Webpräsenz: www.knetzgau.de
Bürgermeister: Stefan Paulus (SPD / CWG)
Lage der Gemeinde Knetzgau im Landkreis Haßberge
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Über dieses Bild

Knetzgau ist eine Gemeinde im Landkreis Haßberge im Osten des bayerischen Regierungsbezirks Unterfranken.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knetzgau liegt am nördlichen Rand des Naturparks Steigerwald auf einer Höhe von etwa 238 m ü. NN. Es liegt am Main, etwa fünf Kilometer südöstlich von Haßfurt am Rande der Haßberge.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Haßfurt, Zeil am Main, Sand am Main, Oberaurach, Donnersdorf und Wonfurt.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knetzgau gliedert sich in neun Ortsteile:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte um das Jahr 780 in der Ilbicschen Schenkungsurkunde, worin der Ort unter dem Namen Knetzcegewe genannt wird. Knetzgau war Teil des Amtes Zeil des Hochstiftes Bamberg, das ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis gehörte, und fiel im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an Bayern. Im Zuge von Grenzbereinigungen kam es 1810 mit dem Amt Zeil zum Großherzogtum Würzburg und mit diesem 1814 endgültig zu Bayern.
Im Schloßweg 12 befand sich die Wasserburg Burg Knetzgau.

Am 1. Januar 1973 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wohnau eingegliedert. Am 1. Juli 1974 kamen Eschenau, Westheim bei Haßfurt und Zell am Ebersberg hinzu. Größere Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Hainert folgten am 1. Januar 1976.[3]

Das Zentrum von Knetzgau mit dem Nachbau eines Schelchs (ehemaliges Fischerboot)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1972–1990 Franz Hofmann (CSU)
  • 1990–2008 Werner Schneider (CSU)
  • seit 2008 Stefan Paulus (SPD/CWG)

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CSU SPD Christliche WG Junge Liste WG InteressierteR Mündige Bürger FDP Bündnis 90/Die Grünen / Ökologische Liste Gesamt
2014 6 3 5 2 3 1 20 Sitze
2008 6 3 5 2 2 2 20 Sitze
2002 8 3 4 2 1 2 20 Sitze
1996 7 3 5 2 1 1 20 Sitze

Gemeindeteile mit Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteil Einwohnerzahl 31. Dezember 2008 Einwohnerzahl 31. Dezember 2006
Knetzgau 3.520 3.568
Eschenau 180 193
Hainert 338 337
Oberschwappach 542 543
Unterschwappach 163 172
Westheim 869 885
Wohnau 99 98
Zell am Ebersberg 765 786
Gesamt 6.476 6.582

Einwohner der Gesamtgemeinde Knetzgau mit allen Ortsteilen am 1. Juli 2015: 6770.

Bildung, Kultur und Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • fünf Kindergärten und Horte
  • Grund- und Mittelschule
  • Volkshochschule
  • Gemeindebücherei
  • Mehrzweckhalle
  • Hallenbad
  • zwei Einrichtungen der Altenpflege
  • katholische Kirchengemeinde in Knetzgau
  • evangelisch-lutherische Kirchengemeinden in Eschenau und Westheim

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besondere Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 fand in Knetzgau das Bayern-3-Dorffest statt.
  • Der Ortsteil Eschenau war Schauplatz einer schweren Kindesmissbrauchsaffäre, thematisiert in zahlreichen Medienberichten und einem autobiographischen Buch.[4]

Verkehrsverbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Knetzgau liegt südlich des schiffbaren Flusses Main.
  • Drei Kilometer sind es bis zur B 26.
  • Die Autobahn A 70 (Bayreuth–Schweinfurt) verläuft einen Kilometer entfernt (eigene Abfahrt).
  • Fünf Kilometer sind es bis zur Bahnstrecke Bamberg–Würzburg (Bahnhof Zeil); ebenso weit ist es zum Bahnhof Haßfurt, jedoch verkehrstechnisch günstiger.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karls Bosl: Knetzgau im Widerspiel der herrschaftlichen und gesellschaftlichen Kräfte, vor allem in der frühen Neuzeit. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 1980.
  • Rainer Wailersbacher: 1200 Jahre Knezcegewe – Knetzgau. Haßfurt 1980.
  • Rainer Wailersbacher: Aus dem Inhalt der Turmkugel-Urkunden von 1817 Dr. Johann Heinrich Keßler und seine Zeit: „Kurze Beschreibung der wichtigsten Ereignisse, welche sich zur Zeit der Wiedererbauung des Knetzgauer Kirchenturmes zugetragen haben“. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 1980.
  • Rainer Wailersbacher: Siebenhundert Jahre Swapach – Eschenawe – Wunnawe Ober-, Unterschwappach, Eschenau, Wohnau. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 1986.
  • Rainer Wailersbacher: Schloß Oberschwappach. Hausmüller, Zeil a. Main 1992.
  • 750 Jahre Pfarrei St. Bartholomäus Knetzgau 1244–1994. Hrsg.: Kath. Pfarramt Knetzgau. Red.: William Thomas; Manfred Glass. Pfarrei Sankt Bartholomäus, Knetzgau 1994.
  • Rainer Wailersbacher: Der Bauernkrieg im Knetzgau. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 2000.
  • Rainer Wailersbacher: Der Knetzgauer Friedhof und seine Kreuzweg-Stationen. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 2001.
  • Rainer Wailersbacher, Leo Maag: Die Knetzgauer Straßennamen – eine Heimatgeschichte. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 2002.
  • Rainer Wailersbacher: Die Knetzgauer Erstbeurkundung von 911. Gemeinde Knetzgau, Knetzgau 2005.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Knetzgau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 758 und 759.
  4. H. Marks, S. Will: Als der Mann kam und mich mitnahm. Fackelträger, 2008, ISBN 978-3-7716-4368-3.