Knochenbrecher

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Knochenbrecher (plattdeutsch Knakenbreker) ist eine volkstümliche ostfriesische Bezeichnung für einen traditionellen alternativen Heilkundler. Zu den Kenntnissen eines Knochenbrechers gehören beispielsweise das Einrenken von Gliedmaßen und das Einrücken von Wirbeln – seine Praktiken stützen sich zuweilen auf eine spezielle Begabung. Nicht selten wurden das „Amt“ und die Fähigkeit des Knochenbrechers in der Familie weitergegeben.

Das Behandlungsspektrum beschränkt sich nicht nur auf Menschen, sondern erstreckt sich auch auf Hunde, Katzen, Pferde und andere Tiere. Deutschlandweit bekannt wurde der Beruf des Knochenbrechers durch den besonders auf Pferde spezialisierten Knochenbrecher Tamme Hanken (1960–2016), der im NDR-Fernsehen eine eigene TV-Serie hatte.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Haddinga, Theo Schuster: Das Buch vom ostfriesischen Humor. Band 2, Schuster Verlag, 1983, ISBN 3-7963-0188-6, S. 49.
  • Lothar Gall, Andreas Schulz (Hrsg.): Wissenskommunikation im 19. Jahrhundert. (= Nassauer Gespräche der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft, Band 6.) Franz Steiner Verlag, 2003, ISBN 3-515-08226-3, S. 19.
  • E. Rudolph: Einrichter, Boanrichter, Knakenbreker. Begegnungen mit dörflichen Chiropraktikern im Allgäu, in Ostfriesland und in Osterreich. In: Curare, Ausgabe 6/1983, S. 97–116.