Knocked Out Loaded

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Knocked Out Loaded
Studioalbum von Bob Dylan

Veröffent-
lichung(en)

1986

Label(s) Columbia Records

Genre(s)

Rockmusik

Chronologie
Empire Burlesque
(1985)
Knocked Out Loaded Down in the Groove
(1988)

Knocked Out Loaded ist das 24. Studioalbum von Bob Dylan, das im Juli 1986 von Columbia Records veröffentlicht wurde. Zahlreiche Kritiker bewerteten es als das Album, für das sich Dylan am wenigsten Mühe gegeben habe. Das elfminütige Brownsville Girl, das er zusammen mit Sam Shepard geschrieben hat, wird allerdings als eines seiner besten Lieder bezeichnet.[1]

Inhalte und Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufnahmen zu Knocked Out Loaded entstammen verschiedener Sessions. Driftin’ Too Far from Shore wurde aus dem Outtake-Material des Vorgängeralbums Empire Burlesque von 1985 übernommen; das restliche Songmaterial wurde Ende April bis Ende Mai 1986 in zwei kalifornischen Aufnahmestudios eingespielt. An der Produktion beteiligt waren rund drei Dutzend Gastmusiker, darunter auch die Band Tom Petty & The Heartbreakers sowie ein Kinderchor. Die Platte selbst war überdurchschnittlich stark von Fremdkompositionen bestimmt, darunter You Wanna Ramble von Little Junior Parker, ein altes Bluesstück aus dem Jahr 1954 oder They Killed Him, ein wenig bekannter Song des Country-Musikers Kris Kristofferson.[1]

Von der Kritik wurde das Album fast einhellig als gründlich misslungen gewertet. Explizit davon ausgenommen war bei den Kritikern lediglich der Song Brownville Girl – ein rund 11-minütiges Stück, das längentechnisch ungefähr im Bereich von Desolation Row und Sad Eyed Lady Of the Lowlands liegt. Der Autor Olaf Benzinger, der in seinem Buchtitel zum Sänger von dessen Musik in den Vordergrund rückt, verortet die Produktion von Knocked Out Loaded am Beginn einer Phase, die stark von kreativem Leerlauf geprägt gewesen sei. Ein persönliches Anschlussereignis war für Bob Dylan die im Juni 1986 erfolgte Heirat mit der Backgroundsängerin Carolyn Dennis, die an der Produktion des Albums beteiligt war.[1]

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. You Wanna Ramble (Little Junior Parker) – 3:14
  2. They Killed Him (Kris Kristofferson) – 4:00
  3. Driftin’ Too Far from Shore (Bob Dylan) – 3:39
  4. Precious Memories (Trad. Arr. Bob Dylan) – 3:13
  5. Maybe Someday (Bob Dylan) – 3:17
  6. Brownsville Girl (Bob Dylan, Sam Shepard) – 11:00
  7. Got My Mind Made Up (Bob Dylan, Tom Petty) – 2:53
  8. Under Your Spell (Bob Dylan, Carole Bayer Sager) – 3:58

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Olaf Benzinger: Bob Dylan. Die Geschichte seiner Musik. dtv, München 2006/2011 (aktualisierte Neuauflage), ISBN 978-3-423-34673-3, S. 219 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]