Kobayashi-Maru-Test

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Der Kobayashi-Maru-Test ist ein fiktives Übungsszenario, das in mehreren Filmen des Star-Trek-Universums erwähnt wird.

Der Test soll das Verhalten in ausweglosen Situationen testen und hat über das Star-Trek-Universum hinaus Einzug in den Alltag gefunden, insbesondere bei Untersuchungen zu außergewöhnlichen Lösungsansätzen in No-win-Situationen.[1][2][3][4][5][6][7][8]

  • Im Film Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982) wurde er erstmals thematisiert.
  • Ebenfalls erwähnt wird er in Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (1984).
  • Der Kinofilm Star Trek aus dem Jahr 2009, dessen Handlung zeitlich vor Der Zorn des Khan angelegt ist, greift die Idee erneut auf.
  • In den Computerspielen Star Trek: Starfleet Academy (1997) und Star Trek: Bridge Crew (2017) ist jeweils eine Mission eine Simulation des Tests.

Bedeutung des Tests[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Kobayashi-Maru-Test soll die Charakterstärke der Kadetten an der Sternenflottenakademie in einem No-Win-Szenario getestet werden.

Das fiktive primäre Ziel der Übung ist es, das zivile Raumschiff Kobayashi Maru in einer simulierten Schlacht vor den Klingonen zu retten. Das beschädigte Schiff befindet sich in der Klingonischen neutralen Zone, und jedes Schiff, das in die Zone eintritt, würde einen interstellaren Vorfall verursachen. Die getestete Kadettenmannschaft muss entscheiden, ob sie die Rettung der Besatzung versuchen und dabei ihr eigenes Schiff gefährden oder ob sie die Kobayashi Maru entgegen der entsprechenden Sternenflottendirektive ihrer sicheren Zerstörung überlassen soll. Wenn der kommandoführende Kadett sich für eine Rettung entscheidet, soll die Simulation dafür sorgen, dass das Schiff des Kadetten mit dem Verlust aller Besatzungsmitglieder zerstört wird.

Das Ziel des Tests ist es nicht, den Gegner zu überwältigen oder zu besiegen, sondern vielmehr den Kadetten in eine ausweglose Situation zu zwingen und dabei zu beobachten, wie er oder sie reagiert.

Die Erfindung des Tests wird dem Drehbuchautor Jack B. Sowards zugeschrieben.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steve O’Hara: There Are Always Alternatives. Lessons from Business Leaders Who Have Dealt with Crises Creatively. FriesenPress, 2013, ISBN 978-1-4602-0537-2, S. 4 (abgerufen am 6. Mai 2017)
  2. V. Anton Spraul: Think Like a Programmer. 2013, ISBN 978-3-8266-9278-9, S. 20
  3. Janell Hobson: Are All the Women Still White? Rethinking Race, Expanding Feminisms. 2016, ISBN 978-1438460598 S. 228
  4. Joanna Dunlap, Patrick Lowenthal: Defeating the Kobayashi Maru. Supporting Student Retention by Balancing the Needs of the Many and the One. In: Educause Quarterly. 2010 (PDF)
  5. Adriel Garcia: The Kobayashi Maru of Ex-Offender Employment. Rewriting the Rules and Thinking outside Current Ban the Box Legislation. In: Temple Law Review. Band 85, Nr. 4, S. 921–950
  6. Gregory Conti, James Caroland: Embracing the Kobayashi Maru. Why You Should Teach Your Students to Cheat. In: IEEE Security & Privacy. Band 9, Nr. 4, S. 48–51 (Abstract)
  7. Christopher M. Cassidy, Dallas Brozik Marshall, Doris Brozik Marshall: Problem Discovery And Problem Solving In Unstructured Situations. Using The Pan-Pacific Enterprises Simulation With University Students. In: Journal of Business Case Studies. Band 1, Nr. 2, 2005, S. 7 (PDF@1@2Vorlage:Toter Link/www.cluteinstitute.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  8. Leistungsschutzrecht als Kobayashi-Maru-Test für Google. Abgerufen am 16. Mai 2017.