Koch Media

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Koch Media GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 1994
Sitz Höfen (Tirol), OsterreichÖsterreich Österreich
Leitung Klemens Kundratitz (Geschäftsführer)
Reinhard Gratl (Geschäftsführer)
Mitarbeiterzahl ca. 800 (2016)
Umsatz ca. 300 Millionen EUR (2013)
Branche Multimedia
Website www.kochmedia.com

Koch Media ist ein 1994 von Franz Koch und Klemens Kundratitz gegründetes Medienunternehmen. Der Konzern (Koch Media Holding) mit Hauptsitz in Höfen ist ein internationaler Produzent und Vermarkter von PC- und Konsolenspielen, Infotainment-CDs, Software und Filmen auf DVD und Blu-ray. Darüber hinaus befinden sich auch eigene Kinolizenzen im Programm. Koch Media ist ein Tochterunternehmen der schwedischen Embracer Group.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung der Koch Media Holding, Höfen (Tirol), der Koch Media Deutschland, Schweiz und Österreich und der Koch Media Ltd. England fand 1994 statt. Der erste vertriebene Softwaretitel von Koch Media war eine Bahnsimulation der Semmeringbahn. 1997 wurde ein eigenes Auslieferungslager (neben dem Zentrallager in Höfen) der Koch Media in England errichtet. Ein Jahr später stieg das Unternehmen in das E-Business ein und gründete den Geschäftsbereich media-e.com in Deutschland und Österreich. 2001 wurde die Koch Media srl in Italien eröffnet und im Folgejahr das eigene Spielelabel Deep Silver als Geschäftssparte der Koch Media gegründet. Im Jahr 2003 stieg Koch Media mit dem neuen Geschäftsfeld Home Entertainment in den DVD-Bereich ein und 2005 wurde die bestehende französische Firma SG Diffusion gekauft und am 1. Januar 2006 in die Koch Media SAS mit Sitz in Paris, Frankreich, umgewandelt.

2008 wurde Deep Silver Inc. in den USA gegründet und die im selben Jahr in Spanien übernommene Vertriebsfirma PROEIN S.L. firmiert seit Jahresbeginn 2009 unter dem Namen Koch Media S.L.U. Im Juli 2009 eröffnete Koch Media eine neue Benelux-Geschäftsstelle.

Am 14. Februar 2018 gab der schwedische Computerspiel-Konzern THQ Nordic an, Koch Media für 121 Millionen Euro aufzukaufen. Koch Media soll aber auch weiterhin als eigenständiges Tochterunternehmen unter dem bisherigen Namen weiterarbeiten. Die Mitarbeiter bleiben weiterhin angestellt und die sich zu der Zeit in Entwicklung befindenden Spiele sollen weiter entwickelt werden.[2] Die zu Koch Media gehörende Koch Films GmbH gab im August 2019 bekannt, dass man den Filmverleih KSM vollständig übernommen hat. Somit übernahm Koch Media auch diverse Film- und Serien-Lizenzen im Realfilm- und Anime-Segment der KSM und steigt breitflächig ins Anime-Segment ein.[3]

Geschäftsfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsfelder von Koch Media erstrecken sich insbesondere auf folgende Bereiche:

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niederlassungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koch Media ist mit eigenen Landesniederlassungen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien (seit 2000), England, Frankreich (seit Oktober 2005), den USA (seit April 2008) und seit Juli 2008 mit der Übernahme der Vertriebsfirma PROEIN S.L. von der SCi Entertainment Group in Spanien vertreten. Im Februar 2009 wurde mit Koch Media Nordics eine Verkaufs- und Vermarktungszweigstelle in Skandinavien gegründet. Im Juli 2009 eröffnete Koch Media eine Geschäftsstelle in Benelux.

Deep Silver[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ist ein Tochterunternehmen und Label für Koch Medias Aktivitäten im Bereich der Computerspiele. Schon kurz nach der Gründung von Koch Media und den ersten Erfahrungen mit dem Vertrieb von Anwendersoftware nahm das Unternehmen auch CD-ROM-Spiele in sein Portfolio auf. 2002 gründete Koch Media schließlich sein eigenes Games-Label Deep Silver und entwickelte seither zunehmend auch eigene Marken. Parallel dazu übernimmt Deep Silver auch die Distribution der Produkte anderer Hersteller auf dem europäischen Markt.

Im Januar 2013 übernahm das Unternehmen bei der Zerschlagung des insolventen US-Publishers THQ nach Auktion das Entwicklungsstudio Volition und dessen Spielereihe Saints Row sowie die Rechte an Metro: Last Light.[5] Ebenso stieg Koch Media in das Mobile-Game-Geschäft mit dem Kauf des Hamburger Entwicklerstudios Fishlabs ein[6] und erwarb 2014 die Marke Homefront und alle dazugehörigen Assets sowie das mit der Weiterentwicklung der Reihe beauftragte britische Entwicklerstudio von Crytek. Das Studio firmiert seither als Deep Silver Dambuster Studios.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Embracer Group (Hrsg.): Embracer AGM-Presentation. S. 9 (englisch, embracer.com [PDF; 31,8 MB; abgerufen am 22. September 2019]).
  2. Daniel Herbig: THQ Nordic kauft Koch Media für 121 Millionen Euro. In: heise.de. Abgerufen am 14. Februar 2018 (deutsch).
  3. Burak Dogan: Koch Films GmbH übernimmt KSM GmbH. In: anime2you.de. Abgerufen am 14. August 2019 (deutsch).
  4. RocketsSnorlax: Koch Films übernimmt KSM. In: anisearch.de. Abgerufen am 14. August 2019 (deutsch).
  5. Sebastian Jäger: SEGA übernimmt Relic, Koch Media Volition und Metro, Ubisoft South Park *Update*. In: Gamona. Webguidez Entertainment. 23. Januar 2013. Abgerufen am 24. Januar 2013.
  6. http://www.gruenderszene.de/allgemein/koch-media-fishlabs
  7. Peter Steinlechner: Crytek verkauft Homefront mitsamt Studio an Koch Media. In: golem.de. 30. Juli 2014, abgerufen am 14. August 2019 (deutsch).