Kochrezept

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Ein Kochrezept ist eine planmäßige Anweisung zur Zubereitung eines bestimmten Gerichts. Kochrezepte existierten schon in vorchristlicher Zeit, zuerst in Indien, China und Griechenland. Heutzutage handelt es sich bei ihnen meist um detaillierte Arbeitsanweisungen, die in der Regel in Kochbüchern zusammengefasst werden. Aber auch Rezeptsammlungen im Internet gewinnen immer mehr an Bedeutung. Umgangssprachlich wird die Bezeichnung nicht scharf abgegrenzt, sodass manchmal auch Rezepte für die Kalte Küche als Kochrezepte bezeichnet werden.

Im übertragenen Sinn versteht man unter einem „Kochrezept“ (in gleicher Weise wie unter „Kochbuch“[1]) auch eine einfach ausführbare Anleitung, um in beliebigem Zusammenhang ein Problem zu lösen oder ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen. Dabei wird der Begriff oft ironisch gebraucht, um deutlich zu machen, dass eine einfache Anleitung eben nicht geeignet ist, um vielschichtigen Wirkungszusammenhängen z. B. in der Sozialpsychologie oder Politik gerecht zu werden (vgl. Stammtischniveau).

Formen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rezept aus einem Kochbuch von 1598 von Anna Weckerin
Backrezept mit den bereit­gestellten Zutaten, hier für Crêpe

In früheren Zeiten[2] verwiesen Kochrezepte für vorwiegend erfahrene, nicht auf weitere Informationen angewiesene Köchinnen und Köche oft nur auf die Zutaten und ihre Zubereitung, ohne Mengen-, Temperatur- und Zeitangaben, für die ohnehin einheitliche Maßsysteme fehlten.

Die meisten Rezepte lassen sich mehr oder weniger frei interpretieren – die Gerichte erhalten dadurch eine persönliche Note. Das Mengenverhältnis sollte allerdings insbesondere bei Backrezepten möglichst exakt eingehalten werden, da hier schon kleinere Ungenauigkeiten die Qualität des Ergebnisses beeinträchtigen können. Um dies zu vermeiden, verwendet man mitunter auch relative Maße wie das Eischwer.

Bei Mengenangaben haben sich aus praktischen Gründen und aus regionaler Tradition auch unpräzise Einheiten und Maße erhalten. Besonders die „praktischen Küchenmaße“ wie Tasse, Esslöffel oder Prise statt „0,x Gramm“ können problematisch sein, da es für Alltagsgegenstände wie Tassen und Löffel keine Einheitsmaße gibt. Jedoch finden sich in den meisten Kochbüchern entsprechende Übersichten, denen man die ungefähre Entsprechung dieser Maße in Gramm, Milliliter etc. entnehmen kann. Im angelsächsischen Raum (US-amerikanische und alte britische und kanadische Rezepte) sind die Maßeinheiten cup, tablespoon und teaspoon normiert: 1 cup = 1/4 quart, 1 tablespoon = 1/16 cup, 1 teaspoon = 1/2 tablespoon.[3][4] Eine dortige Besonderheit ist, dass nicht nur Flüssigkeiten, sondern auch feste Zutaten wie Mehl, Zucker, Butter und Backpulver über das Volumen gemessen anstatt gewogen werden. Entsprechende Messbecher und -löffel mit Unterteilungen für Teilmengen sind jedoch allgemein erhältlich.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WiktionaryWiktionary: Kochrezept – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
WikibooksWikibooks: Kochbuch – Lern- und Lehrmaterialien
Wikisource: Kochbücher – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kochbuch Internistische Intensivmedizin.
  2. Vgl. Marianne Honold: Studie zur Funktionsgeschichte der spätmittelalterlichen deutschsprachigen Kochrezepthandschriften. Würzburg 2005 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 87).
  3. www.cookieclubrecipes.com baking measurements
  4. www.jsward.com/cooking/conversion