Koehlers Verlagsgesellschaft

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Die Koehlers Verlagsgesellschaft ist ein deutscher Verlag, der auf den 1925 entstandenen Verlag Koehler & Amelang in Leipzig zurückgeht. In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Verlag unter dem Namen 1951 neu begründet. Er ist heutet ein Unternehmen der Tamm Media.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koehler & Amelang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurden die ältere Vorgängergesellschaft des Verlages 1789 in Leipzig. Der Schwerpunkt des Verlagsprogramms umfasste seither ein breites Sortiment an Schulbüchern, Reiseliteratur, Kunstbüchern, wissenschaftlichen Veröffentlichungen und allgemeiner Literatur. Aus der Fusion der Verlage von Karl Franz Gottfried Koehler und Carl Friedrich Amelang ging 1925 der Koehler & Amelang Verlag mit Sitz in Leipzig hervor. Während der Zeit des Nationalsozialismus erschienen im Koehler & Amelang Verlag mehrere nationalistisch und völkisch geprägte Werke, die vom Kuratorium, Präsidium, Generalsekretär und Schrifttums-Ausschuss des deutschen Ahnenerbes herausgegeben wurden.[1] Unter den Autoren befanden sich beispielsweise Matthes Ziegler[2] oder Hans Strobel[3]. 1947 erhielt der Verlag in der Sowjetischen Besatzungszone eine neue Zulassung, wurde aber 1950 verstaatlicht. 1951 wurde der Verlag dem Holding der DDR-CDU VOB Union Verwaltungsgesellschaft mbH zur Nutzung in Rechtsträgerschaft übertragen. Nach der deutschen Wiedervereinigung wechselte der Verlag mehrfach den Besitzer und ist seit 2004 Teil der Verlagsgruppe Seemann Henschel.[4]

Koehlers Verlagsgesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Familie Koehler sich 1948 wichtige Rechte hatte sichern können[5], gründete sie den Verlag 1951 im oberschwäbischen Biberach an der Riß als Koehlers Verlagsgesellschaft neu. Lange Jahre hatte das Unternehmen seinen Sitz in Herford in Ostwestfalen. In den Nachkriegsjahrzehnten entwickelte sich die Verlagsgesellschaft zu einem der führenden deutschen Verlage für Schifffahrtsliteratur, zu dessen bekanntesten Publikationen das Jahrbuch "Köhlers Flottenkalender" gehört, der ab 1901 im Wilhelm Köhler Verlag in Minden erschien und seit 1967 von der Koehlers Verlagsgesellschaft fortgeführt wird.

Im Jahre 1995 zog die Koehlers Verlagsgesellschaft nach Hamburg um. Geführt wird das Unternehmen von Peter Tamm Jr., der den Verlag 2008 von seinem Vater Peter Tamm übernahm. Heute ist der Verlag als Marke in der Maximilian Verlag GmbH & Co. KG mit dem Verlag E.S. Mittler & Sohn verbunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oskar von Zaborsky Wahlstätten: Urväter Erbe in deutscher Volkskunst. In: Kuratorium, Präsidium, Generalsekretär und Schrifttums-Ausschuss des deutschen Ahnenerbes e.V. Berlin. (Hrsg.): Deutsches Ahnenerbe. Nr. 1. Koehler und Amelang, Berlin 1936.
  2. Matthes Ziegler: Die Frau im Märchen. Koehler und Amelang, Leipzig 1937.
  3. Hans Strobel: Bauernbrauch im Jahreslauf. 2. erweiterte Auflage. Koehler und Amelang, Leipzig 1937.
  4. Verlag Seemann Henschel.
  5. Beleg fehlt.