Kōichi Wakata

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Kōichi Wakata
Kōichi Wakata
Land: JapanJapan Japan
Organisation: Japan Aerospace Exploration AgencyJAXA JAXA
Datum der Auswahl: 28. April 1992
(14. NASA-Gruppe)
Anzahl der Raumflüge: 4
Start erster Raumflug: 11. Januar 1996
Landung letzter Raumflug: 14. Mai 2014
Gesamtdauer: 347d 08h 32min
Raumflüge

Kōichi Wakata (jap. 若田 光一, Wakata Kōichi; * 1. August 1963 in Ōmiya (heute: Kita-ku, Saitama), Japan) ist ein japanischer Astronaut und Raumfahrtfunktionär.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kōichi Wakata erwarb in seiner Alma Mater, der Universität Kyūshū, 1987 einen Bachelor in Luftfahrttechnik, 1989 einen Master in angewandter Mechanik und wurde 2004 in Luft- und Raumfahrttechnik promoviert.

1989 kam Wakata als Ingenieur zu Japan Airlines (JAL).

Astronautentätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 1992 wurde er als Astronautenanwärter von der NASDA ausgewählt und im August 1992 an das Johnson Space Center geschickt. Nach seiner Ausbildung zum Missionsspezialisten wurde er in verschiedenen Bereichen bei der NASA eingesetzt.

STS-72[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Januar 1996 flog er als Missionsspezialist mit dem Space Shuttle Endeavour zum ersten Mal ins All. Die Mannschaft fing die zehn Monate zuvor gestartete japanische Plattform Space Flyer Unit ein und setzte für zwei Tage die Plattform OAST aus. Bei zwei Weltraumausstiegen wurden Montagetechniken simuliert, um Erfahrungen für die künftige Internationale Raumstation zu sammeln.

STS-92[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Oktober 2000 flog Wakata mit der Raumfähre Discovery zur Internationalen Raumstation. Mit an Bord war das Gitterstrukturelement Z1 und der Pressurized Mating Adapter PMA-3. Wakata bediente bei der Montage den Roboterarm der Raumfähre.

Erster Langzeitaufenthalt auf der ISS[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wakata an Bord der ISS während Expedition 18

Im Februar 2007 wurde Wakata als Bordingenieur für die ISS-Expedition 18 nominiert, die damals noch für Sommer 2008 geplant war.[1] Durch Umplanungen wurde Wakata Mitglied der ISS-Expeditionen 18, 19 und 20. Zur Internationalen Raumstation startete er am 15. März 2009 mit dem Shuttle-Flug STS-119, die Rückkehr erfolgte nach den Problemen mit der Wasserstofflüftung beim Betanken der Endeavour für die Mission STS-127 mit einmonatiger Verzögerung am 31. Juli 2009.

Zweiter Langzeitaufenthalt auf der ISS, ISS-Kommando[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu seinem zweiten Langzeitaufenthalt auf der ISS startete Wakata am 7. November 2013 mit dem Raumschiff Sojus TMA-11M. Er war Mitglied der ISS-Expedition 38. Im März 2014 übernahm er das Kommando der ISS-Expedition 39 und kehrte am 14. Mai 2014 zur Erde zurück.[2]

Zusammenfassung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr Mission Funktion Flugdatum Flugdauer
1 STS-72 Missionsspezialist 1996 8d 22h 01m
2 STS-92 Missionsspezialist 2000 12d 21h 43m
3 STS-119/STS-127 Bordingenieur 2009 137d 15h 05m
4 Sojus TMA-11M Bordingenieur / ISS-Kommandant 2013/2014 187d 21h 44m

Nach der Astronautenkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wakata ist Vizepräsident der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA.[3]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nach ihm wurde der Asteroid Wakata benannt.
  • 2017 wurde er von der UNESCO mit der Medaille für Raumfahrtwissenschaft ausgezeichnet.[4]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wakata ist mit der Deutschen Stefanie von Sachsen-Altenburg verheiratet und hat einen Sohn.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Koichi Wakata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NASA Announces Three International Space Station Crews. NASA, 12. Februar 2007, abgerufen im 12. März 2009 (englisch).
  2. NASA And Partners Name Upcoming Space Station Crew Members. In: NASA Press Release 11-044. NASA, 18. Februar 2011, abgerufen am 18. Februar 2011 (englisch).
  3. JAXA: Board of Directors. 1. April 2018, abgerufen am 30. Juli 2018.
  4. First UNESCO Space Science Medals awarded to four prominent scientists and space practitioners