Kolkerheide

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kolkerheide
Kolkerheide
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kolkerheide hervorgehoben

Koordinaten: 54° 37′ N, 9° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Mittleres Nordfriesland
Höhe: 16 m ü. NHN
Fläche: 2,1 km2
Einwohner: 61 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25862
Vorwahl: 04673
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 071
Adresse der Amtsverwaltung: Theodor-Storm-Straße 2
25821 Bredstedt
Website: www.amnf.de
Bürgermeister: Hans-Günther Thordsen
Lage der Gemeinde Kolkerheide im Kreis Nordfriesland
AchtrupAhrenshöftAhrenviölAhrenviölfeldAlkersumAlmdorfArlewattAventoftBargumBehrendorfBohmstedtBondelumBordelumBorgsumBosbüllBraderupBramstedtlundBredstedtBreklumDagebüllDrageDrelsdorfDunsumElisabeth-Sophien-KoogEllhöftEmmelsbüll-HorsbüllEnge-SandeFresendelfFriedrich-Wilhelm-Lübke-KoogFriedrichstadtGalmsbüllGardingGarding  KirchspielGoldebekGoldelundGrödeGrothusenkoogHallig HoogeHaselundHattstedtHattstedtermarschHögelHolmHörnum (Sylt)HorstedtHudeHumptrupHumptrupHusumImmenstedtJoldelundKampen (Sylt)KarlumKatharinenheerdKlanxbüllKlixbüllKoldenbüttelKolkerheideKotzenbüllLadelundLangeneßLangenhornLeckLexgaardList auf SyltLöwenstedtLütjenholmMidlumMildstedtNebelNeukirchenNieblumNiebüllNorddorf auf AmrumNorderfriedrichskoogNordstrandNordstrandNorstedtOckholmOevenumOldenswortOldersbekOlderupOldsumOldsumOstenfeld (Husum)Oster-OhrstedtOsterheverPellwormPellwormPellwormPoppenbüllRamstedtRantrumReußenkögeRisum-LindholmRodenäsSankt Peter-OrdingSchwabstedtSchwabstedtSchwesingSeethSimonsbergSollwittSönnebüllSprakebüllStadumStedesandStruckumSüderendeSüderhöftSüderlügumSüdermarschSyltTatingTetenbüllTinningstedtTönningTümlauer-KoogUelvesbüllUphusumUtersumViölVollerwiekVollstedtWeltWenningstedt-Braderup (Sylt)Wester-OhrstedtWesterheverWestreWinnertWischWitsumWittbekWittdün auf AmrumWitzwortWobbenbüllWrixumWyk auf FöhrKarte
Über dieses Bild

Kolkerheide (dänisch: Kolkhede, auch Kolkærhede[2], jütländisch: Kåldtjer'hie[3], nordfriesisch: Kolkerhii) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Kolkerheide befindet sich im Westen des Landschaftsbereichs Schleswigsche Geest zwischen Bredstedt und Viöl. Historisch war es Teil der Nordergoesharde. Der Flusslauf der Ostenau bildet die südliche Gemeindegrenze zu Drelsdorf und Norstedt ab.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Kolkerheide grenzen folgende direkt anliegende Gemeindegebiete:

Joldelund
Joldelund Nachbargemeinden Löwenstedt
Drelsdorf Norstedt

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname wurde erstmals 1499 dokumentiert und bedeutet Heide von Koldkær. Wie die dänisch-mundartliche Form zeigt, liegt als Bestimmungswort ein Flurname (Koldkjær oder Koldkær) in der Bedeutung kalter Bruch, kaltes Kratt zu dän. kold und kær (für Feucht- oder Sumpfgebiet) vor.[4] Möglich ist auch eine Deutung zu altnordisch kol für Kohle. Eventuell wurde hier Kohle gewonnen.[5]

Der Ort ist traditionell Teil des Kirchspiels Joldelund (Joldelund Sogn). Bis zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864 war der Ort als Lehen des Königreichs Dänemark Teil des Herzogtums Schleswig.

Am 1. April 1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Joldelund aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch Kolkerheide.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da die Gemeinde weniger als 70 Einwohner hat, hat sie eine Gemeindeversammlung anstelle einer Gemeindevertretung. Dieser gehören alle wahlberechtigten Bürger der Gemeinde an.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Hans-Günther Thordsen erneut zum Bürgermeister gewählt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Von Grün und Gold mit fünf kleinen Gegenspickel schräglinks geteilt. Oben ein goldener Bienenkorb, unten ein schwarzer Rinderkopf.“[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Jedoch sterben viele Betriebe aufgrund der wirtschaftlichen Situation langsam aus. Bei den meisten Höfen wird die neue Generation den Familienbetrieb nicht übernehmen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kolkerheide liegt abseits vom Bundesfernstraßennetz in einer stark ländlich ausgeprägten Umgebung. Der Anschluss des Dorfes erfolgt überwiegend mittels Auto über die durch den Ort führende Landesstraße 281 zwischen Haselund und Goldebek. In Haselund befindet sich der Übergang zur Bundesstraße 200. Daneben gibt es alternativ auch eine Querverbindung zur weiter südlich verlaufenden L 28 zwischen Bredstedt (Übergang zur Bundesstraße 5) und Viöl (B 200).

Im ÖPNV ist Kolkerheide über die Regionalbuslinie R125 an Flensburg und Bredstedt mit dem dort verkehrenden Bahnverkehr auf den Strecken Flensburg–Neumünster und der Marschbahn angebunden. Darüber hinaus ist die Gemeinde in das Rufbusgebiet Joldelund eingebunden.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kolkerheide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, København 1867, S. 232
  3. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 402
  4. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Auflage, Neumünster 1992, S. 402
  5. Johannes Kok: Det danske folkesprog i Sønderjylland, Band 2, København 1867, S. 232
  6. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein (Hrsg.): Die Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 1867 – 1970. Statistisches Landesamt Schleswig-Holstein, Kiel 1972, S. 251.
  7. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  8. Flyer Rufbusgebiet Joldelund. (pdf) Abgerufen am 3. November 2019.