Kollegah

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Kollegah (2015)

Kollegah (bürgerlich Felix Blume; * 3. August 1984 in Friedberg)[1] ist ein deutscher Rapper, der auf seinem eigenen Musiklabel Alpha Music Empire veröffentlicht.

Leben

Kollegah beim Out4Fame-Festival 2016

Blume wurde als Sohn eines kanadischen Vaters und einer deutschen Mutter in Friedberg (Hessen) geboren und verbrachte seine Jugend teilweise vaterlos. Er wuchs in Simmern/Hunsrück auf und besuchte dort das Herzog-Johann-Gymnasium.

Blume war zeitweise als Übersetzer tätig. Nach 2003 ließ er seine Übersetzertätigkeit für seine beginnende Rap-Karriere ruhen, die er unter dem Pseudonym T.O.N.I. begann. 2008 erklärte er in einem Interview, er sei durch seinen algerischen Stiefvater in Kontakt mit dem Islam gekommen, habe sich darüber informiert und sei daraufhin als 15-Jähriger gläubiger Muslim geworden. Sein Künstlername „Kollegah“ sei auf seinen Stiefvater zurückzuführen.[1] Bis 2005 rappte er auch unter dem Künstlernamen Young Latino.[2]

Kollegah studiert seit 2009 Jura an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.[3] Dort erschien er nach eigenen Angaben allerdings nur zu den Klausuren[4] und erwarb sich bis 2014 Scheinfreiheit.[5] In einem am 7. November 2018 von Backspin auf Youtube veröffentlichten Interview ließ Kollegah verlauten, dass er sein Studium endgültig abgebrochen hat, um sich vollends auf seine Künstlerkarriere konzentrieren zu können.

Musikalischer Werdegang


   Übersicht der RBA-Battles   
Jahr Ergebnis Gegner
2004 13:3[6] Sorgenkind
15:7[7] Guybrush Threepwood
11:2[8] eFTsEkaWE
2005 12:5[9] Dollar Bill
12:2[10] Merlin
11:7[11] NoMell
14:15[12] dekz
8:4[13] Teitam Maik
16:10[14] Vito Vitality
5:12[15] Guybrush Threepwood
12:15[16] JohnnyDerDon
12:1[17] Muchacho
12:5[18] Kah-Ohh-Beh
12:6[19] dekz
8:4[20] The Reaser
6:15[21] kri'Z
0:0[22] DaX
0:0[23] Christian Flash
0:0[24] Zee4
0:0[25] PapaDog

2004–2006: Das Zuhältertape und Boss der Bosse

Kollegah (2007)

Von Dezember 2004 bis Mai 2005 war er im Internetportal Reimliga Battle Arena aktiv.[26] Dort gewann er 13 seiner 16 bewerteten Battles und bestritt außerdem 4 Bonusbattles, in denen kein Sieger bestimmt wurde. Innerhalb kurzer Zeit konnte er dort einen hohen Stellenwert erreichen.[27] Im Jahre 2005 trat Blume unter dem Namen Kollegah beim Bundesländerbattle für Hamburg an.[28] Sein erstes Mixtape, das Zuhältertape, veröffentlichte er im Juli 2005 und bot es frei zum Download an.[29] Er stand seit 2005 bei dem Label Selfmade Records unter Vertrag.[30] Am 29. Dezember des gleichen Jahres veröffentlichte er dort das Zuhältertape X-Mas Edition, ein Re-Release seines ersten Mixtapes.[31] Am 9. Juli 2006 publizierte er sein zweites Mixtape Boss der Bosse[31], welches vom Hip-Hop-Magazin Juice zum Mixtape des Monats ernannt wurde.[32] Die Hälfte der Beats auf diesem Tonträger stammen von dem Produzenten Rizbo.[33] Kritisiert wurde Kollegah für einen schwachen Auftritt beim Hip-Hop- und Reggaefestival Splash Anfang 2006.[27][34][35] Er selbst rechtfertigt dies damit, dass er unvorbereitet aufgetreten sei und es sich um seinen allerersten Liveauftritt gehandelt habe.[27]

2007–2011: Alphagene, Kollegah, erstes Kollaboalbum mit Farid Bang und Bossaura

Im September 2007 sollte ursprünglich sein erstes Solo-Album mit dem Titel Alphagene über Selfmade Records erscheinen. Aufgrund eines Strafprozesses gegen Kollegah wegen Drogenbesitzes wurde das Release auf den 16. November verschoben. Kollegah war in Bad Kreuznach im Besitz von Amphetamin und Kokain gewesen[36] und wurde deswegen vor Gericht verurteilt.[37] Am 23. Oktober 2007 war erstmals ein Video von Kollegah in der MTV-Show Urban TRL wählbar. Der zum Lied Kuck auf die Goldkette 2007 gedrehte Clip konnte mehrere Male Platz 1 der TRL-Most-Wanted-Charts erreichen. Die beiden Musikstücke Showtime Again und Sommer vom Mixtape Boss der Bosse wurden in dem Spielfilm Nachtspuren verwendet.[38] Am 29. August 2008 veröffentlichte Kollegah sein zweites, nach sich selbst benanntes Studioalbum Kollegah, mit welchem er Platz 17 in den deutschen Albumcharts belegen konnte. Im Jahre 2009 veröffentlichte der Rapper neben seiner Beteiligung an dem Selfmade-Records-Labelsampler Chronik 2 und dem Kollaboalbum Jung, brutal, gutaussehend mit Farid Bang außerdem den dritten Teil seiner „Zuhältertape“-Reihe. Im Jahr darauf brachte Selfmade Records alle drei „Zuhältertape“-Teile im Rahmen einer limitierten Box neu heraus. Dieser Box war außerdem das Hoodtape Volume 1 beigelegt, das kurz vor Weihnachten 2010 als Hoodtape Volume 1 X-Mas Edition wiederveröffentlicht wurde. Während der Mittelfinger Hoch Tour, welche Kollegah mit seinen damaligen Labelkollegen Casper, Favorite, Shiml und MontanaMax spielte, stürmten während des Auftritts in Berlin fünf Männer auf die Bühne und griffen Shiml und MontanaMax an.[39] Kollegahs am 14. Oktober 2011 veröffentlichtes drittes Soloalbum Bossaura erreichte Platz 5 der deutschen Albumcharts.

2012–2015: JBG 2, King und viertes Zuhältertape

Kollegah und Farid Bang (2012)

Vor Veröffentlichung des zweiten Kollaboalbums Jung, brutal, gutaussehend 2 mit Farid Bang am 8. Februar 2013 wurden Single-Auskopplungen des Albums zum Download freigegeben. So gelangten neben Dynamit und Drive-By auch Du kennst den Westen und Stiernackenkommando in die deutschen Verkaufscharts. Mit dem Album selbst erreichte Kollegah zum ersten Mal die Spitze der deutschen Charts. Im Februar 2013 berichtete Media Control, dass sich in den vergangenen fünf Jahren kein anderes Hip-Hop-Album in der ersten Woche so gut verkauft habe wie Jung, brutal und gutaussehend 2. Das Album konnte rund 80.000 Einheiten in der ersten Woche absetzen.[40] Spiegel Online kommentierte unter der Überschrift „Der deutsche Gangster-Rap ist zurück“, dass Farid Bang und Kollegah damit an verflossene Großzeiten der Gangsta-Rapper um das Aggro-Berlin-Label anknüpften.[41]

In der Phase der Musikpromotion zu seinem vierten Studioalbum King eröffnete Kollegah seinen eigenen YouTube-Kanal Bosshaft TV, auf dem er unter anderem zahlreiche Videoblogs und eine wöchentliche Late-Night-Show zeigte. Das Album erschien am 9. Mai 2014, erreichte durch über 100.000 Verkäufe innerhalb von 24 Stunden Gold-Status. Es setzte sich damit an die Spitze der deutschen, österreichischen und schweizerischen Charts. King wurde bereits in der ersten Verkaufswoche Kollegahs erfolgreichstes Album und brach diverse Verkaufsrekorde.[42] King konnte sich über 315.000 Mal verkaufen.

Am 23. Oktober 2015 kündigte Kollegah mit dem Song Genozid die Veröffentlichung des vierten Teils der Zuhältertapes an. Dieses am 11. Dezember 2015 erschienene Produkt schaffte es innerhalb einer Woche an die Spitze der deutschen Albumcharts, wobei es – noch vor Weihnachten 2015 – Helene Fischers Weihnachten auf Platz 2 verdrängte.[43] Mit der Veröffentlichung des Zuhältertapes erreichten auch 17 Lieder des Albums die deutschen Singlecharts, was ein Rekord in der Chartgeschichte darstellt.[44]

Seit 2016: Imperator und Abschluss der JBG-Trilogie

Kollegah mit einem Dobermann bei der 1Live Krone 2015

Im März 2016 gründete Kollegah sein eigenes Label Alpha Music Empire. Als erstes Signing wurde der Rapper Seyed bekannt gegeben, dessen Debütalbum Engel mit der AK am 3. Juni 2016 erschien.[45] Engel mit der AK schaffte es auf Platz 3 der offiziellen deutschen Album-Charts.[46]

Am 2. September 2016 kündigte er sein sechstes Studioalbum, Imperator, an, welches am 9. Dezember 2016 erschienen ist. Dieses wurde bei Alpha Music Empire veröffentlicht und ist somit die erste Veröffentlichung von Kollegah, die nicht bei Selfmade Records erschienen ist.[47] Am selben Tag veröffentlichte er auf der Videoplattform YouTube den Disstrack Fanpost 2, der vom Label Maskulin nach 20 Minuten wieder gesperrt wurde.[48] Zudem ist Kollegah mit 400 Millionen Streams der meistgestreamte Künstler aller Zeiten in Deutschland auf Spotify.[49]

Am 10. März 2017 veröffentlichte er den Freetrack Legacy[50] und kündigte gleichzeitig ein gleichnamiges Best-of-Album an, welches am 14. Juli 2017 erschien.[51][52]

Anfang September 2017 kündigten Kollegah und Farid Bang Jung Brutal Gutaussehend 3 an. Ende September erschien mit Sturmmaske auf (Intro) die erste Single des Albums, mit dem sie die Spitze der deutschen Charts erreichten. Jung Brutal Gutaussehend 3 erschien am 1. Dezember 2017 und konnte acht Tage vor der offiziellen Veröffentlichung den Goldstatus in Deutschland erreichen.[53] Mit knapp 30 Millionen Streams in der ersten Verkaufswoche sowie 17 gleichzeitigen Top-50-Platzierungen in den Singlecharts, darunter acht Top-20-Hits, stellte das Album mehrere Rekorde auf. Zudem konnte Kollegah mit den neuen Einstiegen insgesamt 87 verschiedene in den deutschen Singlecharts platzierte Songs vorweisen, womit er ebenfalls einen Rekord aufstellte.[54] Am Abend des 12. April 2018 gewannen Kollegah und Farid Bang den Echo in der Kategorie Hip-Hop/Urban National.[55] Sie traten mit dem Titel All Eyez On Us auf und kündigten eine Neuauflage des Albums mit dem Titel Jung, brutal, gutaussehend 3 (Platin war gestern) an.[56] Im Juni 2018 wurde die Veröffentlichung des Album auf August 2018 verschoben. Das Album sollte ursprünglich aus zwei Eps bestehen; Älter Brutaler Skrupelloser und die Nafri-Trap Ep, Vol. 1. Letztere wurde am 29. Juni über diverse Streamingportale veröffentlicht. Die Älter Brutaler Skrupelloser-Ep wurde zu einem 15-Track Album erweitert und erschien unter dem Namen Platin war gestern am 17. August 2018.[57]

Am 19. September 2018 erschien sein erstes Buch Das ist Alpha! Die 10 Boss-Gebote im Riva Verlag.[58] Am 1. Oktober 2018 kündigte er sein siebtes Studioalbum, Monument, an, welches am 7. Dezember 2018 erscheinen soll.[59]

Stil und Botschaft

Musikalisch ist Kollegah besonders für seine Punchlines, seine Reimketten sowie seine Doubletime-Raptechnik bekannt. Kollegahs Stil lehnt sich stark an den Gangsta-Rap an, wobei er ihn selbst anfangs als Zuhälterrap bezeichnete. Diesen Begriff lehnte er allerdings in einem Interview ab und stellte ihn als bloße Übertragung des amerikanischen Begriffs pimp rap ins Deutsche dar.[60] Mittlerweile orientiert sich Kollegah auch am Storytelling-Rap, was auf dem Album Hoodtape Volume 1 deutlich wird und sich auch bei seiner ersten Single Alpha oder dem Lied Regen von seinem 2014 veröffentlichten Album King ebenfalls bemerkbar macht.[1]

Kollegah beim Videodreh zu Big Boss, 2008

Zu seiner Musikpromotion gehört das ostentativ zur Schau gestellte, durchsichtig vorgetragene Rollenspiel als „der Boss“ und „Westdeutschlands King“, der sich mit Statussymbolen und devotem Personal umgibt, insbesondere einem Butler namens „Frederic“ und „Pasa“, seinem bosnischen Leibwächter.[61] Mit ironischer Vorliebe werden dabei Stereotype gezeigt, die die Lebenswelt eines Bosses der organisierten Kriminalität imaginieren.

Kollegahs „Porno- und Gangsta-Rap“ setzt auf kalkulierte Grenzüberschreitungen, Provokationen und Tabubrüche, die als Teil seiner Marketingstrategie gelten. Kontinuierlich stießen bestimmte Aussagen seiner Texte auf Kritik und erzeugten Konflikte um seine Auftritte. Hauptkritikpunkte sind Egozentrik, Gewaltverherrlichung, Frauenverachtung, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Diskriminierung bedrohter Menschengruppen. Kollegahs Verteidiger verweisen dagegen auf seine künstlerische Ausdrucksfreiheit, fehlende Indizierung seiner Texte und besondere Stilmittel des Battle-Raps.[62] Nach eigener Aussage versucht Kollegah in seinem Rap Ideale wie Zielstrebigkeit, Ausdauer und Geduld sowie körperliche und geistige Fitness für ein „sauberes und erfolgreiches Leben“ zu vermitteln.[63]

Kollegah erklärte in YouTube-Videos als Muslim den Unterschied zwischen Koran und Bibel. 2003 übersetzte er das Buch Tod – Auferstehung – Hölle des türkischen Kreationisten Harun Yahya vom Englischen ins Deutsche. 2015 sprach er sich gegen die Evolutionstheorie aus.[64]

Kritik

Sexismus und Homophobie

Kollegah in München (2015)

Am 16. Dezember 2011 sollte Kollegah in Bielefeld auftreten. Wegen frauenverachtender, sexistischer, reaktionärer und Homosexuelle diskriminierender Bestandteile seiner Raptexte forderten die Studierendenausschüsse der Universität Bielefeld, der Fachhochschule Bielefeld und weitere Gruppen den Veranstalter im November 2011 mit einem Offenen Brief zur Absage des Konzerts auf. Dieser lehnte die Absage mit Verweis auf erhoffte Einnahmen ab.[62] Infolge des Konflikts stieg die Nachfrage nach Konzerttickets, so dass der Veranstalter das Konzert in einen größeren Saal verlegte. Die Zeitung Neue Westfälische (NW) ließ ihre Leser diskutieren: Die meisten befürworteten den Auftritt und sahen die kritisierten Texte als „Satire“ oder „Ghetto-Geprotze“. Der Medienpädagoge Uwe Sander bezweifelte, dass alle Hörer eine satirische Tendenz verstünden, da Rapper bewusst Grenzen überschritten.[65]

Im selben Monat forderten in Bremen das Mädchenkulturhaus (MKH), die lokale DGB-Jugend, die Landesgleichstellungsstelle und eine Schwulen-Initiative die Absage eines Kollegah-Konzerts. Blume schreibe „ausschließlich abscheuliche Texte, in denen Frauen und nicht heterosexuell Orientierte bis zum tiefsten denkbaren Niveau degradiert und beleidigt werden“. Die Tageszeitung (taz) zitierte als Beispiele:

„Ich bau Aggressionen ab durch Vergewaltigungen von Bordsteinschlampen“; „Kid, ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Nein, ich habe nie ne minderjährige Bitch missbraucht. […] Nutte, was? Ich komm mit ner Horde Hunde plus Zuhältern, die dich ermorden, Tunte. […] Toni, ich beauftrage erlaubte Vergewaltigung von Bordsteinschlampen.“

Der Veranstalter forderte daraufhin eine Stellungnahme Kollegahs an, erklärte jedoch zugleich, seine Texte seien nur im Kontext des szeneüblichen „Battle Raps“ zu verstehen. Aussagen wie „muttergefickte Schlampe“ und „der ‚stockschwule Rapper‘“ bezögen sich immer auf einen anderen, dem Publikum bekannten Rapper. Die Kritiker erklärten, für frauen- und schwulenfeindliche Sprachbilder sei es „völlig egal, wer der Adressat der Beleidigung ist“. Man müsse Kollegahs Musik nicht verbieten, ihm aber „deswegen noch lange keine Bühne geben“. Kritik an menschenverachtenden Texten bleibe notwendig, auch wenn sie indirekt zur Popularität Kollegahs beitrage. Der Bochumer Soziologe Martin Seeliger erklärte: Auch im Rahmen des deutschen Gangsta-Raps überzeichne Kollegah sehr stark. Weil er als „reine Kunstfigur ohne Straßenvergangenheit“ in der Szene weniger anerkannt sei als andere Rapper, begehe er den „kalkulierten Tabubruch“ der Herabwürdigung von Minderheiten. Dass Kollegah dabei nur andere Rapper dissen wolle, sei eine „bewusst geschönte“ Darstellung seiner Tourmanager. Seine Konzerte zu skandalisieren oder Verbote anzustreben, besorge jedoch nur sein Geschäft.[66] Nachdem Veranstalter und Tourmanager die Konzertabsage abgelehnt hatten, beantragten Bremens Jugendamt und die Frauenbeauftragte Ulrike Hauffe bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, frauen- und schwulenfeindliche Lieder Kollegahs auf den Index setzen zu lassen.[67] Infolge dieses Antrags wurde das Album Jung, brutal, gutaussehend im Juni 2012 indiziert.[68]

Sein Song Ave Maria, in dem er sich vorstellt, einer „Bitch“ beim Geschlechtsverkehr das Steißbein zu brechen, wurde als frauenfeindliche Gewaltverherrlichung und Verantwortungslosigkeit im Blick auf das zum Teil minderjährige Publikum kritisiert. Der Journalist Jens Balzer sagte dazu: „Er ist lediglich ein zynischer Mensch, der auf seinen Zynismus sehr stolz ist.“[69]

Verschwörungstheorien und Antisemitismus

In seinem „Zuhältertape Volume 3“ (2009) widmete Kollegah einen Song der „Endlösung der Rapperfrage“: Dies beurteilte etwa Gerhard Strate als Verhöhnen von Opfern des Holocaust, den die Täter „Endlösung der Judenfrage“ nannten. Kollegahs „Zuhältertape Vol. 4“ (2016) enthält Aussagen wie „Nutte, Zeit, dass du Putzlappen befeuchtest / Ich bring Schusswaffengeräusche wie die Schutzstaffel der Deutschen“ oder „Kid, es ist der Boss, der für ’ne Modezeitschrift Posen einnimmt wie die Wehrmacht, die in Polen einschritt.“[70]

In seinem Song N.W.O. (2013) thematisiert er die Verschwörungstheorie einer Neuen Weltordnung. Der Text spricht von Präsidenten als Marionetten einer „mächtigen Minderheit“ und Kriegen „unter dem zufriedenen Blick des allsehenden Auges“. Der Antisemitismusforscher Uffa Jensen sieht im Einstreuen solcher Symbole ein „Spiel mit antisemitischen Versatzstücken“, das den Antisemitismus nach 1945 kennzeichne.[71]

2016 veröffentlichte Kollegah den Song „Apokalypse“. Im Musikvideo dazu stellte er die Menschheitsgeschichte als Kampf von „Gut“ gegen „Böse“ dar. Im Video trägt das Böse in Gestalt des Teufels einen Ring mit Davidstern. Die apokalyptische Endschlacht mit Kollegah, Repräsentant des Guten, findet in Ostjerusalem statt. Der zu besiegende Bösewicht sitzt in einem Bankenturm. Höhepunkt des Videos ist eine Bücherverbrennung. Nach der Befreiung vom Bösen zählt Kollegah „Buddhisten, Muslime und Christen“ auf, die ohne Juden die zerstörte Welt wiederaufbauen.[72] Laut Liedtext kontrollieren die „Illuminaten“ die „Politik und US-Präsidenten“ mit schwarzer Magie und lenken die „Geschicke der Welt geschäftsmännisch“. Zwar würden „Buddhisten, Muslime und Christen gemeinsam die zerstörten Städte wieder errichten“, aber die gefährlichen schwarzen Bücher müssten auf dem Scheiterhaufen landen.[73] Das Musikvideo wurde von YouTube entfernt.

In der WDR-Dokumentation Die dunkle Seite des deutschen Rap vom 28. März 2018 kritisierten verschiedene Wissenschaftler diese Elemente des Videos als antisemitisch. Kollegah erklärte dazu, der sechseckige Stern auf dem Teufelsring sei als magisches Symbol viel älter als das Judentum. Auch Szenekenner, denen die WDR-Kritik zu weit ging, kritisierten, er habe in unterhaltsamen Verschwörungstheorien übliche antisemitische Bilder „wiederholt und verbreitet“.[74] Daniel Dillmann (Frankfurter Rundschau) sieht „in der Struktur, in der Kapitalismus- und Bankenkritik und in der Sprachfarbe des Raps“ Antisemitismus. Dieser gehöre bei Kollegah wie bei anderen deutschsprachigen Rappern zum „ästhetischen Code“, der als „institutionalisierter Normbruch“ in einer teilweise antisemitischen Gesellschaft gerechtfertigt werde.[73]

Leon Dische Becker (Der Freitag) reiht den Song und das Video in eine Entwicklung Kollegahs weg von anfänglicher Selbstironie hin zu ausgedehnten politischen Verschwörungstheorien ein: Der Song wolle wie schon der frühere Kollegah-Song „N.W.O.“ den Einfluss satanistischer Mächte enthüllen. Die darin als weltbeherrschend beschriebenen 13 jüdischen Familien von Babylon über König Salomo bis zu den Illuminaten habe Kollegah aus Fritz Springmeiers Werk Bloodlines of the Illuminati entnommen. Es beschreibe diese Familien, darunter die Rothschilds, als Werkzeuge des Teufels und verweise wie Kollegah auf das vorjüdische Alter des sechseckigen Sterns. Die antisemitischen „plumpen Anspielungen“ in Kollegahs Video seien auf bei seinen Fans verbreitete Überzeugungen und eine Medienreaktion angelegt. Dafür spreche auch das anschließend veröffentlichte Video Hardcore mit Nazi-Symbolik. In der deutschen Rapszene habe nur die Antilopen Gang das kritisiert („Unterdessen hat ein deutscher Rapper wieder etwas hingepfuscht/ Und klärt uns auf mit Geheimwissen im Interview/ Die Zionisten-Weltverschwörungswürfel sind gefallen/ Jeder sagt es aber meint danach man dürfe es nicht sagen.“)[75]

Ende November 2016 veröffentlichte Kollegah das Video Kollegah in Palästina (Eine StreetCinema Dokumentation) auf seinem YouTube-Kanal. Darin zeigt er seine Reise durch Palästinensische Autonomiegebiete, bei der er die Sperranlagen zwischen Israel und dem Westjordanland besichtigte, das Flüchtlingslager Al-Amari besuchte und eine Schule unterstützte. Die Darstellung wurde in deutschen Medien stark kritisiert. Der Rapper und Musikproduzent Marcus Staiger meinte, das Video sei eine Selbstinszenierung, keine Dokumentation oder Reportage. Kollegah benutze Palästinenser nur als Stichwortgeber für sein rassistisches Konzept von Entwicklungshilfe: „Der weiße Mann packt an und die lila Scheine aus, fährt los und regelt das“. Er blende die Ursachen der Armut in den Autonomiegebieten und der tödlichen Zusammenstöße an israelischen Grenzübergängen aus, präsentiere sich als Staatsgast, lasse Frauen und Mütter kaum zu Wort kommen und ziele mit vielen anti-israelischen Hinweisen auf Beifall seiner Anhänger und Feinde.[76] Die Autorin Sibylle Berg kritisierte, dass Kollegah den Staat Israel nicht besucht hatte und das Video keine Villen im Gazastreifen, keine verarmten Israelis, keine Palästinenser in Israels Regierung und keins der vielen Projekte für israelische und palästinensische Jugendliche zeigte. Statt die Komplexität des Nahostkonflikts einzufangen, habe Kollegah seine Anhänger nur mit Vorurteilen gegen Israel gefüttert und die Chance verpasst, zum Abbau des wechselseitigen Hasses beizutragen.[77]

Im Disstrack HS.HC des Rappers PA Sports, der sich unter anderem gegen den jüdischen Rapper Sun Diego richtet, übernahm Kollegah den Refrain, der den abgekürzten Titel auflöst: „Deutscher Rap sieht homo aus, ’ne Modenschau von Yoloclowns, Schluss mit den Faxen – Hurensohn-Holocaust.“[78] Sun Diego hatte 2011 Kollegahs umstrittenes Album Bossaura produziert, danach waren die beiden in Streit geraten.[79]

Im Januar und Februar 2017 kritisierten Axel Wintermeyer (CDU) für die hessische Landesregierung,[80] der Zentralrat der Juden in Deutschland und weitere Organisationen öffentlich, Kollegah propagiere in seinen Raptexten „Antisemitismus, Homophobie und Gewalt gegen Frauen“, Minderheiten und Schwächere. Daraufhin zog der Stadtrat von Rüsselsheim am Main eine Einladung an Kollegah zum Hessentag 2017 mit knapper Mehrheit wieder zurück.[81] Er verteidigte sich auf Facebook gegen den Antisemitismusvorwurf und erklärte, viele Kritiker verstünden immer noch nicht die Rolle des Battleraps.[82]

Im März 2017 versicherte er in einem Gespräch mit dem Journalisten Shahak Shapira, der Komponistin Kat Kaufmann und dem Rapperkollegen Ali As, er sei kein Antisemit und kritisiere nur Israels Politik, die er strikt vom jüdischen Glauben trenne. Jeder Mensch sei gleich viel wert und er beurteile ihn nur nach seinem Charakter, nicht nach Herkunft oder Ethnie. Eine als antisemitisch kritisierte Textzeile aus dem Song „Sanduhr“ („Ich leih dir Geld, doch nie ohne 'nen jüdischen Zinssatz mit Zündsatz“) stamme nicht von ihm. Er sehe sich nicht als homophob oder frauenfeindlich, weil entsprechende Texte im Battlerap gängiges Stilmittel zum Herabsetzen der Gegner seien. Er kritisierte antisemitische Klischees mancher Fans und meinte, nur „ihr“ (die Juden) sähen sich anders als andere Gruppen „in der Opferrolle“. Shapira kritisierte, dass Kollegah antisemitische Facebookkommentare von Fans nicht habe löschen lassen. Das Gespräch wurde auf Kollegahs YouTube-Kanal veröffentlicht und sollte fortgesetzt werden.[83]

Im Dezember 2017 veröffentlichte er mit Farid Bang das Album Jung Brutal Gutaussehend 3 mit dem Disstrack 0815. Darauf rappt Farid Bang unter anderem: „Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen“ – „Mache wieder mal ’nen Holocaust, komm an mit dem Molotow.“ Im von Kollegah gereimten Refrain heißt es: „Dieses Album kommt, weil ihr wieder Ansagen braucht / Fuck mich ab und ich stopfe dir ’ne Pumpgun ins Maul / Dreißig Kilo auf dem Rücksitz, Schlampe / JBG 3, keine 08/15-Bande.“[84] Ein Rezensent von Rap.de urteilte: Auch unter rein rhythmisch-poetischen Aspekten seien die Reime schlecht. Die „makaberen Zeilen“ des Albums seien meist nur „ein stumpfer Schocker“ ohne Pointe und doppelbödigen schwarzen Humor, „nur um sein fades Album aussehen zu lassen wie eine mutige, tabulose Grenzüberschreitung“. Damit versuchten die Rapper krampfhaft anzuecken, um sich ihrem Ruf gemäß „als respektlose Kerle mit losem Mundwerk und lässig-niedriger Hemmschwelle zu inszenieren“. Diese rhetorischen Mittel seien musikhistorisch ausgereizt, berechenbar, erzwungen, substanzlos und daher aktuell nur noch peinlich.[85]

Das Album wurde wegen hoher Verkaufszahlen für die Echoverleihung 2018 nominiert. Wegen der als antisemitisch beurteilten Holocaustvergleiche forderten die Bildzeitung und weitere deutsche Medien ab April 2018 den Ausschluss beider Rapper vom Echo. Auf Kritik der Holocaustüberlebenden Esther Bejarano entschuldigte sich Bang bei ihr, verwies aber zugleich auf tausende Hörer, die die Zeilen nicht als „rassistisch oder hetzend“ empfänden. Kollegah ließ antisemitische Fan-Aussagen auf seiner Facebookseite unkommentiert stehen.[84] Er rief seine Fans mit mehreren Videos auf, endlich die Macht der „Mainstream-Medien“ zu brechen und sich nicht weiter „verarschen“ zu lassen. Er bot jedem Journalisten 25.000 Euro für „objektive“ Berichte über die Falschmeldung „Pizzagate“ an und lud alle Juden kostenlos zu seinen Konzerten ein.[86] Die Erstausgabe des Ansage-Videos an die Medien enthielt eine antisemitische Karikatur, die Juden mit Hakennasen als Kontrolleure der Federal Reserve Bank, der Wall Street, der sozialen Medien, von Hollywood und Fernsehen, der Justiz, der „Krebs-Industrie“ und der „Pornografie-Industrie“ zeigten. Kollegah erklärte, das Video mit der Grafik sei ohne sein Wissen erstellt worden, und ließ die Karikatur in späteren Versionen unkenntlich machen.[87]

Der Journalist Jens-Christian Rabe (Süddeutsche Zeitung – SZ) kritisierte, dieser Umgang mit Kritik erwecke den „Eindruck einer gruseligen Mischung aus Gewissen- und Verantwortungslosigkeit gepaart mit geschäftlichen Kalkül und verblüffend trotziger Dummheit.“ Am 7. April 2018 missbilligte der Bundesverband Musikindustrie die Wortwahl auf dem Album, erklärte dessen Nominierung jedoch im Rahmen der Kunstfreiheit für zulässig.[84] Dennis Sand (Die Welt) meinte: „Ob Kollegah wirklich ein Antisemit ist oder ob er nur aus Fahrlässigkeit und Unwissen antisemitische Stereotype verbreitet hat, ist an dieser Stelle nicht nachzuvollziehen. Dafür bedarf es eines Dialoges.“[88]

Am 12. April 2018 (dem Holocaustgedenktag in Israel) erhielten Kollegah und Bang den Echo für das Album JBG 3. Von den Gästen kritisierte nur Campino ihre Texte: „Wenn es um frauenverachtende, homophobe, rechtsextreme und antisemitische Beleidigungen geht“, sei für ihn die Grenze der Kunstfreiheit überschritten. Kollegah zeichnete währenddessen eine Karikatur Campinos, die er dann zeigte. Aus Protest gegen die Preisvergabe gaben mehrere frühere Empfänger ihren Echopreis zurück, darunter der Bassist Klaus Voormann, das Notos Quartett, der Dirigent Enoch zu Guttenberg, der Rockmusiker Marius Müller-Westernhagen und der jüdische Pianist Igor Levit. Dieser erklärte, die Vergabe sei „ein vollkommen verantwortungsloser, unfassbarer Fehltritt der Echo-Jury“: „Antisemitischen Parolen eine solche Plattform und Auszeichnungen zu geben, ist unerträglich.“ Zu den Kritikern gehörten auch die Rockmusiker Peter Maffay, Wolfgang Niedecken[89] und einige Politiker. Der Dirigent Daniel Barenboim kündigte die Rückgabe sämtlicher Echos der von ihm geleiteten Staatskapelle Berlin und des West-Eastern Divan Orchestra an. Der Beschluss sei gefallen, weil eine angemessene Reaktion der Echopreisverleiher auf die Albumtexte ausgeblieben sei. Diese seien eindeutig „antisemitisch, frauenfeindlich, homophob und allgemein menschenverachtend“.[90]

Der Musikmoderator Peter Illmann forderte, das Album zu boykottieren. Der Bundesverband Musikindustrie bezeichnete den Preis für das Album nachträglich als „Fehler“ und kündigte eine Reform des Echopreis-Verfahrens an. Der Deutsche Kulturrat und der Präsident des Deutschen Musikrats Martin Maria Krüger traten aus dem Echo-Beirat aus. Ein Hauptsponsor des Echopreises zog sich wegen der Holocaustvergleiche zurück, ein weiterer forderte eine Aufarbeitung vom Veranstalter. Die Bertelsmann-Tochterfirma BMG Rights Management, die das Album mitproduziert hatte und verkauft, verteidigte es; dass viele das Album gekauft hätten, bedeute, sie seien durch den Text „nicht so sehr verletzt worden“.[91] Am 19. April 2018 erklärte BMG, man lasse die Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang ruhen. Der Vorstandschef entschuldigte sich „bei den Menschen, die sich verletzt fühlen.“ Er kündigte an, BMG werde eine Kampagne gegen Antisemitismus an Schulen mit rund 100.000 Euro fördern.[92]

Manche Kommentatoren kritisierten die Echopreisrückgaben und Kritiken als verspätet; schon die Nominierung des Albums hätte solche Reaktionen erfordert.[93] Die Antilopen Gang erklärte, die Zeile über Auschwitz sei tatsächlich eine im Battlerap übliche Punchline. Mit der Empörung darüber wichen die „wieder gut gewordenen Deutschen, bekanntlich stolz auf ihre Erinnerungskultur“, der notwendigen Debatte über den massenhaften Verkauf „reaktionärer Inhalte“ in der Musikindustrie aus: „Eine Diskussion über den Antisemitismus von Kollegah, der an Chemtrails und Pizzagate, aber nicht an die Evolution glaubt, findet in der aktuellen Debatte überhaupt nicht statt.“ Kollegah gehe es kaum noch um HipHop oder Kunst. Er verhalte sich bei YouTube „mittlerweile wie ein faschistischer Agitator“ und schüre dort den „Volkszorn gegen die Mächtigen, die Medien und andere Feinde“. Nur die WDR-Dokumentation habe auf die „verschwörungsideologischen Songs“ Kollegahs und anderer deutscher Rapper verwiesen.[94] Am 25. April 2018 entschied der Bundesverband Musikindustrie, den Echopreis durch ein anderes Preisverfahren zu ersetzen. Man wolle nicht, dass der Preis als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen werde, und werde solch einen Fehler künftig verhindern.[95]

Wegen des Holocaustvergleichs in dem Song 0815 wurde eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen Kollegah, Farid Bang und den Vorstandschef von BMG Hartwig Masuch gestellt.[96] Am 16. Juni 2018 stellte die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein. Die angezeigten Liedtexte seien zwar voller vulgärer, menschen- und frauenverachtender Gewalt- und Sexfantasien, aber als Teil des Genres „Gangsta-Rap“ von der in der Verfassung verankerten Kunstfreiheit gedeckt. Die Textzeilen „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ und „Mache mal wieder 'nen Holocaust“ seien keine Leugnung, Billigung oder Verharmlosung des Holocausts und der NS-Herrschaft und keine Aufforderung zur Gewalt, sondern eine für den „Gangsta-Rap“ typische Glorifizierung von Kriminalität und Gewalt.[97]

Im Mai 2018 nahmen Kollegah und Farid Bang eine Einladung des Internationalen Auschwitz Komitees zu einem Besuch der Gedenkstätte Auschwitz an.[98] Am 7. Juni 2018 besuchten beide das KZ Auschwitz I (Stammlager) und legten dort Blumen für die Opfer nieder.[99] Im Oktober 2018 erklärte Kollegah in einem Interview, der Auschwitzbesuch habe ihn sehr verändert. „Wenn du mit eigenen Augen siehst, wie dort fabrikmäßig Menschen vergast wurden, vergisst du das nie.“ Er werde die Begriffe ‚Auschwitz‘ und ‚Holocaust‘ in Rap-Songs nie wieder benutzen und habe eingesehen, „dass das echt verletzend sein kann“.[100]

Andere Aktivitäten und Vorgänge

Bosstransformation

Im Januar 2014 brachte Kollegah unter dem Titel Bosstransformation sein eigenes Fitness- und Ernährungsprogramm auf den Markt. Er gab an, es sei ihm damit gelungen, seinen Körperfettanteil „von schwabbeligen 22 % auf staubtrockene 7 % zu senken und gleichzeitig erheblich Muskelmasse aufzubauen“.[101] Zu diesem Thema erschien am 1. April 2014 sein ironischer Rap-Song Von Salat schrumpft der Bizeps. Nach seinen Angaben führten über 10.000 Menschen das Ernährungsprogramm durch.[102]

Alpha Music Empire

Im September 2016 gründete Kollegah sein eigenes Label Alpha Music Empire. Zuvor war er bei Selfmade Records unter Vertrag.[103] Als erstes Signing wurde der deutsche Rapper Seyed bekanntgegeben.[104] Im August 2016 wurde bekanntgegeben, dass Kollegah sich mit Warner Music Group über einen Vertriebsdeal geeinigt hat.[105]

Tourneen

Kollegah spielte in seiner Karriere bis jetzt zehn Tourneen. Auf fünf war der deutsche Rapper Favorite vertreten.

Tourposter zur „Je mehr Testo besser Tour“
Tourposter zur „Live 2011 Tour“
Jahr Tournee Tourneedaten
2008 Alphagene Tour[106]
mit Favorite, Massimo & Tarek
7 Konzerte

  • 28. April – Köln
  • 29. April – Frankfurt
  • 30. April – Berlin
  • 1. Mai – Hamburg
  • 2. Mai – München
  • 3. Mai – Wien
  • 4. Mai – Stuttgart
2009 Mittelfinger Hoch Tour[107]
mit Casper, Favorite & Shiml
15 Konzerte

  • 8. April – Hannover,
  • 9. April – Berlin
  • 10. April – Dresden
  • 11. April – Weinheim
  • 12. April – Frankfurt
  • 15. April – Bremen
  • 16. April – Hamburg
  • 17. April – Köln
  • 18. April – Osnabrück
  • 19. April – Essen
  • 20. April – Stuttgart
  • 21. April – Nürnberg
  • 22. April – Fulda
  • 23. April – München
  • 25. April – München
2010 Teens for Cash Tour[108][109]
mit Favorite
20 Konzerte

  • 17. Februar – Hannover
  • 18. Februar – Osnabrück
  • 19. Februar – Kiel
  • 20. Februar – Hamburg
  • 22. Februar – Stuttgart
  • 23. Februar – Duisburg
  • 24. Februar – Frankfurt
  • 25. Februar – Würzburg
  • 26. Februar – Münster
  • 27. Februar – Köln
  • 2. April – Zürich
  • 11. April – Bremen
  • 16. April – Magdeburg
  • 17. April – Bochum
  • 23. April – Kassel
  • 24. April – Chemnitz
  • 27. April – Wien
  • 28. April – München
  • 29. April – Innsbruck
  • 29. April – Dornbirn
Je mehr Testo besser Tour[110]
mit Favorite
10 Konzerte

  • 12. November – Dresden
  • 13. November – Braunschweig
  • 18. November – Kiel
  • 19. November – Osnabrück
  • 20. November – Weinheim
  • 26. November – Lindau
  • 27. November – Saarbrücken
  • 15. Dezember – Fulda
  • 16. Dezember – Aachen
  • 17. Dezember – Kaiserslautern
2011 Live 2011 Tour[111]
mit Favorite
31 Konzerte

  • 14. Oktober – Aachen
  • 15. Oktober – Kaiserslautern
  • 16. Oktober – Frankfurt
  • 17. Oktober – Nürnberg
  • 18. Oktober – Augsburg
  • 19. Oktober – Wien
  • 20. Oktober – Graz
  • 21. Oktober – München
  • 22. Oktober – Konstanz
  • 23. Oktober – Köln
  • 25. Oktober – Osnabrück
  • 26. Oktober – Hamburg
  • 27. Oktober – Flensburg
  • 28. Oktober – Lübeck
  • 29. Oktober – Braunschweig
  • 30. Oktober – Dresden
  • 2. November – Hannover
  • 3. November – Düsseldorf
  • 4. November – Münster
  • 5. November – Weinheim
  • 6. November – Kassel
  • 9. November – Stuttgart
  • 10. November – Freiburg
  • 11. November – Zürich
  • 12. November – Basel
  • 13. November – Trier
  • 13. Dezember – Dortmund
  • 14. Dezember – Bremen
  • 15. Dezember – Fulda
  • 16. Dezember – Bielefeld
  • 17. Dezember – Koblenz
2013 JBG 2 Tour[112]
mit Farid Bang
12 Konzerte

  • 3. April – Hamburg
  • 4. April – Hannover
  • 5. April – Oberhausen
  • 6. April – Zürich
  • 7. April – Stuttgart
  • 8. April – Frankfurt
  • 9. April – München
  • 10. April – Nürnberg
  • 11. April – Wien
  • 12. April – Dresden
  • 13. April – Münster
  • 14. April – Köln
2014 King Tour[113]
23 Konzerte

  • 10. September – Frankfurt
  • 11. September – Saarbrücken
  • 12. September – Trier
  • 13. September – Köln
  • 14. September – Hamburg
  • 16. September – Hannover
  • 17. September – Kiel
  • 18. September – Rostock
  • 19. September – Leipzig
  • 20. September – Wien
  • 22. September – Nürnberg
  • 23. September – München
  • 24. September – Stuttgart
  • 26. September – Zürich
  • 27. September – Heidelberg
  • 28. September – Freiburg
  • 30. September – Osnabrück
  • 2. Oktober – Münster
  • 4. Oktober – Oberhausen
  • 5. Oktober – Magdeburg
  • 6. Oktober – Kassel
  • 7. Oktober – Würzburg
2016 Red Light Tour[114]
22 Konzerte

  • 17. März – München
  • 18. März – Nürnberg
  • 19. März – Stuttgart
  • 24. März – Berlin
  • 25. März – Hamburg
  • 31. März – Freiburg
  • 1. April – Oberhausen
  • 2. April – Köln
  • 16. April – Magdeburg
  • 17. April – Hannover
  • 21. April – Offenbach
  • 22. April – Kempten
  • 23. April – Zürich
  • 24. April – Heidelberg
  • 27. April – Innsbruck
  • 28. April – Luxemburg
  • 29. April – Würzburg
  • 30. April – Wien
  • 1. Mai – Ingolstadt
  • 5. Mai – Dresden
  • 6. Mai – Leipzig
  • 7. Mai – Bremen
2017 Imperator Tour[115]
19 Konzerte

  • 18. März – Leipzig
  • 19. März – München
  • 21. März – Berlin
  • 22. März – Hannover
  • 24. März – Kiel
  • 26. März – Hamburg
  • 28. März – Mannheim
  • 29. März – Stuttgart
  • 30. März – Frankfurt
  • 30. März – Oberhausen
  • 1. April – Würzburg
  • 2. April – Kassel
  • 5. April – Wien
  • 6. April – Graz
  • 9. April – Ravensburg
  • 11. April – Nürnberg
  • 12. April – Regensburg
  • 15. April – Esch an der Alzette
  • 16. April – Köln
2018 JBG 3 Tour[116]
mit Farid Bang
15 Konzerte

  • 5. Januar – Köln
  • 6. Januar – Münster
  • 8. Januar – München
  • 9. Januar – Wien
  • 10. Januar – Nürnberg
  • 13. Januar – Stuttgart
  • 14. Januar – Mannheim
  • 15. Januar – Hannover
  • 17. Januar – Hamburg
  • 18. Januar – Berlin
  • 19. Januar – Leipzig
  • 20. Januar – Frankfurt
  • 22. Januar – Bremen
  • 23. Januar – Oberhausen
  • 24. Januar – Bielefeld

Strafprozesse wegen Körperverletzung

Nach einer Disco-Schlägerei am 29. Juni 2013 in Freilassing zeigten zwei Gäste Kollegah wegen gefährlicher Körperverletzung an: Er habe einen Gast niedergeschlagen und dem anderen das Nasenbein gebrochen. Kollegah erklärte, er habe in Notwehr gehandelt und sei selbst getreten, geschlagen und gewürgt worden. Nach einem Freispruch mangels Beweisen und dem Berufungsverfahren stellte das Landgericht Traunstein das Verfahren mit Einwilligung der Anklage nach § 153 ff. StPO gegen eine Geldauflage von 40.000 Euro an gemeinnützige Organisationen und je 3.000 Euro an die beiden Geschädigten ein.[117]

Bei einem Konzert am 18. März 2017 in Leipzig sollte auf der Bühne ein üblicher Battle-Rap zwischen zwei Zuschauern ausgetragen werden. Als ein Teilnehmer nach Kollegahs Sonnenbrille griff, wies dieser ihn zuerst ab, schubste ihn dann weg, versetzte ihm einen Fußtritt und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Nachdem Sicherheitskräfte den Teilnehmer von der Bühne geschleift hatten, setzte Kollegah das Konzert fort. Nach viel Kritik im Internet an seinem Verhalten und Medienberichten darüber zeigte ein Unbeteiligter Kollegah am 20. März an.[118] Später meldete sich der Geschlagene bei den Ermittlern. Kollegah behauptete, er sei von ihm bedroht und beleidigt worden. Er wurde im August 2017 zu einer Geldstrafe von 18.000 Euro verurteilt; sein Anwalt legte gegen den Strafbefehl Einspruch ein.[119]

Werke

Diskografie

Bisher erschienen sechs Studioalben des Künstlers, von denen alle in die Charts einstiegen. Seit seinem vierten Studioalbum King belegten alle Alben die Spitzenposition in den deutschen Charts. Der Tonträger King ist zugleich das erfolgreichste Album Kollegahs mit über 315.000 verkauften Einheiten, gefolgt von dem Zuhältertape Vol. 4 mit über 207.500 Verkäufen. Insgesamt wurden Kollegahs Studioalben mit vier Goldenen Schallplatten und zwei Platin-Schallplatten in Deutschland und jeweils einer Goldenen und einer Platin-Schallplatte in Österreich ausgezeichnet. King hielt sich mit 23 Wochen am längsten in den deutschen Charts. Die Gesamtverkäufe seiner Studioalben belaufen sich auf über 682.500, von denen er für 622.500 verkaufte Einheiten Schallplattenauszeichnungen erhielt.

Jahr Titel Chartplatzierungen[120][121] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2007 Alphagene
57
(1 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 16. November 2007
Verkäufe: + 20.000[122]
2008 Kollegah
17
(2 Wo.)
48
(1 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 29. August 2008
2011 Bossaura
5
(4 Wo.)
19
(2 Wo.)
14
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2011
Verkäufe: + 40.000[122]
2014 King
1 3-fach-Gold
(23 Wo.)
1 Platin
(15 Wo.)
1
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Mai 2014
Verkäufe: + 315.000
2015 Zuhältertape Vol. 4
1 Platin
(22 Wo.)
2 Gold
(11 Wo.)
2
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Dezember 2015
Verkäufe: + 207.500
2016 Imperator
1 Gold
(20 Wo.)
1
(7 Wo.)
1
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Dezember 2016
Verkäufe: + 100.000

Buch

Auszeichnungen

Kollegah mit seiner 1LIVE Krone

1 Live Krone

Jahr Empfänger Nominierung Preis Ergebnis Ref.
2014 Kollegah „Du bist Boss“ Best Hip-Hop-Act Gewonnen [123]

Echo

Jahr Empfänger Nominierung Preis Ergebnis Ref.
2015 Kollegah Kollegah Best Interactive Act national Gewonnen [124]
Hip-Hop/Urban
2016 Best Interactive Act national [125]
Hip-Hop/Urban
2017 Nominiert [126]
2018 Kollegah & Farid Bang Jung, brutal, gutaussehend 3 Gewonnen [127]
Album of the year Nominiert

Hiphop.de Awards

Jahr Empfänger Nominierung Preis Ergebnis Ref.
2009 Kollegah „Fanpost“ Beste Punchline Gewonnen [128]
Zuhältertape Volume 3 Bestes Mixtape National
Kollegah & Farid Bang Jung, brutal, gutaussehend Beste Kollaboration
Bestes Album National Nominiert
2010 Kollegah Hoodtape Volume 1 Bestes Mixtape National Gewonnen [129]
Fard feat. Kollegah, Farid Bang, Snaga, Summer Cem „60 Terrorbars Infinity“ Beste Kollaboration Nominiert
Favorite feat. Kollegah „Discospeed“ Beste Single national
Kollegah „Katapult“ Beste Punchline
Kollegah Größte Peinlichkeit
Bester Rap Solo Act National

Deutscher Webvideopreis

Jahr Empfänger Nominierung Preis Ergebnis Ref.
2014 Kollegah „Armageddon“ AAA Gewonnen [130]
Epic
„Freuet euch, der Boss ist da“ Newbie
2017 „Nero“ Original Song Nominiert [131]

Hiphop.de Awards

Bücher

Weblinks

 Commons: Kollegah – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. a b c Dennis Kraus: Kollegah, Slipper statt Sneaker. In: Backspin Hip Hop Magazin. September 2008. Backspin 96, S. 10–16
  2. „Kollegah über seine letzte Schlägerei, Young Latino & Geldsorgen“. In: 16bars.de. 15. Dezember 2015.
  3. Bekannte Studierende der Johannes Gutenberg-Universität. Johannes-Gutenberg-Universität, abgerufen am 27. Dezember 2015
  4. Boris M. Peltonen: „Mütter durchnehmen ist mehr wert als Abitur“. In: welt.de. 13. Mai 2013. Abgerufen am 25. Juni 2014.
  5. Julia Regis: Boss, King und scheinfrei in Jura (de) In: 3sat. 22. Juni 2014. Archiviert vom Original am 22. Oktober 2017. Abgerufen am 22. Oktober 2017.
  6. DERKOLLEGAH vs. Sorgenkind (13 : 3). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017.
  7. DERKOLLEGAH vs. Guybrush Threepwood (15 : 7). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017.
  8. eFTsEkaWE vs. DERKOLLEGAH (2 : 11). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017.
  9. DERKOLLEGAH vs. Dollar Bill (12 : 5). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017.
  10. Merlin vs. DERKOLLEGAH (2 : 12). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017.
  11. NoMell vs. DERKOLLEGAH (7 : 11). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017.
  12. DERKOLLEGAH vs. dekz (14 : 15). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017.
  13. DERKOLLEGAH vs. Teitam Maik (8 : 4). In: RBA. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2017.
  14. DERKOLLEGAH vs. Vito Vitality (16 : 10). In: RBA.
  15. Guybrush Threepwood vs. DERKOLLEGAH (12 : 5). In: RBA.
  16. DERKOLLEGAH vs. JohnnyDerDon (12 : 15). In: RBA.
  17. DERKOLLEGAH vs. Muchacho (12 : 1). In: RBA.
  18. Kah-Ohh-Beh vs. DERKOLLEGAH (5 : 12). In: RBA.
  19. dekz vs. DERKOLLEGAH (6 : 12). In: RBA.
  20. The Reaser vs. YoungLatino (4 : 8). In: RBA.
  21. kri'Z vs. YoungLatino (15 : 6). In: RBA.
  22. DaX vs. YoungLatino (0 : 0). In: RBA.
  23. Christian Flash [LS Fam vs. DERKOLLEGAH ( : )]. In: RBA.
  24. Zee4 vs. DERKOLLEGAH (0 : 0). In: RBA.
  25. PapaDog vs. DERKOLLEGAH ( : ). In: RBA.
  26. DERKOLLEGAH. In: Reimliga Battle Arena. Archiviert vom Original am 5. Dezember 2017. Abgerufen am 5. Dezember 2017.
  27. a b c Niko Hüls: Die Akte Kollegah. In: Backspin Hip Hop Magazin. November 2007 (Interview mit Kollegah, Backspin 90; S. 40–42).
  28. Kollegah battlet bei Bundesländerbattle. In: badaboom badabang blog. 30. Juli 2008. Archiviert vom Original am 28. November 2011. Abgerufen am 7. Dezember 2017.
  29. News. In: Kollegah.de. Archiviert vom Original am 5. Dezember 2005. Abgerufen am 5. Dezember 2017.
  30. Kollegah bei Selfmade Records gesignt. In: Rad4Fame. 7. Dezember 2005. Archiviert vom Original am 7. September 2012. Abgerufen am 5. Dezember 2017.
  31. a b Releases. In: Selfmade Records. Abgerufen am 5. Dezember 2017.
  32. Juice. August 2006, S. 122.
  33. Rizbo. In: Genius. Abgerufen am 7. Dezember 2017.
  34. Die 20 besten Momente aus 20 Jahren „Splash!“-Festival. In: Musik Express. 6. Juli 2017.
  35. Davide Bortot: Heisser Herbst – Kollegah. In: Juice Magazin. November 2007 (Einzelne Berichte über die Interpreten der am meisten erwarteten Alben 2007; Juice, S. 68–70).
  36. Drogenhandel verdirbt Releasedate. In: Laut.de. 31. August 2007. Abgerufen am 2. April 2018.
  37. Kollegah und Farid Bang fordern Heino heraus.
  38. Nachtspuren Filmcrew-Übersicht. nachtspuren.de. Archiviert vom Original am 21. Juni 2009. Abgerufen am 6. Juni 2009.
  39. Stress bei Selfmade Konzert in Berlin? / UPDATE: rap.de bestätigt Vorfall /…. In: 16bars. 9. April 2009. Abgerufen am 19. Dezember 2017.
  40. Königlicher Rekord: Grandiose Verkaufswoche für Kollegah. In: GFK Entertainment. 19. Mai 2004. Archiviert vom Original am 22. Mai 2014. Abgerufen am 2. April 2018.
  41. Charterfolg für Kollegah und Farid Bang – Der deutsche Gangster-Rap ist zurück. In: Spiegel Online. 19. Februar 2013. Abgerufen am 14. April 2018.
  42. Kollegah: mit "King" auf Eins, Gold nach 24 Stunden, 18 Singles in den Top 100 | mit Video. In: Musikmark.de. 19. Mai 2014. Archiviert vom Original am 23. Mai 2014. Abgerufen am 22. Mai 2014.
  43. Kollegah verdrängt Helene Fischer von Platz eins. In: Focus. 5. Dezember 2015. Abgerufen am 18. Dezember 2015.
  44. Kollegah ist der Boss der Offiziellen Deutschen Charts. Bundesverband Musikindustrie, 18. Dezember 2015, abgerufen am 28. Dezember 2015.
  45. Kollegah gründet eigenes Label // Erstes Signing kündigt Release an – 16BARS.DE. In: 16BARS.DE. Abgerufen am 24. März 2016.
  46. Offizielle Deutsche Charts – Seyed: Engel mit der AK. In: www.offiziellecharts.de. Abgerufen am 15. August 2016.
  47. KOLLEGAH – Chronik | Facebook. In: www.facebook.com. Abgerufen am 2. September 2016.
  48. KOLLEGAH – Chronik | Facebook. In: www.facebook.com. Abgerufen am 2. September 2016.
  49. https://www.offiziellecharts.de/news/item/298-kollegah-streaming-rekord-und-platz-1-der-offiziellen-deutschen-charts
  50. KOLLEGAH – Legacy (Official HD Video). Abgerufen am 10. März 2017.
  51. Legacy. 30. Juni 2017, abgerufen am 10. März 2017.
  52. Juli – Friday-Releases #2: Kollegah, French Montana, 21 Savage uvm. · Boutblank.com. Abgerufen am 14. Juli 2017.
  53. Farid Bang und Kollegah feiern Goldstatus von “JBG 3”. In: 16bars. 1. Dezember 2017. Abgerufen am 2. Dezember 2017.
  54. Kollegah & Farid Bang mit Sechsfach-Rekord in die Offiziellen Deutschen Charts. Abgerufen am 16. Dezember 2017.
  55. Markus Lücker: Kollegah und Farid Bang gewinnen Echo – und ernten Buhrufe. In: Der Tagesspiegel. 12. April 2018. Abgerufen am 13. April 2018.
  56. Nach Diss an KMN – Kollegah und Farid schlagen zu!. 12. April 2018. Abgerufen am 13. April 2018.
  57. Neue Ansage: Kollegah und Farid Bang kündigen neues Album an. In: bigFM. 27. Juni 2018. Abgerufen am 12. Juli 2018.
  58. David Hugendick: Spann mal an, Fridolin, Zeit online, 25. September 2018.
  59. ALPHA MUSIC EMPIRE: Es wird Zeit.... 1. Oktober 2018, abgerufen am 2. Oktober 2018.
  60. 1Live-Talk vom 11. Juni 2014 (mp3 (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive), ab 19:00 min.): „Da möchte ich mich schon lange von distanzieren. Ich verachte den Beruf des Zuhälters total und das ist ein Begriff, der ist aus der Anfangszeit entstanden […] 2005, 2006 hab ich Mixtapes aufgenommen und hab die Zuhältertapes genannt, […] einfach nur als Übertragung des amerikanischen ‚Pimp-Raps‘, einfach so ‚man ist der Coolste, […] Bling-Bling und so ein Scheiß. […] Ich muss da mal Wikipedia kontaktieren, dass die das da rauslöschen‘“
  61. Nora Gantenbrink: Mit dem Boss am Ballermann. stern.de, 11. Dezember 2015; abgerufen am 25. Dezember 2015
  62. a b Carmen Pförtner: Streit um Kollegahs 'Zuhälter-Rap': Kritiker fordern Absage des Auftritts in Bielefeld. In: Neue Westfälische, 30. November 2011
  63. Kollegah im Interview: „Habe als Mensch viel erlebt“. Artikel vom 10. Dezember 2016 im Portal merkur.de, abgerufen am 11. Dezember 2016
  64. Thomas Kramar: Hip-Hop und Islamismus: „King Bushido, zweiter Name Mohammed“. In: Die Presse, 12. Januar 2015
  65. Carmen Pförtner: Kollegah rappt jetzt im Bielefelder ‘Stereo’. NW, 2. Dezember 2011.
  66. Christian Jakob: Zuhälter-Rap: Kollegah ist nicht willkommen. In: taz, 5. Dezember 2011
  67. Bielefeld/Bremen: Kollegah soll auf den Index. NW, 10. Dezember 2011; ‘Zuhälter-Rapper Kollegah’: Jugendamt fordert Indizierung. NW, 14. Dezember 2011
  68. “Jung, brutal, gutaussehend” landet auf dem Index: Stellungnahme... 16bars.de, 19. Juni 2012, abgerufen am 18. April 2018.
  69. Jens Balzer: Verantwortung ist keine Kategorie für sie. In: taz. 14. Februar 2018, S. 13.
  70. Gerhard Strate: Kunstfreiheit gegen Menschenwürde. In: Cicero, 12. April 2018
  71. Leon Holly: Antisemitische Klischees und Verschwörungstheorien. Tagesspiegel, 19. April 2018
  72. WDR: Die dunkle Seite des deutschen Rap. 28. März 2018 (verfügbar bis 28. März 2019)
  73. a b Daniel Dillmann: Echo-Verleihung 2018: Antisemitismus als ästhetischer Code. In: FR, 12. April 2018
  74. David Büchler: Rap und Antisemitismus – Was wir aus der WDR-Doku mitnehmen können. In: Hiphop.de, 31. März 2018
  75. Leon Dische Becker: Schmocktransformation. In: Der Freitag, 12. April 2018
  76. Marcus Staiger: Der Anpacker im Westjordanland — Staiger über Kollegahs Palästina-Reise. In: Noisey.Vice.com, 30. November 2016
  77. Sibylle Berg: Botschafter des Vorurteils: Hier steht ja ne Mauer, Alter! In: Spiegel online, 10. Dezember 2016. Weitere Kritikbeispiele: Kollegah erntet heftige Kritik für Palästina-Doku. In: Stern, 2. Dezember 2016; Wie antisemitisch ist der deutsche Rap? In: N24, 30. Dezember 2016
  78. Die Presse: Empörung über Auschwitz-Vergleich in einem Rap. 13. April 2018
  79. Jonas Lindemann: Kollegah: Wie damals die Zusammenarbeit mit Sun Diego zustande kam. In: Hiphop.de. 19. Januar 2016 (hiphop.de [abgerufen am 19. April 2018]).
  80. Land gibt Empfehlungen für künftige Hessentage: Minister kritisiert Rüsselsheim wegen Kollegah bei Rap-Night. In: Rüsselsheimer Echo, 24. Januar 2017
  81. Robin Göckes: Stadtverordnete haben nach langer Debatte entschieden. Rüsselsheim: Kollegah-Konzert wird abgesagt. In: Rüsselsheimer Echo, 3. Februar 2017
  82. Kollegah soll nicht rappen – Schadenersatz droht. In: FAZ, 2. Februar 2017
  83. Johann Voigt: Kollegah, ein Antisemit? Der Rapper hat sich jetzt der Diskussion gestellt. In: Jetzt.de, 23. März 2017
  84. a b c Jens-Christian Rabe: Antisemitismus im Rap: „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“. In: SZ, 7. April 2018
  85. Skinny (rap.de): Review: Kollegah & Farid Bang – Jung Brutal Gutaussehend 3.
  86. Lars Weisbrod: Kollegah & Farid Bang: Jung, brutal, Antisemit? Die Zeit, 11. April 2018
  87. Toni Lukic: 6 perfide Stilmittel, mit denen das Sprach-Genie Kollegah sich gerade wehrt. Watson.de, 13. April 2018
  88. Dennis Sand: Die Kollegah-Debatte muss endlich fair geführt werden! Welt online, 14. April 2018
  89. Musiker geben Echos zurück: „Neue Stufe der Verrohung erreicht“. FAZ, 17. April 2018
  90. Echo: Auch Daniel Barenboim gibt Auszeichnungen zurück. Zeit online, 23. April 2018
  91. Sponsor springt von Musikpreis Echo ab. dpa / Stuttgarter Nachrichten, 18. April 2018
  92. Umstrittene Echo-Verleihung: Plattenfirma stoppt Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang. Tagesspiegel, 19. April 2018
  93. Gerrit Bartels: Preis für Kollegah und Farid Bang: Der Anti-Echo-Sturm kommt zu spät. Tagesspiegel, 16. April 2018
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