Kolsass

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Kolsass
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kolsass
Kolsass (Österreich)
Kolsass
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Innsbruck-Land
Kfz-Kennzeichen: IL
Fläche: 3,34 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 11° 38′ OKoordinaten: 47° 18′ 1″ N, 11° 37′ 51″ O
Höhe: 553 m ü. A.
Einwohner: 1.596 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 6114
Vorwahl: 05224
Gemeindekennziffer: 7 03 22
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fiechterweg 2
6114 Kolsass
Website: www.kolsass.gv.at
Politik
Bürgermeister: Hansjörg Gartlacher (Gemeinschaftsliste für Kolsass - Bürgermeisterliste)
Gemeinderat: (2010)
(13 Mitglieder)
9
3
1
Von 13 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Kolsass im Bezirk Innsbruck-Land
Absam Aldrans Ampass Axams Baumkirchen Birgitz Ellbögen Flaurling Fritzens Fulpmes Gnadenwald Götzens Gries am Brenner Gries im Sellrain Grinzens Gschnitz Hall in Tirol Hatting Inzing Kematen Innsbruck Kolsass Kolsassberg Lans Leutasch Matrei am Brenner Mieders Mils Mühlbachl Mutters Natters Navis Neustift im Stubaital Oberhofen im Inntal Obernberg am Brenner Oberperfuss Patsch Pettnau Pfaffenhofen Pfons Polling in Tirol Ranggen Reith bei Seefeld Rinn Rum St. Sigmund im Sellrain Scharnitz Schmirn Schönberg im Stubaital Seefeld Sellrain Sistrans Steinach am Brenner Telfes im Stubai Telfs Thaur Trins Tulfes Unterperfuss Vals Völs Volders Wattenberg Wattens Wildermieming Zirl TirolLage der Gemeinde Kolsass im Bezirk Innsbruck-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Kolsass im Winter
Kolsass im Winter
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kolsass ist eine Gemeinde im Tiroler Unterinntal zwischen Innsbruck und dem Zillertal. Auf dem Gemeindegebiet von 3,34 km² leben 1596 Einwohner (Stand 1. Jänner 2017). 2003 konnten über 10.000 Nächtigungen verzeichnet werden. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Hall in Tirol.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Kolsass liegt im Unterinntal auf 553 m ü. A. Höhe südlich des Inns an der Tiroler Straße B 171.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich grenzt mit der Gemeinde Weer der Bezirk Schwaz an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarre Maria Heimsuchung zu Kolsass wurde vermutlich in vorkarolingischer Zeit gegründet, da sie bereits 788 zur Mutterpfarre erhoben wurde. Der heutige Ort ist aus zwei alten Siedlungen (Dorfkern mit Kirche und Ortsteil Mühlbach) hervorgegangen und wird in den Jahren 1050–1065 in einer Traditionsnotiz des Hochstifts Brixen erstmals urkundlich als „Quolesaz“ genannt.[1] 1169/72 wird „Cholsaz“ im Traditionsbuch von Kloster Biburg genannt.[2] Der Ortsname setzt sich offensichtlich aus den beiden rätoromanischen (ladinischen) Wörtern Col (Hügel) und Sass (Fels) zusammen. Dies könnte sich auf den Burghügel der Burg Rettenberg beziehen, dessen Besiedelung bis in die Eisenzeit zurückreicht.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die letzten Bürgermeisterwahlen fanden gleichzeitig mit den Gemeinderatswahlen am 14. März 2010 statt.[3] Hansjörg Gartlacher wurde zum Bürgermeister und Christian Modersbacher zum Vizebürgermeister gewählt.

Partei Prozent Stimmen Sitze im
Gemeinderat
Koppelung
Gemeinschaftsliste für Kolsass - Bürgermeisterliste 53,92 % 454 8
Sozialdemokraten und Parteifreie 17,58 % 148 2 A
Wir für Kolsass 08,91 % 075 1 A
Unabhängige Liste Kolsass 13,30 % 112 2 A
Freiheitliche und Unabhängige Kolsasser/innen 06,29 % 053 0

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen von Kolsass zeigt zwei gekreuzte Drachenköpfe mit roten Zungen auf schwarzem Grund und stammt vom Wappen des ehemaligen Besitzers Ritter Florian Waldauf von Burg Rettenberg ab.

Kath. Pfarrkirche Mariä Heimsuchung

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kolsass
  • Kath. Pfarrkirche Mariä Heimsuchung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kolsass – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oswald Redlich: Die Traditionsbücher des Hochstifts Brixen vom 10. bis in das 14. Jahrhundert (Acta Tirolensia 1). Innsbruck: Wagner 1886, S. 46, Nr. 118.
  2. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 2: 1140–1200. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 195, Nr. 637.
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