Kolshorn

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Kolshorn
Stadt Lehrte
Wappen von Kolshorn
Koordinaten: 52° 25′ 16″ N, 9° 57′ 13″ O
Höhe: 59 (56–62) m ü. NHN
Fläche: 6,4 km²[1]
Einwohner: 368 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31275
Vorwahl: 05136
Kolshorn (Niedersachsen)
Kolshorn

Lage von Kolshorn in Niedersachsen

Kolshorn im Stadtgebiet von Lehrte
Kolshorn im Stadtgebiet von Lehrte
Ortsausgangsschild Klein-Kolshorn nach Kolshorn

Kolshorn ist ein Dorf in der Region Hannover, zehn Kilometer nordöstlich von Hannover und fünf Kilometer nordwestlich von Lehrte, in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kolshorn ist Ortsteil der Stadt Lehrte. Er besteht aus zwei Teilen, nordöstlich liegt der Hauptort Kolshorn, in südwestlicher Richtung, etwa ein Kilometer entfernt, liegt das deutlich kleinere Klein-Kolshorn. Nachbarorte sind im Osten Aligse und Röddensen, im Süden Ahlten, im Westen Isernhagen sowie Beinhorn im Norden. Kolshorn liegt zentral im Schnittpunkt der Autobahnen A 2 und A 7, ohne jedoch direkten Zugang zu diesen zu haben. Im Westen liegt das Kolshorner Moor als Teil des Altwarmbüchener Moors. Knapp einen Kilometer östlich befinden sich zwei Baggerseen, der größere ist der Kolshorner Teich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kolshorn wurde 1466 erstmals urkundlich erwähnt, bei der Verpachtung an Kurt von Marenholtz d. Ä. Kolshorn gehörte zum Landkreis Burgdorf. Am 1. März 1974 wurde Kolshorn in die Stadt Lehrte (Landkreis Hannover) eingegliedert.[2] Heute ist Kolshorn landwirtschaftlich geprägt. Die Pferdewirtschaft hat dabei großes Gewicht. Daneben existieren einige kleinere Gewerbebetriebe. Sportlicher Schwerpunkt ist das Reiten. Organisiert sind die Reiter im Reit- und Fahrverein „St. Hubertus Kolshorn e. V.“.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat verantwortet die Ortsteile Aligse, Kolshorn und Röddensen gemeinsam und besteht aus zwei Ratsfrauen und fünf Ratsherren. Im Ortsrat befindet sich zusätzlich ein beratendes Mitglied (SPD).[3]

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2016)

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Frank Seger (SPD), sein Stellvertreter ist Hendrik Thiele (CDU).[3]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Wappens von Kolshorn stammt von dem in Isernhagen geborenen und später in Hannover lebenden Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der auch die Wappen von Großburgwedel, Mellendorf, Wunstorf und vielen anderen Ortschaften entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde durch den Regierungspräsidenten in Lüneburg am 2. Februar 1966 erteilt.[4]

Wappen von Kolshorn
Blasonierung: „In geteiltem Schild oben in Grün ein wachsender, goldener, rot-bezungter Löwe, unten in Silber zwischen zwei roten Hirschstangen eine aufgerichtete, schwarze Wolfsangel.“[4]
Wappenbegründung: Die Gemeinde Kolshorn hat bis gegen Ende des 17. Jahrhunderts die Freiengerichtsbarkeit ausgeübt. Aus diesem Grunde wurde der Löwe gewählt, der in gleicher Ausführung schon in den Gemeinden Wettmar, Thönse, Engensen, Otze, Weferlingsen, Beinhorn, Heeßel und Ramlingen-Ehlershausen erscheint. Die Hirschstangen deuten an, dass Kolshorn noch heute von großen, wildreichen Wäldern umgeben ist, in denen die Jagd immer eine beachtliche Rolle gespielt hat. Die Wolfsangel symbolisiert die Zugehörigkeit zum Landkreis Burgdorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blüte der Kalmia angustifolia im Kolshorner Moor

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Baudenkmale in Kolshorn

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westlich von Klein Kolshorn befindet sich im Kolshorner Moor, in der Nähe des Kalmiawegs unter einer Hochspannungsleitung, ein in Europa einzigartiges Feld mit der aus Nordamerika stammenden Moorrose Kalmia angustifolia. Diese wurde 1834 vermutlich von Naturfreunden in das Moor gesetzt, nachdem sie bereits 100 Jahre zuvor in den Herrenhäuser Gärten eingeführt wurde.[5]

Fotogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Peters: Wappenbuch des Landkreises Burgdorf. Lax-Verlag, Hildesheim 1974, 156 Seiten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kolshorn – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Einwohnerzahlen und Gebietsflächen. In: Internetseite der Stadt Lehrte. 31. Dezember 2016, abgerufen am 18. Juli 2017.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 222.
  3. a b Aufstellung Ortsrat Aligse, Kolshorn, Röddensen der Stadt Lehrte. In: Internetseite der Stadt Lehrte. Abgerufen am 20. Dezember 2018 (PDF; 29,6 kB).
  4. a b Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985, S. 254–255.
  5. Anzeiger Lehrte & Sehnde, 28. Juni 2010, S. 2 oben.