Komárovce

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Komárovce
Wappen Karte
Wappen von Komárovce
Komárovce (Slowakei)
Komárovce
Komárovce
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Košický kraj
Okres: Košice-okolie
Region: Košice
Fläche: 8,47 km²
Einwohner: 388 (31. Dez. 2018)
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km²
Höhe: 198 m n.m.
Postleitzahl: 044 73 (Post Buzica)
Telefonvorwahl: 0 55
Geographische Lage: 48° 32′ N, 21° 7′ OKoordinaten: 48° 32′ 24″ N, 21° 6′ 55″ O
Kfz-Kennzeichen: KS
Kód obce: 521566
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2018)
Bürgermeister: Marián Bužický
Adresse: Obecný úrad Komárovce
Číslo: 22
044 55 Komárovce
Webpräsenz: www.komarovce.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Komárovce (ungarisch Komaróc) ist eine Gemeinde im Osten der Slowakei mit 388 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) auf 8,47 km². Damit gehört sie zu den nach Fläche und Einwohnern kleinsten Gemeinden im Okres Košice-okolie, einem Teil des Košický kraj.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im südlichen Teil des Talkessels Košická kotlina, etwa 18 Kilometer südwestlich von Košice. Im Gemeindegebiet von Komárovce vereinigen sich die aus der Vorbergzone des Slowakischen Erzgebirges kommenden Bäche Lučný potok und Komarovský potok, um über die Ida, einem Bodva-Nebenfluss, abzufließen. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 198 m n.m. in ebenem, von zahlreichen kleinen Entwässerungsgräben durchzogenem Gelände. Den Reichtum an Wasservögeln in diesem Feuchtgebiet symbolisiert ein Storch im Gemeindewappen.

Nachbargemeinden von Komárovce sind Veľká Ida im Nordosten und Südosten sowie Cestice im Westen und Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet um Komárovce war schon in der Jungsteinzeit bewohnt, was Bandkeramik-Funde der Bükker Kultur erwiesen.

Im Jahr 1365 wurde das Dorf erstmals in einer Inventar-Urkunde erwähnt. Der Name Komárovce erschien erstmals 1402. 1427 zählte man 120 Bewohner. Das älteste erhaltene Siegel der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1754.

1910 lebten im Dorf 445 vorwiegend ungarische Bewohner. Bis 1918 gehörte Komárovce / Komaróc wie alle im Komitat Abaúj-Torna liegenden und mehrheitlich ungarischsprachigen Orte zum Königreich Ungarn und kamen danach zur Tschechoslowakei. Nach dem Ersten Wiener Schiedsspruch lagen sie von 1938 bis 1945 noch einmal in Ungarn.[1]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Ergebnissen der Volkszählung 2001 lebten in Komárovce 394 Einwohner, davon

  • 84,26 % Ungarn und
  • 15,74 % Slowaken.

42,1 % der Bewohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das älteste sakrale Bauwerk in Komárovce ist die Reformierte Kirche (kostol reformovanej cirkvi) aus dem frühen 19. Jahrhundert. Sie steht in der Ortsmitte.
  • Die römisch-katholische Kirche Mariä Himmelfahrt (kostol Nanebovstupenia Pana) wurde 1925 am Nordende des Dorfes errichtet.
reformierte Kirche
Kirche Mariä Himmelfahrt

Partnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Komárovce pflegt Partnerschaften mit der ungarischen Gemeinde Boldogkőváralja und der lettischen Kleinstadt Staicele.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat ihren ländlichen Charakter bewahrt. Die Bewohner arbeiten in der Landwirtschaft, im Dienstleistungssektor oder pendeln in die Industriebetriebe in und um Košice. Im Dorf gibt es ein Lebensmittelgeschäft, eine Poststelle und eine kleine Apotheke.

Durch das Gemeindegebiet verläuft die Landstraße von Buzica nach Veľká Ida. Komárovce besitzt einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Košice-Barca–Rožňava.

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichtsabriss auf www.komarovce.sk (Memento vom 20. August 2012 im Internet Archive) (slowakisch)
  2. Statistische Daten auf statistics.sk/mosmis@1@2Vorlage:Toter Link/app.statistics.sk (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (slowakisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]