Komalah

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Komalah, auch Komala (kurdisch کۆمەڵە Komele; deutsch: Gesellschaft od. Gemeinschaft, voller Name der Organisation Komalay Shorishgêrî Zahmetkêshanî Kurdistan Iran, Revolutionäre Organisation der Werktätigen Kurdistan-Iran), ist eine kurdische marxistisch-leninistische Organisation im Nordwesten des Irans.[1]

Komalah ist neben der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran größte Partei unter der politischen kurdischen Bewegung im Iran.[2] Die Organisation wurde 1967 aus einer Splittergruppe der KDP-Iran gegründet und kämpfte seitdem für einen autonomen kurdischen Staat (Kurdistan).[3]

Nach zwölfjährigem gewaltsamem Widerstand gegen die Herrschaft von Schah Mohammad Reza Pahlavi erhoffte sich die Komalah nach der Islamischen Revolution von dem Machtwechsel die Möglichkeit der politischen Teilnahme. Vertreter der Komala verhandelten mit Ayatollah Khomeini über eine politische Zusammenarbeit. Chomeini war allerdings zu keiner Zusammenarbeit bereit und ließ stattdessen zahlreiche Mitglieder der Komala verhaften und hinrichten. Seitdem führt die Komalah den bewaffneten Kampf gegen die Islamische Republik.[4]

1982/83 schloss sich die Komalah mit anderen linken Gruppen zur Kommunistischen Partei Iran (KPI) (nicht zu verwechseln mit der Tudeh-Partei) zusammen. Der Name Komalah wurde für die Parteistrukturen der neuen Partei in Iranisch-Kurdistan weiterverwendet.[5]

Im Jahr 2000 spaltete sich die Partei in zwei Organisationen. Eine dieser Organisationen agiert eigenständig unter dem alten Namen (abgekürzt Komala) mit Abdullah Mohtadi als Generalsekretär und die andere verblieb als Sazman-e Kordestan-e Hezb-e Komunist-e Iran - Komalah (Kurdistan-Organisation der Kommunistischen Partei Iran - Komalah) unter der Führung von Ibrahim Alizade in der Partei. Beide Organisationen unterhalten Stützpunkte im Nordirak.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael M. Gunter: Historical Dictionary of the Kurds. Scarecrow Press, 2010, ISBN 978-0-8108-7507-4 (google.com [abgerufen am 8. Mai 2016]).
  2. Neil Hicks: The Human Rights of Kurds in the Islamic Republic of Iran. In: american.edu. 2000, abgerufen am 8. Mai 2016 (englisch).
  3. Saeed Rahnema, Sohrab Behdad: Iran After the Revolution: Crisis of an Islamic State. I.B.Tauris, 1996, ISBN 978-1-86064-128-2 (google.com [abgerufen am 8. Mai 2016]).
  4. Iranian Kurds. Komala Parties. Danish Refugee Council, 2012, abgerufen am 8. Mai 2016 (englisch).
  5. Amjad Qotbi: One Person’s Story. In: Human Rights & Democracy for Iran. Abgerufen am 7. Mai 2016.
  6. http://rudaw.net/english/interview/11032014. In: rudaw.net. Abgerufen am 7. Mai 2016.