Komen (Slowenien)

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Komen
Wappen von Komen Karte von Slowenien, Position von Komen hervorgehoben
Basisdaten
Staat Slowenien
Historische Region Küstenland / Primorska
Statistische Region Obalno-kraška (Küste und Karst)
Koordinaten 45° 49′ N, 13° 45′ OKoordinaten: 45° 48′ 55″ N, 13° 44′ 54″ O
Fläche 102,7 km²
Einwohner 3.515 (2002)
Bevölkerungsdichte 34 Einwohner je km²
Telefonvorwahl (+386) 5
Postleitzahl 6222
Struktur und Verwaltung (Stand: 2010)
Bürgermeister: Marko Bandelli
Postanschrift Komen 86
6223 Komen
Webpräsenz

Komen (italienisch Comeno, deutsch Komein) ist eine Gemeinde im Westen von Slowenien. Komen ist eine der 212 slowenischen Gemeinden, die bekannteste Ortschaft der Gemeinde ist Štanjel.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Teil der historischen Region Primorska (Küstenland) und der Statistischen Region Obalno-kraška (Küsten- und Karstgebiet); Sie befindet sich im geologischen Zentrum des Karsts.

Die Gemeinde Komen erstreckt sich auf einer Fläche von 103 km². Sie reicht im Westen von der italienischen Grenze bis zum Wippachtal im Nordosten. Im Norden grenzt Komen an die Gemeinden Miren-Kostanjevica, Nova Gorica, Ajdovščina und im Süden an die Gemeinde Sežana.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 35 Siedlungen bzw. Dorfgemeinschaften (Deutscher Name in Klammer):

  • Brestovica pri Komnu (Prestowitz bei Komein)
  • Brje pri Komnu (Bariach bei Sankt Merten)
  • Čehovini (Gschäß)
  • Čipnje (Zippein)
  • Coljava (Zollburg)
  • Divči (Diwitz)
  • Dolanci (Dollenz)
  • Gabrovica pri Komnu (Sonnberg bei Komein)
  • Gorjansko (Gorenzach)
  • Hruševica (Krasch)
  • Ivanji Grad (Johannisburg)
  • Klanec pri Komnu (Glanitsch bei Komein)
  • Kobdilj (Greifenstein)
  • Kobjeglava (Kubelglau)
  • Koboli (Kobel)
  • Kodreti (Krottenheim)
  • Komen (Komein)
  • Lisjaki (Lissiach)
  • Lukovec (Lukawitz)
  • Mali Dol (Kleinthal)
  • Nadrožica (Roitschitz)
  • Preserje pri Komnu (Presser)
  • Rubije (Oberschlan)
  • Šibelji (Niederschlan)
  • Škofi (Schkofelach)
  • Škrbina (Schörbin)
  • Štanjel (Sankt Daniel)
  • Sveto (Niederzautt)
  • Tomačevica (Thomesgraf)
  • Trebižani (Gereuth)
  • Tupelče (Dublitsch)
  • Vale (Wallenberg)
  • Večkoti (Besslau)
  • Volčji Grad (Wolfsburg)
  • Zagrajec (Seyfridshof)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter war Komen ein Teil des Herzogtums Friaul. Im 13. Jahrhundert fiel das Gebiet an die Grafen von Görz.

Nachdem der letzte Görzer Graf gestorben war, ging Komen 1500 an die Habsburger, die das Gebiet in die Gefürstete Grafschaft Görz und Gradisca eingliederten, das bis 1918 bestand.

Im Ersten Weltkrieg wurde der westliche Teil der Gemeinde durch die benachbarten Isonzoschlachten in Mitleidenschaft gezogen. Im November 1918 besetzten zunächst italienische Truppen das Gebiet. Im November 1920 einigte sich Italien im Grenzvertrag von Rapallo mit dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen über die Grenzfragen: Komen wurde italienisch.

Am 15. Februar 1944 wurde Komen von deutschen Truppen niedergebrannt. Die Einwohner wurden gezwungen nach Bayern zu übersiedeln und konnten erst nach dem Zweiten Weltkrieg in ihre Heimat zurückkehren.

1947 wurde Komen Teil der Republik Jugoslawien, 1991 Teil der Republik Slowenien.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Fabiani (1865–1962), italienischer Architekt
  • Antun Mahnić (1850–1920), Bischof, Förderer der slowenischen und kroatischen Kultur

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gemeinde Komen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien