Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr

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Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr
— Kdo SanDstBw —
XXXX
Wappen des Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr

Internes Verbandsabzeichen (Wappen)
Aufstellung 1. Oktober 2012
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr Kreuz.svg Bundeswehr
Organisations­bereich Zentraler Sanitätsdienst Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr
Typ Höhere Kommandobehörde
Unterstellte
Truppenteile

Verbandsabzeichen Kdo SanEinsUstg Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung
Wappen Kommando Regionale Sanitätsdienstliche Unterstützung
Verbandsabzeichen SanAkBw Sanitätsakademie der Bundeswehr

Stärke ca. 600 (Kommando)
ca. 19.000 (nachgeordneter Bereich)
Unterstellung BMVg Generalinspekteur der Bundeswehr
Standort Koblenz, Rheinland-Pfalz
Führung
Befehlshaber und Inspekteur des Sanitätsdienstes Generaloberstabsarzt Ulrich Baumgärtner
Stellvertretender Befehlshaber Generalstabsarzt Stephan Schoeps
Chef des Stabes Generalstabsarzt Norbert Weller

Das Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr (Kdo SanDstBw) ist die dem Bundesministerium der Verteidigung unmittelbar nachgeordnete Höhere Kommandobehörde mit truppen-, fachdienstlicher und fachlicher Führungsverantwortung für den Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr. Das Kommando ist zugleich Stab des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Die Aufstellung erfolgte im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr am 1. Oktober 2012 in Koblenz. Die Indienststellung erfolgte am 2. Oktober 2012 im Rahmen eines Aufstellungsappels am Deutschen Eck durch den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker. Die Führung des Kommandos wurde dem Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr übertragen. Er ist gleichzeitig Befehlshaber Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr. Die Zielstationierung des Kommandos ist Koblenz[A 1] mit den Liegenschaften Rhein- und Falckenstein-Kaserne.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr ist die Aufstellung des Kommandos Sanitätsdienst der Bundeswehr einer der Meilensteine[1] zur Einnahme der neuen Struktur des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Das Kommando hat Teile der Aufgaben des Führungsstabes des Sanitätsdienstes, des Sanitätsführungskommandos (Auflösung: 31. Dezember 2012) und des Sanitätsamtes der Bundeswehr (Auflösung: 31. Dezember 2013)[2] übernommen. Zum 1. Juli 2013 ist die Unterstellung der Sanitätsakademie der Bundeswehr erfolgt. Die in den Streitkräften bislang übliche „Zwei-Säulen-Struktur“ bestehend aus Führungskommando (verantwortlich u. a. für operative Führung und Einsatzgestellung) und Amt (verantwortlich für fachliche Aspekte, Ausbildung und Weiterentwicklung) ist aufgegeben worden.

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr führt das Kommando. Er ist dem Generalinspekteur der Bundeswehr in jeglicher Hinsicht unterstellt.

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kommando ist die höchste Kommandobehörde des militärischen Organisationsbereiches „Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr“ und Stab des Inspekteurs des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.

Es ist:

  • Höhere Kommandobehörde mit truppen-, fachdienstlicher und fachlicher Führungsverantwortung für den Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr;
  • Kommandobehörde für unmittelbar truppen- und fachdienstlich unterstellte Truppenteile / Einrichtungen / Dienststellen des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr;
  • Fachkommando für den gesamten Sanitätsdienst der Bundeswehr mit Exekutivrecht für die Bundeswehr in sanitätsdienstlichen Aufgabenbereichen und mit Beteiligungsrecht und -pflicht in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher oder grundlegender Bedeutung für den Sanitätsdienst der Bundeswehr;
  • Spezialstab für den Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr zur Wahrnehmung der ihm übertragenen fachdienstlichen (§ 2 VorgV) und fachlichen (§ 3 VorgV) Führungsaufgaben im Sanitätsdienst der Bundeswehr und der Gesamtverantwortung für den Sanitätsdienst der Bundeswehr einschließlich der Beratung des BMVg;
  • Sanitätsdienstlicher Arbeitsstab für das BMVg, insbesondere für die Abteilung Führung Streitkräfte;
  • Überwachungsbehörde für die Bundeswehr soweit Befugnisse aufgrund besonderer Rechtsvorschriften übertragen sind;
  • Leitführungskommando für den Einsatz STRATAIRMEDEVAC durch das Patient Evacuation Coordination Centre (PECC) / der Verwundetenleitstelle der Bundeswehr.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Inspekteur des Sanitätsdienstes unterstehen im Kommando der Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes und Kommandeur Gesundheitseinrichtungen, der Chef des Stabes, der Rechtsberater sowie in ihrer Funktion

Dem Chef des Stabes nachgeordnet sind eine Spezialstabsabteilung, das Presse- und Informationszentrum, das Stabsquartier sowie die drei Abteilungen des Kommandos mit seinen zwölf Unterabteilungen:[3]

  • Abteilung A – Planung/Führung/Steuerung Gesundheitsversorgung
    • Unterabteilung I – Planung/Konzeption/Weiterentwicklung Sanitätsdienst, Internationale Zusammenarbeit
    • Unterabteilung II – Wehr-, Human- und Individualmedizin
    • Unterabteilung III – Zahnmedizin
    • Unterabteilung IV – Veterinärwesen
    • Unterabteilung V – Pharmazie/Lebensmittelchemie
    • Unterabteilung VI – Präventivmedizin, vorbeugender Gesundheitsschutz, Gesundheitsförderung
    • Unterabteilung VII – Führung Einsatz Sanitätsdienst
  • Abteilung B – Organisation, Ressourcen Bereitstellung, Unterstützung Gesundheitsversorgung
    • Unterabteilung VIII – Organisation Infrastruktur
    • Unterabteilung IX – Personalmanagement, Individualausbildung
    • Unterabteilung X – Ausrüstung, Logistik, Schutzaufgaben
    • Unterabteilung XI – Führungsunterstützung, Informationstechnologie
    • Unterabteilung XII – Verwaltung
  • Abteilung C – Krankenhausmanagement, Management Gesundheitseinrichtungen

Unterstellte Verbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Kommando Sanitätsdienst unmittelbar nachgeordnet sind das MMCC und drei Fähigkeitskommandos:[3]

Der vierte Fähigkeitsbereich des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr sind die so genannten Gesundheitseinrichtungen. Dazu gehören die nachfolgend genannten Einrichtungen, die dem Stellvertreter des Inspekteurs des Sanitätsdienstes in seiner Funktion als Kommandeur Gesundheitseinrichtungen unterstellt sind:[3]

Verbandsabzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Angehörigen des Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr tragen als internes Verbandsabzeichen das Abzeichen des aufgelösten Führungsstabes des Sanitätsdienstes im Bundesministerium der Verteidigung.

Kommandoführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und Befehlshaber Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr
Nr. Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Generaloberstabsarzt Ingo Patschke[4] 01. Oktober 2012 14. Juli 2015
2 Generaloberstabsarzt Michael Tempel[5] 14. Juli 2015 25. September 2018
3 Generaloberstabsarzt Ulrich Baumgärtner 25. September 2018
Stellvertreter des Inspekteur des Sanitätsdienstes und Kommandeur Gesundheitseinrichtungen
Nr. Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Generalstabsarzt Detlev Fröhlich[4] 01. Oktober 2012 30. Juni 2014
2 Generalstabsarzt Michael Tempel 01. Juli 2014 14. Juli 2015
3 Generalstabsarzt Ulrich Pracht 14. Juli 2015 31. Dezember 2015
4 Generalstabsarzt Stephan Schoeps[6] 01. Januar 2016
Chef des Stabes
Nr. Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Generalarzt Dirk Raphael in Vertretung 01. Oktober 2012 31. Dezember 2012
2 Generalstabsarzt Ulrich Pracht[7] 01. Januar 2013 14. Juli 2015
3 Generalstabsarzt Stephan Schmidt 14. Juli 2015 06. September 2018
4 Generalstabsarzt Norbert Weller 06. September 2018
Abteilungsleiter A
Nr. Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Admiralarzt Stephan Apel[4] 01. Oktober 2012 15. März 2016
2 Generalarzt Bruno Most[8] 15. März 2016 26. April 2019
3 Oberstarzt Johannes Backus 26. April 2019
Abteilungsleiter B
Nr. Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Generalarzt Dirk Raphael[4] 01. Oktober 2012 31. Dezember 2012
2 Generalarzt Ulrich Baumgärtner[7] 01. Januar 2013 Juli 2014
3 Generalarzt Stephan Schmidt Juli 2014 14. Juli 2015
4 Generalarzt Michael Zallet 14. Juli 2015

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Teile des Kommandos wurden an den Standorten München, Andernach, Berlin und Hamburg aufgestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Begriffe von L bis R. In: Neuausrichtung. Bundesministerium der Verteidigung, 3. Dezember 2013, abgerufen am 27. November 2014.
  2. augengeradeaus.de: Weiter geht’s mit der Realisierungsplanung: Marine und Sanitätsdienst (PDF; 206 kB) vom 13. Juni 2012 (abgerufen am 15. Januar 2013)
  3. a b c Sanitätsdienst Bundeswehr: Gliederung Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr. Abgerufen am 3. August 2017.
  4. a b c d Pressemitteilung – Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen vom 4. Oktober 2012
  5. Uwe Henning: „Ich melde mich ab“. In: Sanitätsdienst. Bundeswehr, 14. Juli 2015, abgerufen am 15. Juli 2015.
  6. Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen – Dezember 2015. Bundeswehr, 23. Dezember 2015, abgerufen am 29. Dezember 2015.
  7. a b Pressemitteilung – Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen. BMVg Presse- und Informationsstab, 27. Dezember 2012, abgerufen am 21. März 2016.
  8. Knut Klein: Wechsel im Kommando Sanitätsdienst. In: Bundeswehr. 17. März 2016, abgerufen am 21. März 2016.