Kommern

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Dieser Artikel beschreibt Kommern im Rheinland. Für den gleichnamigen Ort in Böhmen, siehe Komořany u Mostu.

Koordinaten: 50° 36′ 45″ N, 6° 39′ 1″ O

Kommern
Höhe: 250 m
Fläche: 19,25 km²
Einwohner: 4050
Bevölkerungsdichte: 210 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Eingemeindet nach: Veytal
Postleitzahl: 53894
Vorwahl: 02443
Ortszentrum mit Restaurant Ratskeller

Ortszentrum mit Restaurant Ratskeller

Kommern, Luftaufnahme (2015)
Kirche, Kirchberg, und Burg um 1900

Kommern liegt am nordwestlichen Rand der Eifel und ist ein Ortsteil der Stadt Mechernich im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist wegen seines geschlossenen Fachwerkensembles im historischen Ortskern bekannt. Touristische Attraktionen sind auch das Rheinische Freilichtmuseum und der Hochwildpark Rheinland. Kommern war über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum des Blei- und Silberbergbaus. Dieser wurde von der noch heute sehenswerten Burg Kommern, einem Sitz der Herzöge von Arenberg, verwaltet. Von Anfang der 1950er bis Mitte der 1970er Jahre beherbergte sie ein Wohninternat für Mädchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1969 wurde Kommern nach Veytal eingemeindet.[1]

Vor dieser Eingemeindung war Kommern eine selbstständige Gemeinde, die unter dem langjährigen Gemeindedirektor Norbert Leduc (im Amt von 1953 bis 1969) ihre heutige Gestalt annahm: 1958 wurde Kommern zum Standort des Rheinischen Freilichtmuseums gewählt. Seit den 1960er-Jahren ist Kommern Luftkurort. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt der Mühlensee. Er staut den Bleibach in Form einer kleinen Talsperre auf. Der Bleischlamm, den der Bach aus dem Bleibergwerk mitbringt, in dem er entspringt, kann sich auf diese Weise unschädlich absetzen. Vorher überschwemmte der Bach im Frühjahr die Wiesen an seinen Ufern, weshalb regelmäßig Vieh am Bleigehalt des Grases erkrankte.

Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Veytal (mit Ausnahme des Ortsteils Schwerfen, der zur Stadt Zülpich kam) in die Gemeinde (heute Stadt) Mechernich eingegliedert.[2]

1972 fand in Kommern die Landesgartenschau Nordrhein-Westfalen statt. Das Mühlental und der Mühlensee wurden integriert.

Öffentliche Einrichtungen und Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Freiwilligen Feuerwehr gibt es in Kommern etwa zwanzig Vereine im kulturellen und sportlichen Bereich wie zum Beispiel den TC Blau Gold Kommern. Die Tennisplätze liegen mitten im Wald in Kommern-Süd.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kommern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 87.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 309.
  3. Sportverein VfL Kommern (abgerufen am 2. Mai 2011)