Kommissar Maigret stellt eine Falle

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Filmdaten
Deutscher TitelKommissar Maigret stellt eine Falle
OriginaltitelMaigret tend un piège
ProduktionslandFrankreich, Italien
OriginalspracheFranzösisch
Erscheinungsjahr1958
Länge119 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieJean Delannoy
DrehbuchJean Delannoy
Michel Audiard
R. M. Arlaud
MusikPaul Misraki
KameraLouis Page
SchnittHenri Taverna
Besetzung

Kommissar Maigret stellt eine Falle ist ein französisch-italienischer Kriminalfilm der Intremondia aus dem Jahr 1958 nach dem Roman Maigret stellt eine Falle von Georges Simenon. Der Zusatz „Kommissar“, den der Film bei seiner Kinoaufführung erhielt, wurde bei der DVD-Veröffentlichung weggelassen. Die Regiearbeit von Jean Delannoy war der Auftakt zu einer kleinen Reihe von Filmen mit Jean Gabin in der Titelrolle des Kommissar Maigret.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maigret ist hinter einem Frauenmörder her, der Paris in Atem hält. Mit Methoden der Psychoanalyse gelingt es ihm, dem Mörder auf die Spur zu kommen, indem er einen Unschuldigen verhaften lässt und somit den wahren Schuldigen um seinen „Lohn der Öffentlichkeit“ bringt.

Unterschiede zur Romanvorlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während Simenons Romanvorlage Maigret stellt eine Falle im Pariser Stadtviertel Montmartre spielt, wurde die Handlung im Spielfilm in das Umfeld der Place des Vosges im Marais verlegt.[1] Auch die Namen der handelnden Personen sind zum Teil verändert. Aus Moncin wurde Maurin, aus Inspektor Lognon, in der Maigret-Serie auch als „Inspektor Griesgram“ bekannt, Inspektor Lagrume. Anders als in der Buchvorlage, in der er ausnahmsweise nicht schlecht gelaunt ist, da sich seine Frau gerade in Kur befindet, ist er im Film der gewohnte Griesgram. Während der Auslöser für Maigrets Falle, der Psychiater Tissot, im Film überhaupt nicht vorkommt, ebenso wie Simenons allgemeine Betrachtungen über Psychologie und Gutachter, erhielt die Handlung durch die Affäre Madame Maurins mit einem Gigolo eine weitere Wendung. Insgesamt fand Oliver Hahn auf maigret.de die „Abschweifungen“ des Films „teilweise plausibler, als dies die Story in dem Buch war“.[2]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Simenons Roman wurde mit psychologischer Sorgfalt und filmischer Genauigkeit umgesetzt. Die natürlichen Dekors sind mehr als nur pittoreske Staffage, sie geben den Charakteren Überzeugungskraft. Ein gelungener Kriminalfilm mit hervorragenden Dialogen und nicht nachlassender Spannung.“

„Die Zeitlupenmimik, mit der Gabin in seinen letzten Rollen vornehmlich die Denkprozesse weiser und gütiger Gangster der Pariser Unterwelt verdeutlichte, ist der bourgeoisen Behäbigkeit der Simenon-Figur angemessen […]. Das Kleinleute-Paris wurde original und originell photographiert.“

Weitere Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans-Georg Lippert: Das Gegenbild. Zur Darstellung der historischen Stadt im Spielfilm (pdf; 1,7 MB)
  2. Maigret stellt eine Falle auf maigret.de.
  3. Kommissar Maigret stellt eine Falle beim Filmlexikon von Zweitausendeins.
  4. Kommissar Maigret stellt eine Falle (Frankreich/Italien). In: Der Spiegel. Nr. 39, 1958, S. 58 (online).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]