Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2009/Ergebnisse D–G

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Dieser Artikel enthält die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2009 der Kreise und kreisfreien Städte mit den Anfangsbuchstaben D bis G.

Dortmund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe auch: Zahlen und Fakten zur Politik in Dortmund

Dortmund ist eine sozialdemokratische Hochburg. Die SPD regiert ununterbrochen seit dem Zweiten Weltkrieg, seit der Wahl 2004 in Koalition mit den Grünen. Links der SPD gibt es mehrere Gruppierungen. Die äußerst rechte DVU ist im Stadtrat vertreten, während die Republikaner seit 20 Jahren nicht mehr in den Rat gewählt wurden.

Rat der Stadt Dortmund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktuelle Sitzordnung im Stadtrat

Am 31. Dezember 2007 lebten in Dortmund 586.909 Menschen. Somit wird der Rat der Stadt mindestens 82 Mitglieder zählen.

Die Dortmunder SPD verlor 1999 die absolute Mehrheit im Rat. Von 1999 bis 2004 regierte die SPD mit wechselnden Mehrheiten. Seit 2004 regieren SPD und Grüne in einer Koalition.

Seit 2004 sind neun Parteien und Wählergruppen im Rat vertreten. FDP und Bürgerliste bilden eine Fraktionsgemeinschaft. Links der SPD sind zwei Gruppierungen vertreten: Die Linke und das Linke Bündnis Dortmund, die ebenfalls eine Fraktionsgemeinschaft („Die Linken im Rat“) bilden. Wegen des Übertritts eines Ratsmitgliedes von der DVU zur NPD zerbrach 2 Monate vor der Wahl die DVU-Fraktion und sieht sich jetzt mit der Rückforderung von vorausgezahlten Fraktionszuwendungen durch die Stadtverwaltung konfrontiert. Das Offensive D- bzw. FBI-Ratsmitglied ist fraktionslos.

Zur Stadtratswahl 2009 kandidieren die Offensive D und die Wählervereinigung Stadtgrüne nicht mehr. Neu dabei sind stattdessen neben den bereits im Rat vertretenen (SPD, CDU, Grüne, FDP, Die Linke., Linkes Bündnis, BürgerListe, FBI, DVU, NPD) die „Dortmunder Unabhängige Wählergemeinschaft 2009“ (DUW 2009), „Aufbruch Grundeinkommen – Hartz IV muss weg“ (Hartz IV muss weg) und ein Einzelbewerber.

Rat der Stadt Dortmund: Wähleranteil und Sitze seit 1994
Wahlperiode
SPD
CDU
Bündnis 90/Die Grünen
FDP
Die Linke.
Bürgerliste für Dortmund
Deutsche Volksunion
Freie Bürger-Initiative
Nationaldemokratische Partei Deutschlands
Linkes Bündnis Dortmund
Partei Rechtsstaatlicher Offensive
Rat
% Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate Mandate
XII 1994–1999 51,4 46 30,4 27 12,2 10 2,1 1,6 0,0 83
XIII 1999–2004
(2004)
41,0 34 41,7 34 9,9 8 1,8 1 2,6 2
1
2,0 2 1,0 1
1
82
XIV 2004–2009
(2009)
41,3 36 32,7 29
28
11,5 10 3,8 3
5
2,8 2
3
3,1 3
1
3,1 3
2
-
1
-
1
0,8 1 0,7 1
88
XV 2009–2014 37,8 37 28,7 28 15,4 15 6,3 6 5,5 5 2,0 2 1,5 1 1,1 1 0,9 1 0,6 96
Die Linke hieß 2004 noch PDS-OL.
Wahlperiode 1999–2004: Ein RM (Ratsmitglied) wechselte von der Bürgerliste zur Schillpartei bzw. Offensive D.
Wahlperiode 2004–2009: Ein RM wechselte von der CDU zur FDP. Ein RM wechselte von der Bürgerliste zur FDP. Ein RM wechselte von der Bürgerliste zur Partei Die Linke. Ein RM wechselte von der DVU zur NPD. Ein RM wechselte von der Offensive D und gründete die FBI.

Umfragen zur Ratswahl 2009 in Dortmund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Anfang 2008 wurden folgende Umfragen veröffentlicht:

SPD
width="80" |
CDU
width="80" |
Die Grünen
width="80" |
FDP
width="80" |
Die Linke.
width="80" | Sonstige
Start-Institut November 2007 41 % 35 % 12 % 3 % 5 %1 4 %
Forsa April 2008 36 % 33 % 13 % 6 % 6 % 6 %
Forsa Juni 2008 34 % 34 % 14 % 6 % 6 % 6 %
Forsa September 2008 36 % 32 % 14 % 7 % 7 % 4 %
Forsa Januar 2009 35 % 35 % 16 % 6 % 5 % 3 %
Forsa April 2009 37 % 34 % 14 % 6 % 4 % 3 %
Lehrstuhl Marketing & Handel Uni Duisburg-Essen Juni 2009 44 % 24 % 10 % 10 % 8 % Bürgerliste 2 %, FBI 2 %
Start-Institut Juni 2009 38 % 32 % 11 % 7 % 5 % 7 %
Forsa Juni 2009 39 % 28 % 12 % 7 % 6 % 8 %
Lehrstuhl Marketing & Handel Uni Duisburg-Essen August 2009 49 % 26 % 7 % 7 % 3 % 8 %
Infratest Dimap August 2009[1] 36 % 32 % 12 % 7 % 7 % 6 %
Start-Institut August 2009[2] 41 % 30 % 11 % 6 % 5 % 7 %

1 Aufgrund der Fragestellungen der Umfragen ist nicht klar zu differenzieren, ob die Zahlen für die Partei Die Linke. oder für die Fraktion "Die Linken im Rat" (incl. "Linkes Bündnis") erfragt werden. Folglich können die Werte des Linken Bündnisses wahlweise in der Spalte Die Linke. oder in der Spalte "Sonstige" auftauchen. Das Start-Institut hat nach der Fraktion gefragt, Forsa nach der Partei. Ob das den Befragten jedoch immer bewusst war, ist zu bezweifeln.

In einer ersten Umfrage zur OB-Wahl (Forsa Januar 2009) wurden folgende Werte ermittelt: Sierau (SPD) 29 %, Pohlmann (CDU+FDP) 26 %, Krüger (Grüne) 10 %, Keinen davon 35 %
In der zweiten Umfrage zur OB-Wahl (Forsa April 2009) wurden folgende Werte ermittelt: Sierau (SPD) 32 %, Pohlmann (CDU+FDP) 27 %, Krüger (Grüne) 7 %, Keinen davon 34 %
In der dritten Umfrage zur OB-Wahl (Uni Duisburg-Essen Juni 2009) wurden folgende Werte ermittelt: Sierau (SPD) 43 %, Pohlmann (CDU+FDP) 33 %, Krüger (Grüne) 12 %, Manz (Linke) 7 %, Zielazny (Bürgerliste) 3 %, Weikert (FBI) 2 %.
In der vierten Umfrage zur OB-Wahl (Start-Institut Juni 2009) wurden folgende Werte ermittelt: Sierau (SPD) 34 %, Pohlmann (CDU+FDP) 26 %, Krüger (Grüne) 5 %, Andere Kandidaten 4 %, Unentschlossen 31 %.
In der fünften Umfrage zur OB-Wahl (Forsa Juni 2009) wurden folgende Werte ermittelt: Sierau (SPD) 32 %, Pohlmann (CDU+FDP) 29 %, Krüger (Grüne) 6 %, Andere Kandidaten 6 %, Keinen davon 27 %.
In der sechsten Umfrage zur OB-Wahl (Uni Duisburg-Essen August 2009) wurden folgende Werte ermittelt: Sierau (SPD) 49 %, Pohlmann (CDU+FDP) 33 %, Krüger (Grüne) 6 %, Manz (Linke) 3 %, Andere Kandidaten 3 %, Unentschlossen 6 %.
In der siebten Umfrage zur OB-Wahl (Infratest Dimap August 2009) wurden folgende Werte ermittelt: Sierau (SPD) 44 %, Pohlmann (CDU+FDP) 34 %, Krüger (Grüne) 5 %, Manz (Linke) 5 %, Zielazny (BürgerListe) 5 %, Weikert (FBI) 3 %, Andere Kandidaten 4 %.
In der achten Umfrage zur OB-Wahl (Start-Institut August 2009) wurden folgende Werte ermittelt: Sierau (SPD) 48 %, Pohlmann (CDU+FDP) 38 %, Krüger (Grüne) 5 %, Andere Kandidaten 9 %.

Bei der Europawahl am 7. Juni 2009 kandidierten alle zur Kommunalwahl antretenden Parteien ebenfalls. Daher ist zumindest eine gewisse Vergleichbarkeit gegeben. Im Gegensatz zu den oben aufgeführten Umfragen handelt es sich hierbei um reale Stimmen. Das Ergebnis für Dortmund: SPD 33,4 %, CDU 27,3 %, Grüne 14,8 %, FDP 9,9 %, Die Linke 6,6 %, DVU 0,8 %, FW (incl. Bürgerliste Dortmund) 0,3 %, FBI 0,3 %, DKP (incl. Linkes Bündnis Dortmund) 0,1 %. Andere Parteien erhielten 6,5 %.

Forsa hat im Juni 2009 eine "Modellrechnung" zwischen den Europawahl- und den Kommunalwahlergebnissen veröffentlicht.[3] Gemäß dieser Modellrechnung würden sich im Vergleich der Europawahlergebnisse 2009 mit den Europawahl- und Kommunalwahlergebnissen 2004 (durch Berechnung der Veränderung bei der Wählermobilisierung bei den einzelnen Parteien) folgende Zahlen ergeben: SPD 42,3 %, CDU 27,3 %, Grüne 11,2 %, FDP 6,5 %, Die Linke 5,1 %, Sonstige 7,6 %.

Oberbürgermeister von Dortmund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kandidaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SPD nominierte den bisherigen Stadtdirektor Ullrich Sierau.

Die CDU und die FDP nominierten den parteilose Joachim Pohlmann als ihren gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters.

Die Grünen nominierten ihren Fraktionschef im Rat Mario Krüger als ihren Kandidaten.[4]

Die Bürgerliste für Dortmund nominierte die Prokuristin und Betriebsratsvorsitzende Petra Zielazny als ihre Kandidatin.[5]

Die Linke hat den stellvertretenden Landessprecher der Partei und Bezirksvertreter aus Innenstadt-Nord Helmut Manz zu ihrem OB-Kandidaten gewählt. Er ist der einzige Kandidat, der bereits vor 5 Jahren für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert hat.

Die neu gegründete Freie Bürger Initiative (FBI) hat den Unternehmer Norbert Weikert als OB-Kandidaten gewählt.

Die NPD hat das bisherige DVU-Ratsmitglied Axel Thieme zu ihrem OB-Kandidaten gewählt.

Die DVU hat das Ratsmitglied und ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Waldemar Stanko zu ihrem OB-Kandidaten gewählt.

Als Unabhängiger kandidiert Andreas Blaschke.

Partei 1999 2004 2009
Kandidat 12.09. 26.09. Kandidat 29.09. 10.10. Kandidat 30.08.
CDU Geers 45,6 47,8 Hengstenberg 33,4 37,5 Pohlmann 36,2
SPD Langemeyer 42,2 52,2 Langemeyer 48,1 62,5 Sierau 45,5
Grüne Mohr 7,6 –,- Schneckenburger 7,7 –,- Krüger 9,0
Bürgerliste Pohlschröder 1,8 –,- Fischer 2,1 –,- Zielazny 1,3
DVU Stanko 1,3 –,- Stanko 2,6 –,- Stanko 1,2
Mödder 0,8 –,- Blaschke 1,0
FDP Stratenwerth 0,7 –,- Littmann 2,7 –,- (siehe CDU)
Linke Manz 2,3 –,- Manz 4,5
Offensive D Münch 0,6 –,-
Linkes Bündnis Sander 0,6 –,-
FBI Weikert 0,7
NPD Thieme 0,7
Die Linke hieß 2004 noch PDS-OL
Bezirksbürgermeister Dortmund 2004–2009

Bezirksvertretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl eine kreisfreie Stadt maximal zehn Stadtbezirke haben sollte, hat Dortmund zwölf. Das ist dadurch möglich, dass die drei Innenstadtbezirke formal einen Stadtbezirk bilden, faktisch aber wie drei Bezirke behandelt werden. Alle Bezirksvertretungen haben 19 Mitglieder.

Während der XIV. Wahlperiode war die SPD in 10 Bezirken die stärkste Partei, die CDU in zwei. Die SPD stellt elf Bezirksbürgermeister, die CDU einen, wobei die Grünen wahlweise SPD oder CDU als Koalitionspartner dienen. Lediglich in Hörde hat SPD-Grüne allein keine Mehrheit und wird durch den Vertreter der Linken toleriert. In einem Bezirk stellen die Grünen den 1. Stellvertreter, in drei Bezirken stellen sie den 2. Stellvertreter. Vertretene Parteien und Wählergruppierungen sind: SPD, CDU, Grüne, FDP, DVU, Die Linke und die Bürgerliste für Dortmund.

(Stand Januar 2009)

Zusammensetzung der Bezirksvertretungen von Dortmund
XIV. Amtsperiode 2004–2009
Stadtbezirk Bezirksbürgermeister SPD CDU Grüne FDP BL DVU Linke FBI BV
Stadtbezirk Innenstadt-Nord Siegfried Böcker SPD-Grüne 8 4 3 1 1 1 1 19
Stadtbezirk Innenstadt-Ost Udo Dammer SPD-Grüne 7 7 3 1 0 0 1 19
Stadtbezirk Innenstadt-West Hans-Ulrich Krüger SPD-Grüne 7 5 4 1 0 1 1 19
Stadtbezirk Eving Helmut Adden SPD-Grüne 9 5 2 1 1 1 19
Stadtbezirk Scharnhorst Heinz Pasterny SPD-Grüne 9 6 1 1 0 1 1 19
Stadtbezirk Brackel Karl-Heinz Czierpka SPD-Grüne 8 6 2 1 1 1 0 19
Stadtbezirk Aplerbeck Sascha Mader CDU-Grüne 7 7 3 1 1 0 0 19
Stadtbezirk Hörde Manfred Renno SPD-Grüne 7 7 2 1 1 0 1 19
Stadtbezirk Hombruch Ulrich Steinmann SPD-Grüne 7 8 3 1 0 0 0 19
Stadtbezirk Lütgendortmund Heiko Brankamp SPD-Grüne 9 5 2 1 1 1 0 19
Stadtbezirk Huckarde Harald Hudy SPD-Grüne 9 5 2 1 0 1 1 19
Stadtbezirk Mengede Bruno Wisbar SPD-Grüne 8 6 2 1 0 1 1 19
Gesamt 95 71 29 12 6 8 7 - 228
XV. Amtsperiode 2009–2014
Stadtbezirk Innenstadt-Nord Siegfried Böcker SPD-Linke 8 4 3 1 1 0 2 19
Stadtbezirk Innenstadt-Ost Udo Dammer SPD-Grüne 6 6 4 2 0 0 1 19
Stadtbezirk Innenstadt-West Friedrich A. Roesner Grüne-CDU 7 5 5 1 0 0 1 19
Stadtbezirk Eving Helmut Adden SPD-Grüne 8 4 2 1 1 1 1 1 19
Stadtbezirk Scharnhorst Rüdiger Schmidt SPD-Grüne 10 5 2 1 0 0 1 19
Stadtbezirk Brackel Karl-Heinz Czierpka SPD-Grüne 8 6 3 1 0 0 1 19
Stadtbezirk Aplerbeck Sascha Mader CDU-Grüne 6 6 4 1 1 0 1 19
Stadtbezirk Hörde Manfred Renno SPD-CDU 7 6 3 1 1 0 1 19
Stadtbezirk Hombruch Hans Semmler CDU-SPD 6 8 3 1 0 0 1 19
Stadtbezirk Lütgendortmund Heiko Brankamp SPD-Grüne 8 5 3 1 1 0 1 19
Stadtbezirk Huckarde Harald Hudy SPD-Grüne 9 5 2 1 0 1 1 19
Stadtbezirk Mengede Bruno Wisbar SPD-Grüne 9 5 2 1 0 1 1 19
Gesamt 92 65 36 13 5 3 13 1 228

Duisburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Kommunalwahl in Duisburg 2009

Kreis Düren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kreis Düren sind insgesamt 10 Wählergemeinschaften aktiv.

  • Düren: Bürger für Düren (BfD); Europäer für Düren (EfD)
  • Heimbach: Unabhängige Wählervereinung (UWV)
  • Jülich: Unabhängige Wählergemeinschaft – Jülichs überparteiliche Liste (UWG-JÜL)
  • Nideggen: Die Unabhängigen
  • Aldenhoven: Frei Wählergemeinschaft (FWG); Unabhängige soziale Alternative (UsA)
  • Langerwehe: Vereinigung freier Bürger (VfB)
  • Niederzier: Bürgergemeinschaft Niederzier (BG)
  • Vettweiß: Bürgerinitiative Vettweiß (BI)

Eine von ihnen, die Unabhängige Wählergemeinschaft Jülichs überparteiliche Liste (UWG-JÜL) gewann 2004 ein Mandat im Kreistag. Sie gehörte zu den Unterstützern der Initiative „Mehr Demokratie beim Wählen“ von Mehr Demokratie e. V.[6]

Für die Kommunalwahl 2009 wollen die Bürgerinitiative Vettweiß, der UWV Heimbach, die Unabhängigen aus Nideggen, die Vereinigung freier Bürger (VfB) in Langerwehe, die BG Niederzier, die BfD aus Düren, die FWG aus Aldenhoven und die UWG-JÜL aus Jülich kreisweit gemeinsam antreten und dort, wo noch keine unabhängigen Wählergemeinschaften existieren, selber welche gründen.

Kreistag Düren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der XIV. Wahlperiode verließ je ein Mitglied der FDP und der PDS ihre jeweiligen Fraktionen und gründeten die Freie Liste (FL), die somit noch nicht durch Wahlen legitimiert ist.

Die PDS heißt Die Linke.

Kreistag Düren
Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP PDS JÜL FL UWG NPD Rat
XIV: 2004–2009 28 16 4 3
2
2
1
1 0
2
54
XV: 2009–2014 25 15 5 4 2 2 1 54
JÜL: Unabhängige Wählergemeinschaft Jülichs überparteiliche Liste (UWG-JÜL) – FL: Freie Liste (FL)

Dürener Landrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Spelthahn (CDU) ist seit 1999 Hauptamtlicher Landrat. Der SPD Unterbezirk Düren wählte im Januar 2009 Jens Bröker zu seinem Landratskandidaten.

Kreisabhängige Städte und Gemeinden in Düren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 8,2 % der Mandate sind die freien Wählergruppen die drittstärkste politische Kraft in den Städte- und Gemeindeparlamenten im Kreis.

Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der amtierende Oberbürgermeister Elbers erreichte bei seiner Wahl im August 2008 59,7 % der Stimmen.

Rat der Stadt Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Zusammensetzung des Rates der Stadt Düsseldorf hat sich während der XIV. Amtsperiode 2009 stark verändert.

Die SPD nominierte ihre Kandidaten am 10. Januar 2009. CDU und Grüne hielten ihre Parteitage am 17. Januar 2009 ab.

Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf: Wähleranteil und Sitze seit 1994
Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP Linke REP Graue FW Rat
XII: 1994–1999 39,7 35 41,5 37 12,7 11 3,8 1,8 83
XIII: 1999–2004 49,4 40 35,2 29 7,1 6 4,3 4 2,3 2 1,5 1 82
XIV: 2004–2009 44,5 37 30,3 25 12,3 10
9
6,2 5 2,9 2
3
1,7 1 1,0 1
0
1,0 1
2
82
XV: 2009–2014 82

Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammensetzung der Bezirksvertretungen 2004–2009

Der Düsseldorfer Oberbürgermeister ist Dirk Elbers. Er wurde erst im August 2008 in einer Nachwahl für 6 Jahre in sein Amt gewählt. Somit gibt es aufgrund des Kommunalwahlgesetzes des Landes NRW anlässlich der Kommunalwahl in Düsseldorf keine erneute Oberbürgermeisterwahl.

Die 10 Bezirksvertretungen von Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 10 Stadtbezirke von Düsseldorf sind von 01 bis 10 durchnummeriert. Die Vorsitzenden der Bezirksvertretungen heißen Bezirksvorsteher.

In allen Bezirken ist die CDU 2004–2009 stärkste Fraktion. Von den 10 Bezirksvorstehern sind 7 von der CDU. Die SPD stellt drei Bezirksvorsteher. Neben diesen beiden Parteien ist nur noch die FDP in allen BVs vertreten. Die Grünen, die nur in 9 Bezirken vertreten sind, stellen aber im Ganzen mehr Bezirksvertreter.

Am linken Rand gibt es auf Bezirksebene noch die Partei Die Linke (5), die Linke Liste Düsseldorf (1), die Linke Liste Flingern (1) und die Deutsche Kommunistische Partei (2)

Der rechte Rand war von 2004 bis 2009 unbedeutend: Nur die Republikaner stellten 1 Bezirksvertreter im Stadtbezirk 10.

Ennepe-Ruhr-Kreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtierender Landrat ist Arnim Brux (SPD). Die Wählergemeinschaft Ennepe-Ruhr (WGEN) heißt seit 2008 Freie Wähler Ennepe-Ruhr (FW-EN). Damit wollen sie von der Bekanntheit der Freien Wähler seit der Bayernwahl profitieren.[7]

Um einen Sitz im Kreistag streiten sich im August 2009 insgesamt acht Parteien: SPD, CDU, Grüne, FDP, Freie Wähler Ennepe-Ruhr (FW-EN), Wittener Bürger Gemeinschaft (WBG), Die Linke und NPD.[8]

Kreistag Ennepe-Ruhr
Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP Die Linke NPD FW-EN WBG Tag
XIV: 2004–2009 21 23 7 4 1 1 2 1 60
XV: 2009–2014 28 22 9 6 4 1 1 1 72
WBG: Wittener Bürger Gemeinschaft

Um das Amt des Landrats bewerben sich sechs Kandidaten:

- Amtsinhaber Arnim Brux aus Schwelm (SPD)
- die Gevelsbergerin Annette Fischer (CDU)
- Jörg Obereiner aus Breckerfeld (Grüne)
- Ronald Mayer aus Sprockhövel (FDP)
- Karlheinz Berger-Frerich aus Gevelsberg (Die Linke)
- Thorsten Crämer aus Schwelm (NPD).

Essen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe Kommunalwahl in Essen 2009

Kreis Euskirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kreis Euskirchen ist die CDU überall stärkste Partei, teilweise mit absoluter Mehrheit.

Die SPD steht sowohl im Kreistag, wie auch in den Gemeinderäten auf dem zweiten Platz. Seit den Kreistagswahlen 1999 liegt sie unter 23 %.

Die FDP ist zwar kreisweit die drittstärkste Partei, auch bei der Zahl der Gemeindevertreter, allerdings wird ihr Platz drei in mehreren Gemeindeparlamenten von der Unabhängigen Wählervereinigung UWV und in je einem Gemeinderat von der Jungen Alternative (JA) und der Unabhängige Nettersheimer Alternative UNA strittig gemacht. Die UWV steht kreisweit auf Platz vier und verdrängt die Grünen auf Platz fünf. Parteien des rechten oder linken Randes sind nirgends vertreten.

Kreistag Euskirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreistag Euskirchen
Wahlperiode
CDU Nordrhein-Westfalen
SPD
FDP
UWV
Bündnis 90/Die Grünen
Kreistag
XII: 1994–1999 47,7 26 31,4 17 5,3 2 4,7 8,1 4 49
XIII: 1999–2004 58,7 28 22,9 11 6,4 3 5,3 3 5,6 3 48
XIV: 2004–2009 50,2 24 22,0 10 10,1 5 9,5 5 8,2 4 48
XV: 2009–2014
Quellen: Die Landeswahlleiterin

Landrat des Kreises Euskirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste gewählte hauptamtliche Landrat Euskirchens war 1999 Günter Rosenke, der zuvor schon seit 1994 ehrenamtlicher Landrat war. Zur Wahl 1999 stellte sich auch der spätere Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalens, Ingo Wolf von der FDP.

2009 entzog die CDU ihrem Landrat das Vertrauen und stellte ihn nicht mehr zum Landratskandidaten auf. Darauf hin trat er aus der CDU aus und kandidiert als unabhängiger Kandidat.

Partei 1999 2004 2009
Kandidat 12.09. Kandidat 26.09. Kandidat 30.08.
CDU Rosenke 63,1 % Rosenke 55,3 %
SPD Mücker 21,1 % Schmitz 25,3 %
FDP Wolf 11,0 % Reiff 9,3 % –,-
B90/G Danninger 4,9 % –,-
UWV –,- Troschke 10,0 %
unab. Rosenke
Quellen: Die Landeswahlleiterin

Stadt- und Gemeinderäte im Kreis Euskirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die CDU war seit 2004 in den Gemeinderäten die mit Abstand stärkste Partei. Die SPD ist nur in 10 Gemeinderäten die zweitstärkste Partei, in einem Gemeinderat teilt sie sich den Platz mit der FDP.

Die CDU stellt 10 von 11 Bürgermeistern, ein Bürgermeister ist unabhängig.

2004
Räte der kreisabhängigen Städte und Gemeinden im Kreis Euskirchen
Wahlperiode Kommune (LAU) CDU SPD FDP Grüne UWV übrige Gesamt
XIV: 2004–2009
Bad Münstereifel 17 9 4 3 5 38
Euskirchen 22 11 4 4 3 44
Mechernich 15 7 2 2 6 32
Schleiden 12 5 5 3 2 1 28
Zülpich 15 10 2 1 2 4[9] 34
Blankenheim 19 4 2 2 5 32
Dahlem 14 3 2 1 20
Hellenthal 16 7 2 3 4 32
Kall 15 7 7 3 32
Nettersheim 12 4 1 3[10] 20
Weilerswist 18 9 4 3 34
Gesamt 175 76 35 25 27 4/3/1 346
XV: 2009–2014:
Bad Münstereifel
Euskirchen
Mechernich
Schleiden
Zülpich
Blankenheim
Dahlem
Hellenthal
Kall
Nettersheim
Weilerswist

Gelsenkirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gelsenkirchen existieren links der SPD gleich zwei Gruppierungen: die PDS (2009: Die Linke.PDS) und das Personenwahlbündnis AUF Gelsenkirchen, die zusammen auf 6,2 % Wähleranteil kommen und im Rat eine Fraktion bilden.

Rechts der CDU zogen die rechtspopulistische Pro-Bürger-Partei und die rechtsextremen Republikaner 2004 in den Rat ein. Beide Ratsparteien existieren 2009 nicht mehr. Zwei Mitglieder der Republikaner gründeten 2005 mit dem Ratsmitglied von Wir für Gelsenkirchen die Fraktion Bündnis 05/Wir für Gelsenkirchen. Beide Teile der Fraktion wollen sich weder links noch rechts einordnen lassen.

Das dritte Ratsmitglied der Republikaner und das Ratsmitglied der Pro-Bürger-Partei werden 2009 von der Stadt Gelsenkirchen als parteilos geführt.

Rat der Stadt Gelsenkirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat der Stadt Gelsenkirchen: Wähleranteil und Sitze seit 2004
Wahl SPD CDU Grüne FDP PDS/ Die Linke AUF REP B05 WIR PBP BIG ProNRW pl Rat
2004 41,9 28 35,4 23 6,8 4 3,3 2 3,2 2 3,0 2 4,0 3
0
–,- 0
2
1,1 1 1,1 1
0
-,- 0 -,- 0 –,- -
2
66
2009 50,4 34 22,5 15 6,4 4 4,5 3 5,5 4 1,7 1 -,- 0 -,- 0 0,5 0 -,- 0 3,7 2 4,3 3 -,- 0 66
Stärkste Partei farblich hervorgehoben. PDS und AUF bildeten zwischen 2004 und 2009 eine Fraktion und WIR für Gelsenkirchen bildete zur selben Zeit eine Fraktion mit Bündnis 05, die aus zwei ehemaligen Republikanern bestehen.

Gelsenkirchener Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 wurde Oliver Wittke (CDU) der erste direkt gewählte Oberbürgermeister von Gelsenkirchen. Er lag mit 123 Wählerstimmen vor Klaus Haertel von der SPD. Insgesamt traten nur fünf Kandidaten an, darunter auch ein unabhängiger, Jürgen Schimanek, ehemaliger Redakteur bei UFA, WDR und taz-NRW.

2004 traten schon neun Kandidaten zu den Oberbürgermeisterwahlen an. Obwohl es links der SPD mit der Kandidatin von AUF Gelsenkirchen Monika Gärtner-Engel (MLPD-Mitglied) und mit Wolfgang Erich Meyer von der PDS gleich zwei Bewerber gab, konnte der Herausforderer von der SPD Frank Baranowski den Amtsinhaber Oliver Wittke mit 3.272 Stimmen Vorsprung im 2. Wahlgang schlagen – obwohl dieser im ersten noch führte.

2009 gab es keine Stichwahl mehr. OB wird, wer die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann. Eine Stichwahl wäre aber ohnehin nicht nötig gewesen, da Amtsinhaber Frank Baranowski die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte.

Partei 1999 2004 2009
Kandidat 12.09. 26.09. Kandidat 29.09. 10.10. Kandidat 30.08.
St. % St. % St. % St. % St. %
CDU Wittke 41.291 44,8 45.595 50,1 Wittke 41.853 42,9 40.909 48,1 Mörs 17.366 19,4 %
SPD Haertel 40.971 44,4 45.472 49,9 Baranowski 40.726 41,7 44.181 51,9 Baranowski 57.346 63,9 %
Grüne Sott 4.678 5,1 Matzkowski 3.378 3,5 Mihalic 2.083 2,3
FDP Kölling 1.994 2,2 Schaperdot 2.275 2,3 Schaperdot 2.598 2,9
REP Hauer 3.030 3,1
PDS/ Die Linke Meyer 2.346 2,4 Herrmann 3.263 3,6
AUF Gärtner-En. 2.291 2,3 Gärtner-En. 1.076 1,2
PBP Rikowski 961 1,0
WIR Kowalewski 739 0,8 Kowalewski 226 0,3
unab. Schimanek 3.315 3,6
Pro NRW Hauer 2.745 3,1
Quellen: Landeswahlleiterin www.wahlen.lds.nrw.de, CDU GE, OB.BA, FDP GE

Bezirksvertretungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In § 2 der Hauptsatzung der Stadt Gelsenkirchen sind die fünf Bezirke Mitte, Nord, Ost, Süd und West festgelegt. In allen fünf Bezirksvertretungen ist die SPD mit insgesamt 38 von 95 Bezirksvertretern die stärkste Partei und stellt vier Bezirksbürgermeister. Die CDU ist mit 31 die zweitstärkste, die PDS mit 7 drittstärkste und die Grünen mit 6 viertstärkste Partei.

Die FDP ist in drei Bezirksvertretungen mit je einem Mitglied vertreten.

Bezirk Bezirksbürgermeister SPD CDU Grü FDP PDS B05/WIR REP pl
Mitte Detlef Preuß, SPD 8 7 1 1 1 1 19
Nord Thomas Klasmann, SPD 8 7 1 1 1 1 19
Ost Heinz Macziaßek, SPD 7 6 1 1 1 1 19
Süd Annelie Hensel, CDU 7 6 1 2[11] 1 19
West Joachim Gill, SPD 8 5 2 2 1 19
Gesamt 38 31 6 3 7 2 1 2 95

Kreis Gütersloh[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kreis Gütersloh haben sich die Wählergruppen zum Kreisverband der Freien und Unabhängigen Wählergemeinschaften im Kreis Gütersloh (FWG-UWG) zusammengeschlossen.

Kreistag Gütersloh: Wähleranteil und Sitze seit 1994
Wahlperiode CDU SPD Grüne FDP ödp FWG-UWG
XII: 1994–1999 45,1 30 34,5 22 9,7 6 3,7 0,8 6,0 3 61
XIII: 1999–2004 54,4 33 27,6 16 6,6 4 3,7 2 7,7 5 60
XIV: 2004–2009 49,2 29 27,1 16 8,5 5 5,9 4 1,1 1 8,3 5 60
XV: 2009–2014

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.presseportal.de/pm/7899/1460230/wdr_westdeutscher_rundfunk
  2. http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/specials/kommunalwahl_2009/artikel/Artikel;art22453,644083
  3. http://www.buergerforum-phoenix.de/de/dortmund-barometer/juni-2009/politische-stimmung-in-dortmund-im-juni-2009/index.html
  4. WR: Die lange Suche nach dem OB-Kandidaten, Dortmund, 29. Dezember 2008, abgerufen 8. Januar 2009
  5. WR: Bürgerliste geht mit einer Frau ins Rennen, 16. Oktober 2008, abgerufen am 7. Juli 2015
  6. openPR: [UWG JÜL unterstützt Demokratie-Volksinitiative – Wähler sollen ihr „Team Rathaus“ aufstellen können] (Pressemitteilung von: Unabhängige Wählergemeinschaft Jülich), 30. März 2007, abgerufen 17. Januar 2009
  7. Südkreis: Wählergemeinschaft heißt jetzt Freie Wähler Ennepe-Ruhr. In: Westfälische Rundschau – www.derwesten.de. 4. Dezember 2008, abgerufen am 8. Juli 2015: „Der Kreisverband der Wählergemeinschaften im EN-Kreis beschloss auf einer außerordentlichen Delegiertenversammlung in Schwelm, sich im Rahmen einer Satzungsänderung umzubenennen. „Wir setzen auf die bundesweit immer bekannter werdende Marke »Freie Wähler«“, so der Vorsitzende Gerd Peters.“
  8. http://www.derwesten.de/staedte/witten/elf-parteien-treten-an-id491254.html
  9. JA Junge Alternative
  10. UNA Unabhängige Nettersheimer Alternative
  11. AUF/PDS

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]