Kommunikationspsychologie

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Die Kommunikationspsychologie untersucht verschiedene Formen der zwischenmenschlichen Kommunikation mit den Methoden der Psychologie. Ein bekanntes Forschungs- und Anwendungsgebiet ist die Führungspsychologie.

Kommunikation aus psychologischer Sicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Informationsaustausch sieht die Psychologie eine weitere Funktion von Kommunikation und Interaktion in der wechselseitigen Steuerung und Kontrolle von Verhalten. Soziale Interaktion ist wechselseitig aufeinander bezogenes Verhalten von Menschen. Die beteiligten Personen beeinflussen einander wechselseitig und reagieren aufeinander.

Paul Watzlawick, Janet H. Beavin und Don D. Jackson formulierten 1969 fünf metakommunikative Axiome, die für jede interpersonale Kommunikation gelten.[1] Vor allem die folgenden drei Axiome fassen grundlegende Erkenntnisse der Kommunikationspsychologie zusammen:

  • „Man kann nicht nicht kommunizieren!“
  • „Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei Letzterer den Ersteren bestimmt und daher eine Metakommunikation ist.“
  • „Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem, ob die Beziehungen zwischen den Partnern auf Gleichheit oder Unterschiedlichkeit basieren.“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedemann Schulz von Thun: Miteinander reden 1 – Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation. Rowohlt, Reinbek 1981, ISBN 3-499-17489-8
  • P. Watzlawick, J.H. Beavin: Einige formale Aspekte der Kommunikation. In: P. Watzlawick, J.H. Weakland et al., Interaktion. Bern Stuttgart Wien, 1980, S. 98 ff.
  • B. Fittkau, H.-M. Müller-Wolf und F. Schulz von Thun: Kommunizieren lernen (und umlernen). 3. Auflage, Braunschweig, 1983
  • F. Görgen: Kommunikationspsychologie in der Wirtschaftspraxis, München, 2005, ISBN 3-486-57700-X
  • Paul Watzlawick, Janet H. Beavin, Don D. Jackson: Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. 11., unveränd. Auflage 2007, Bern: Huber
  • Alexander Thomas: Interaktion und Kommunikation. In: Grundriß der Sozialpsychologie. Band 1: Grundlegende Begriffe und Prozesse. Göttingen, 1991, S. 54–71
  • J. Waibel: Schweigen Sie noch oder stimmen Sie schon? Stimmpersönlichkeit-Führung-Dialog. Keine Angst vor Konflikten. Edition Humanistische Psychologie, Bergisch Gladbach 2010, ISBN 978-3-89797-301-5
  • Roland Burkhart und Walter Hömberg (Hg.): Kommunikationstheorien. Wien, 1995
  • D. Weimer, M. Galliker (Hg.): Sprachliche Kommunikation: Ansätze und Perspektiven. Heidelberg, Kröning, 2003.
  • Hein Retter: Studienbuch Pädagogische Kommunikation. Bad Heilbrunn, 2. Auflage, Klinkhardt, 2002
  • G. Bovet, H. Frommer: Psychologie Grundkurs. Cornelsen, 1988, ISBN 3-590-12608-6

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Watzlawick, Janet H. Beavin, Don D. Jackson: Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. 11., unveränd. Auflage 2007, Bern: Huber, S. 53–70.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]