Kommunistische Partei Chinas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
中国共产党
Kommunistische Partei Chinas
Flag of the Chinese Communist Party.svg
Flagge
Danghui.svg
Emblem


Xi Jinping
Partei­vorsitzender Xi Jinping (Generalsekretär)
General­sekretär Xi Jinping
Gründung 1921[1]
Gründungs­ort Shanghai
Haupt­sitz Zhongnanhai, Peking
Jugend­organisation Kommunistischer Jugendverband Chinas
Aus­richtung Kommunismus,
Marxismus-Leninismus,
Maoismus,
Deng-Xiaoping-Theorie,
Dreifaches Vertreten,[3]
Dritter Weg
Farbe(n) Rot, Gelb
Parlamentssitze
2157/2987
Mitglieder­zahl 89,45 Mio. (2017)[2]
Internationale Verbindungen Internationales Treffen Kommunistischer und Arbeiterparteien[4]
Website english.cpc.people.com.cn

Die Kommunistische Partei Chinas (chinesisch 中國共產黨 / 中国共产党, Pinyin Zhōngguó Gòngchǎndǎng), gegründet 1921, ist die seit 1949 regierende Partei der Volksrepublik China. Mit rund 90 Millionen Mitgliedern ist sie die mitgliederstärkste kommunistische Partei und nach der indischen Bharatiya Janata Party die zweitgrößte politische Partei der Welt. Ihre Hauptverwaltung befindet sich im Zhongnanhai in Peking. Die allgemeine deutsche Abkürzung ist KPCh (auch KPC), die chinesische Zhōnggòng (中共).

Politische Ausrichtung und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politologen halten zur Verortung der konzeptionellen Aufstellung fest, dass es sich bei der KPCh nicht um eine politische Partei im westlichen Sinne handelt. Seit Entstehung der Volksrepublik China steht sie über dem Staat. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass 2014 eine Gesetzesreform in Kraft getreten ist, welche einerseits unverändert die absolute Führung der Partei betont, anderseits die Rechtsstaatlichkeit, insbesondere den Stellenwert der Verfassung, die Unabhängigkeit der Justiz sowie die Transparenz und stärkere Einbeziehung der Bürger in den Gesetzgebungsprozess, stärken soll.[5][6]

Die Kommunistische Partei Chinas vertritt seit 1987 einen Sozialismus chinesischer Prägung, der sich nicht nur vom sowjetischen Modell distanziert, sondern zugleich den Marxismus in seiner Bedeutung für die Modernisierung Chinas neu zu bewerten sucht.[7] Dementsprechend enthält das Parteistatut Elemente des Marxismus, des Maoismus, der Theorien Deng Xiaopings sowie der Prinzipien des dreifachen Vertretens. Ausdrücklich abgelehnt werden Egalitarismus und Klassenkampf-Doktrin.[8] Nach Eigenangaben der KPCh bestimmen vier Zielkoordinaten die Politik der Partei, welche von ihr als „magisches Viereck“ bezeichnet werden:

Der erklärte Hauptarbeitsschwerpunkt der KPCh liegt auf einer Modernisierung der chinesischen Wirtschaft, was sich bei der Auswahl der Parteiführungskräfte bis hinab zur Dorfebene niederschlägt. In den Spitzenpositionen der Partei sind seit der fünften Führungsgeneration der Volksrepublik China überwiegend im Ausland, meist an Elitehochschulen in den USA, ausgebildete Master of Business Administration, Finanzexperten und Juristen tätig.[10][11]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und Aufbauphase[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung der Kommunistischen Partei Chinas erfolgte im Juli 1921 in Shanghai. Das genaue Datum ist unbekannt. Gesicherte Angaben über die Namen und Anzahl der Gründungsmitglieder existieren nicht. Übereinstimmend werden genannt: Li Hanjun und Li Da aus Shanghai, Zhang Guotao aus Peking, Chen Gongbo aus Wuhan, Mao Zedong aus Changsha sowie der Auslandschinese Zhou Fohai.[12]

Als erwiesen gilt, dass die Entstehung der KPCh maßgeblich auf die finanzielle und personelle Unterstützung der Kommunistischen Internationale (Komintern) zurückgeht. Bis 1927 leitete und überwachte der Komintern-Agent Grigori Naumowitsch Woitinski die Politik der chinesischen Kommunisten. Weitere in China tätige Geheimdienstmitarbeiter der Komintern und Hauptinitiatoren bei der Gründung der Partei waren unter anderem Henk Sneevliet (Tarnname Maring), Wladimir Abramowitsch Neumann (Tarnname Nikolski), Manabendra Nath Roy und insbesondere Michail Markowitsch Borodin.[13]

Erster Vorsitzender der KPCh wurde Chen Duxiu (1921–1927). Die Weisung der Komintern sah die Errichtung einer Diktatur des Proletariats nach sowjetischem Vorbild vor, bei welcher die chinesische Arbeiterklasse die Hauptkräfte stellen sollte.[14] Innerhalb der Komintern führte diese Forderung zu massiven Kontroversen zwischen Trotzkisten und Stalinisten. Letztere betonten, dass eine „Revolution wie in Russland in China nicht durchführbar sei“.[15] Tatsächlich lag der Anteil der Arbeiterschaft bei nur 0,5 Prozent der damaligen chinesischen Gesamtbevölkerung.[16]

Gegen den fortwährenden Widerstand der Komintern setzte Josef Stalin Anfang 1924 die Bildung einer Allianz der KPCh mit der Nationalen Volkspartei Chinas (Kuomintang) durch. Diese heute sogenannte Erste Einheitsfront wurde aus Sicht verschiedener Historiker seitens der Sowjetunion (UdSSR) aus einem Mangel an Alternativen für die damals machtlose und mitgliederschwache KPCh gebildet.[17] Erklärter Zweck war es, „unter Mitgliedern der Nationalen Volkspartei Propaganda zu betreiben, um sie für den Kommunismus zu gewinnen“.[18] Auf diesem Wege gelang der KPCh der Durchbruch von einer unbedeutenden Kampfgruppe zur Massenpartei: die Mitgliederzahl erhöhte sich von 57 in 1921 auf 300 im Juni 1924; bis Januar 1926 auf 10.000 und bis April 1927 auf 58.000.[19][20]

Das Politbüro der KPdSU ging dabei soweit, die Kuomintang als Mitglied der Komintern aufzunehmen und Chiang Kai-shek, der 1925 Vorsitzender der Nationalen Volkspartei Chinas wurde, zum Ehrenmitglied der Exekutive der Komintern (EKKI) zu ernennen.[21] Ziel der Kooperation sollte die chinesische Wiedervereinigung sein. Das Bündnis zerbrach während des gemeinsam begonnenen Nordfeldzuges, nachdem chinesische Kommunisten und Mitarbeiter der Komintern die Gründung von Sowjetrepubliken in China planten und Chiang Kai-shek erfuhr, dass die Sowjetunion Kriegsgerät sowohl an die Nationalrevolutionäre Armee als auch an den Warlord Feng Yuxiang lieferte.[22][23][24]

Offiziell wurde das Ende der Einheitsfront sowie der Kampf gegen die Kuomintang am 7. August 1927 von der Komintern beschlossen. Damit begann der Chinesische Bürgerkrieg.[25][26]

Entwicklung während des Bürgerkrieges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gebiete in Zentralchina, die de facto zwischen 1929 und 1935 unter der Kontrolle der Sowjetunion standen
Nationalflagge der Chinesischen Sowjetrepublik (1931–1937)
Kommunistischer Agitator während des Bürgerkrieges
Mao Zedong und Chiang Kai-shek stoßen auf die gemeinsamen Erfolge an, Chongqing im September 1945

Am 1. August 1927 initiierten Mitglieder der KPCh einen Aufstand in Nanchang. Unter der Leitung von Zhou Enlai wurden bei den Kämpfen erstmals eigene bewaffnete Einheiten eingesetzt, was als Geburtsstunde der Volksbefreiungsarmee angesehen wird. Ziel der militärischen Operation war die Errichtung von Sowjetrepubliken in Changsha, Shantou und Guangzhou. Der Putsch wurde sieben Tage später von Truppen der Nationalrevolutionären Armee Chiang Kai-sheks niedergeschlagen.[27]

Die erste Sowjetrepublik mit einem eigenständigen Staatsapparat, nebst Außenministerium, Flagge und Präsidenten, gründete Peng Pai mit Hilfe sowjetischer Militär- und Politikberater im November 1927 in Haifeng. Die Regierung nannte sich Hailufeng-Sowjet und wurde rund vier Monate später von Kuomintang-Truppen gestürzt. Diesem Versuch folgten weitere erfolglose Errichtungen von Räteregierungen in ganz Zentralchina. Die chinesischen Sowjetrepubliken waren Ausgangsbasen erklärter sowie gezielter Ausrottungs- und Vernichtungsfeldzüge gegen Nationalchinesen. Dementsprechend wurde der Bürgerkrieg von beiden Seiten mit äußerster Härte geführt und forderte ungezählte Opfer, in erster Linie unter der Zivilbevölkerung.[28]

Reserviert verhielt sich die KPCh während des Sowjetisch-Chinesischen Grenzkrieges. Der Konflikt begann am 17. August 1929 mit dem Einmarsch der sowjetischen Roten Armee in der Mandschurei und endete mit einer Niederlage der Armee der Kuomintang. Über die neutrale Haltung der Volksbefreiungsarmee bei dieser Auseinandersetzung traf Mao Zedong erstmals seine später oft wiederholte Aussage:

„Dass die Kommunistische Partei Chinas ein Mitglied der Komintern ist, bedeutet keinesfalls, dass China von Moskau oder der Komintern beherrscht wird. Wir kämpfen sicher nicht für ein emanzipiertes China, um das Land Moskau zu übergeben.“[29]

Nach dem Krieg entstand in den chinesischen Nordprovinzen ein Machtvakuum. Die Auswirkungen führten 1931 zur Mandschurei-Krise und 1932 zur Gründung des japanischen Marionettenstaates Mandschukuo.[30] Gleichfalls erfolgte 1931 mit Unterstützung der UdSSR die Gründung der Chinesischen Sowjetrepublik in Jiangxi. Sie bestand bis 1937, wobei sich die Gebiete und Grenzen ständig veränderten. 1934 erfolgte die Sowjetische Invasion in Sinkiang. Im gleichen Jahr traten die kommunistischen Streitkräfte in ganz China einen Rückzug an, der im zentralen Heldenmythos der KPCh als „Langer Marsch“ bezeichnet wird, faktisch jedoch eine militärische und politische Niederlage darstellte.[31]

Während dieser Zeit hatte die Sowjetunion ihre finanzielle und militärische Unterstützung der KPCh erheblich gedrosselt. Der Grund dafür war Mao Zedongs Konzept der kommunistischen Revolution, das grundsätzlich auf der Mobilisierung der ländlichen Bauern ausgelegt war und damit im offensiven Gegensatz zu der sowjetisch-proletarischen Doktrin stand.[32] Auf der Konferenz von Zunyi setzte sich Mao endgültig als Anführer der KPCh durch und entfernte aus seiner Umgebung den „Schatten“ Otto Braun nebst weiterer Agenten aus Moskau. Der Streit mit Vertretern der Komintern um den spöttisch bezeichneten „Bauernkommunismus“ gipfelte in Maos schriftlich festgehaltener Aussage:

„Solchen Leuten muss man ganz offen sagen, dass ihr Dogma völlig unbrauchbar ist, oder, um es höflich auszudrücken, dass es weniger wert ist als Scheiße. Mit Hundescheiße kann man Felder düngen, mit Menschenscheiße Hunde füttern. Doch was kann man mit Dogmen machen? Weder Felder düngen noch Hunde füttern; was bringen Dogmen für einen Nutzen?“[33][34]

Mit den „Dogmen“ war der Marxismus-Leninismus gemeint.[35] Maos ablehnende Haltung gegenüber der sowjetisch-proletarischen Doktrin fand Eingang in die „Mao-Bibel“. Das heißt, die Ablehnung von Dogmen wurde zu einer Leitlinie der Partei.[36] Faktisch war es in China aufgrund der Gesellschaftsstruktur unmöglich, dem Beispiel der sowjetischen Revolution zu folgen. Im Gegensatz zur marxistisch-leninistischen Theorie und der UdSSR gab es in China kein Proletariat und keine städtische Arbeiterklasse, mit der eine Revolution durchgeführt werden konnte. Eine Ausnahme stellten Shanghai und andere exterritoriale Sonderzonen der Kolonialmächte dar. Jedoch wurden die Arbeiter selbst in diesen Gebieten „nicht von chinesischen ‚Kapitalisten‘ ausgebeutet, sondern von ausländischen“.[37]

Praktisch bestand damit kein ideologischer Unterschied zu den „Drei Prinzipien des Volkes“, den Leitlinien der Kuomintang, in welchen die Vertreibung der Kolonialmächte sowie die Wohlfahrt für alle Teile des Volkes festgeschrieben wurde. Auf dieser Basis unterstützte die Sowjetunion während des chinesischen Bürgerkrieges abwechselnd, teilweise zeitgleich, die Kuomintang und KPCh mit Waffen, Geld sowie Militärberatern. Stalins Vorgehen, der genauso wie andere Großmächte ein schwaches China wollte, entsprach dem Grundsatz „divide et impera“.[38][39]

Im Zuge des Japanisch-Chinesischen Krieges erbat 1937 die Regierung der Republik China die Sowjetunion um Militärhilfe. Erneut willigte die Führung der UdSSR unter der Bedingung der Bildung einer Allianz zwischen Kuomintang und KPCh ein, der heute sogenannten Zweiten Einheitsfront. Stalins unaufrichtige Chinapolitik wurde beiden Parteien 1941 nach Abschluss des japanisch-sowjetischen Friedens- und Freundschaftsvertrags deutlich, auf dessen Grundlage die sowjetischen Waffenlieferungen sowohl an die Nationalchinesen wie Kommunisten grundsätzlich zum Erliegen kamen. Unterstützung im Kampf gegen Japan erhielt China fast nur noch von den USA.[40]

Spätestens ab 1942 eroberte die KPCh hinter dem Rücken ihres Kooperationspartners verlorenes Terrain zurück. Während die Armee der Kuomintang im Krieg mit Japan die Hauptlast trug und großenteils aufgerieben wurde, sparte die KPCh ihre Waffen und Kräfte für die spätere „Revolution“. Propagandistisch lief der Kampf zwischen beiden Parteien ab 1943 auf Hochtouren, was beispielsweise in Liedern wie „Ohne die Kommunistische Partei gäbe es kein Neues China“ zum Ausdruck kam. Offiziell zerbrach die zweite Einheitsfront im Frühling 1946.[41]

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste sich die UdSSR auf Wunsch ihrer Alliierten dazu verpflichten, die Kuomintang unter der Führung Chiang Kai-sheks als reguläre chinesische Regierung anzuerkennen. Die sowjetische Anerkennung der Nationalregierung bedeutete zugleich die Verpflichtung, zu deren alleiniger Unterstützung.[42] Tatsächlich gewährte Stalin bereits seit Anfang 1945 erneut den chinesischen Kommunisten erheblichen finanziellen Beistand. Die Geld- und Waffenlieferungen an die KPCh betrieb die sowjetische Führung über die WOSTWAG unter maximaler Geheimhaltung, denn dies war eine eklatante Verletzung des Vertrages, den Stalin mit den Alliierten abgeschlossen hatte.[43]

Beeinflusst von der Sowjetunion zettelte die KPCh ab 1946 in ganz China unzählige Guerillakriege an, die letztendlich 1949 zum Sieg der Volksbefreiungsarmee führten. Als Resultat des Bürgerkrieges bestehen bis heute zwei separate chinesische Staaten: zum einen die sozialistische Volksrepublik China und zum anderen die demokratische Republik China (Taiwan), die beide einen Alleinvertretungsanspruch erheben.[44]

Regierungspartei seit 1949[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mao während der Proklamation der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 auf dem Tian’anmen-Platz
Treffen Mao mit Nixon 1972 in Peking

Am 1. Oktober 1949 proklamierte Mao Zedong in Peking auf dem Platz des Himmlischen Friedens die Volksrepublik China. Am gleichen Tag nahm eine neu gebildete Koalitionsregierung ihre Arbeit auf, in der die KPCh eine absolute Vormachtstellung innerhielt. Bereits am 29. September 1949 trat eine provisorische Verfassung in Kraft. Formal sind seitdem mehrere politische Parteien in der Volksrepublik China zugelassen, welche in einem System der Mehrparteien-Zusammenarbeit verfassungsgemäß „die Führung der KPCh im gemeinsamen Kampf für den Aufbau eines sozialistischen Staates unterstützen.“[45]

Mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 54 US-Dollar gehörte der neue Staat zu den ärmsten Ländern der Erde. Über 80 Prozent der Bevölkerung waren besitzlose Bauern, Tagelöhner und Wanderarbeiter. Aus diesem Grund ließ die Führung der KPCh zwischen 1949 und 1952 eine großangelegte „Bodenreform“ durchführen. Die daraufhin einsetzende Enteignung großer wie kleiner Landbesitzer und die Verteilung des Bodens an arme Bauern, erfolgte nicht selten unter dem Einsatz brutaler Mittel. Die wenigen industriellen Großbetriebe des Landes, zumeist im Besitz ausländischer Investoren, wurden verstaatlicht. Auf dieser Basis hatte die Partei einige Erfolge vorzuweisen: die Wirtschaft erreichte wieder Vorkriegsniveau und die dramatische Inflation konnte eingedämmt werden.[46]

Ab 1953 etablierte das Politbüro der KPCh nach sowjetischem Vorbild eine zentrale Verwaltungswirtschaft nebst der obligatorischen Fünfjahrespläne. Zwischen 1952 und 1975 wuchs das Bruttoinlandsprodukt um jährlich durchschnittlich 6,7 Prozent. Die Möglichkeiten für Bildung, speziell auch für Frauen, medizinische Versorgung und soziale Sicherheit erreichten ein Niveau, das es in der Geschichte des Landes zuvor nie gegeben hatte. Im gleichen Zeitraum stieg der Anteil der Industrie an der Wirtschaftskraft von 20 Prozent auf 45 Prozent.[47]

Während dieser Epoche initiierte Mao Zedong verschiedene Kampagnen, wie die „Hundert-Blumen-Bewegung“, den „Großen Sprung nach vorn“ oder die „Kulturrevolution“. Die Initiativen führten zu einer Spaltung der KPCh in zwei Lager: die Pragmatiker verfolgten die wirtschaftliche und industrielle Entfaltung Chinas, als Bedingung für eine künftig erfolgreiche Kollektivierung und Errichtung sozialistischer Strukturen. Dagegen standen die Idealisten, geführt von Mao Zedong, für welche die ständige Revolutionierung des Bewusstseins und die Erziehung zum „Neuen Menschen“ im Vordergrund stand, um damit einen schnelleren Übergang zum Sozialismus zu erwirken.[48]

Außenpolitisch setzte die KPCh ab Beginn der 1950er Jahre konsequent einen eigenen Weg durch. Bereits im Dezember 1953 formulierte Zhou Enlai „Fünf Prinzipien“: territoriale Integrität, Aggressionsverzicht, Einmischungsverzicht, Nutzengleichheit, friedliche Koexistenz. Gemäß der Prinzipien sollten alle Völker das Recht haben, sich für ein eigenes politisches und ökonomisches System zu entscheiden. Mit dieser Weltanschauung steuerte die Parteileitung auf eine direkte Konfrontation mit Moskau, wo die Meinung vorherrschte, dass ein einzelnes sozialistisches Land sich nur im Rahmen aller sozialistischen Länder unter der Führung der UdSSR entwickeln könne. Ab 1956 entfaltete sich das chinesisch-sowjetische Verhältnis zu einem permanenten Konflikt, welchen Historiker als den „Kältesten Krieg“ im Kalten Krieg bezeichnen.[49]

Nach Inkrafttreten der Breschnew-Doktrin veröffentlichte das Politbüro der KPCh die „Theorie der drei Welten“. Auf dieser Grundlage klagte Mao öffentlich die Sowjetunion an, dass nicht der westliche Imperialismus, sondern sie selbst die gefährlichste kriegstreibende Macht auf der Welt sei. Damit begann das heute sogenannte Chinesisch-sowjetische Zerwürfnis, das sich bis in die späten 1980er Jahre fortsetzte.[50]

Der Streit zwischen den beiden damals größten kommunistischen Parteien der Welt erreichte seinen Höhepunkt 1969. Nach dem Zwischenfall am Ussuri stand die Welt am Rande eines globalen Atomkrieges. Infolgedessen suchte Mao die Nähe zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Tatsächlich gelang es ihm, sino-amerikanische Beziehungen aufzubauen und damit den Konflikt zu entschärfen. War schon die UN-Resolution 2758 vom 25. Oktober 1971 ein unglaublicher Erfolg für die chinesischen Kommunisten, stellte Richard Nixons Besuch in China 1972 eine Weltsensation dar. Mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und den USA konnte im bestimmten Ausmaß eine grundsätzliche Entspannungspolitik im kriegs- und krisengeschüttelten Südostasien eingeleitet werden, mit der zweifelsohne zugleich das Ziel verfolgt wurde, den Einfluss der UdSSR in der Region zurückzudrängen.[51]

Neuer Kurs ab 1978[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deng Xiaoping und Hans-Dietrich Genscher 1985 während eines offiziellen Treffens in Peking
Gemeinsame Pressekonferenz Jiang Zemin und Bill Clinton 1997 in Washington über wirtschaftliche Zusammenarbeit

Nach Maos Tod setzten sich innerhalb der Partei die Wirtschaftsreformer durch. Während offiziell zwischen 1978 und 1989 nacheinander Hua Guofeng, Hu Yaobang, Zhao Ziyang und Jiang Zemin die Partei leiteten, regierte faktisch von 1979 bis 1997 Deng Xiaoping die Volksrepublik China, ohne jemals persönlich Spitzenämter einzunehmen. Unter seiner Führung, die von wirtschaftlichem Pragmatismus bei gleichzeitigem politischem Führungsanspruch der Kommunistischen Partei Chinas gekennzeichnet war, entwickelte sich China zu der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaft der Welt.[52]

Gleichzeitig verbesserten sich die Lebensumstände und der Wohlstand vieler Chinesen enorm. Deng Xiaoping verstand es, mit hoher Intelligenz, großem Gespür und Geschick, den Fraktionalismus innerhalb der KPCh für das politische Ziel, die Modernisierung Chinas, zu nutzen. Mit seinen Wirtschaftsreformen leitete er eine radikale Wende in der Politik ein: die zentralistische Planwirtschaft wurde abgeschafft und eine soziale Marktwirtschaft eingeführt, die bis heute als „Sozialismus chinesischer Prägung“ bezeichnet wird.[53]

Mit überwältigender Mehrheit leiteten die Delegierten der dritten Plenartagung des XI. Zentralkomitees der KPCh, die vom 18. bis zum 22. Dezember 1978 stattfand, eine Reform- und Öffnungspolitik ein, deren Erfolge nach Ansicht verschiedener Wirtschaftsexperten weltweit ihresgleichen sucht. Das Land wurde für ausländische Direktinvestitionen geöffnet und entwickelte sich zu einer „Werkbank der Welt“.[54]

Zu diesem Zweck genehmigte die Führung der KPCh Sonderwirtschaftszonen in Shenzhen, Zhuhai, Shantou und Xiamen. Diese Regionen erwiesen sich als Wachstumsmotoren für die nationale Wirtschaft. Nach Angaben der Weltbank stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas zwischen 1978 und 2014 um das 48fache, die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätiger erhöhte sich von 1980 bis 2012 um das Neunfache.[55] Zudem konnte der Exportanteil im Verhältnis zum BIP von 4,5 Prozent in 1978 bis 2014 auf 22 Prozent gesteigert werden.[56][57]

Im Zuge der Privatisierung wurden Tausende Parteikader, die keine wirtschaftliche Kenntnisse besaßen, aus Betrieben entlassen und der Nachwuchs zur Ausbildung gezielt an Hochschulen ins westliche Ausland entsandt. Das wichtigste Projekt ab Mitte der 1980er Jahre stellte die Abschaffung der bisher von der Partei durchgeführten Preisfestsetzung dar. Diese Reform zählte zu den Auslösern der Proteste auf dem Tian’anmen-Platz und verursachte einen innerparteilichen Machtkampf um die Ausrichtung der Reformpolitik. Vorübergehend konnten sich die konservativen Kräfte der KPCh durchsetzen, die in der Preisreform eine direkte Gefahr für die Autorität der Partei sahen.[58]

Während Deng Xiaoping die Entwicklung der Wirtschaft als alleiniges Kriterium der Politik ansah, forderten die Hardliner der Partei die weitere Entwicklung der „sozialistischen geistigen Zivilisation“ nebst Eindämmung der „Verwestlichung und geistigen Verschmutzung“. Im Frühjahr 1992 begab sich Deng Xiaoping auf seine berühmte Südreise durch China. In vielen Gesprächen mit lokalen Parteifunktionären betonte er die Bedeutung der Wirtschaftsreformen und kritisierte öffentlich diejenigen Kommunisten, die Reformen und Öffnungen abwehrten. Anhand seines oft zitierten Mottos, „Egal, ob die Katze weiß oder schwarz ist, Hauptsache ist, sie fängt Mäuse.“, legte Deng dar, dass es unerheblich wäre, ob ein bestimmter Mechanismus kapitalistisch oder sozialistisch funktioniert, die Schlüsselfrage sei, ob er zum Wohle des Volkes funktioniere.[59]

Auf der Reise stellte er fest, dass die lokale Basis der Partei fest hinter der Reform- und Öffnungspolitik stand. Zudem wandten sich immer mehr führende Mitglieder der KPCh Dengs Positionen zu, unter ihnen Jiang Zemin. Dieser rief im November 1992 auf dem 14. Nationalkongress dazu auf, den „wesentlichen Geist des Genossen Deng Xiaoping in der Tiefe zu verstehen“ sowie „die wirtschaftliche Modernisierung mittels Öffnung und Reformen schneller umzusetzen“. Schließlich stimmten die Mitglieder des Politbüros einstimmig der Fortsetzung der Liberalisierungspolitik zu. In der Folge wurden Gründungen neuer Unternehmen durch chinesische Privatpersonen forciert, bis Ende 1998 fast alle Staatsbetriebe liquidiert und ihre Vermögenswerte an private Investoren veräußert. Wichtige Schlüsselbranchen wie Energie, Verkehrsinfrastruktur, Schiffbau, Gesundheitswesen blieben im Besitz von rund 100 staatlichen Großkonzernen.[60][61]

Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politische Annäherungsversuche beim Ma-Xi-Treffen 2015: Ma Ying-jeou (rechts) und Xi Jinping (links)

Hohe Investitionen flossen in Bildungseinrichtungen, insbesondere Hoch- und Wirtschaftsschulen. Seit 1999 ist der Besuch an Universitäten nicht mehr an eine Parteimitgliedschaft gebunden. Dennoch sind die Zugangshürden unverändert hoch. Insbesondere an Elitehochschulen wie der Universität Peking werden nur die besten Abiturienten aus jeder Provinz zugelassen. Zudem müssen alle Studenten Pflichtkurse in Marxismus, Maoismus, chinesischer und internationaler Politik sowie Wirtschaftspolitik der Gegenwart, Ethik und so weiter belegen – dies gilt gleichfalls beispielsweise für Mathematikstudenten. Unter einigen Pflichtfächern kann die Teilnahme ausgewählt werden.[62][63]

Beginnend ab 2002 entwickelte sich die KPCh von einer Klassenpartei zu einer wirtschaftsliberalen Staatspartei. Seitdem können Vertreter aller Gesellschaftsschichten Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas werden, einschließlich Unternehmer. Während früher Fraktionen der verschiedenen ideologischen Schulen um Einfluss rangen, kämpfen spätestens seit 2006 Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Bauernorganisationen, Gebietskörperschaften oder Parteiintellektuelle um die politische Linie der Partei. Der kontroverse Diskurs ist dabei erwünscht und wird öffentlich ausgetragen. Im Wesentlichen sind drei Strömungen feststellbar: Die Neuen Linken kritisieren die sozialen Folgen der Liberalisierungspolitik und fordern mehr Einfluss des Staates. Die Neoliberalen setzten sich dafür ein, dass sich der Staat noch viel stärker aus der Wirtschaft zurückzieht, während die Demokratischen Liberalen politische Reformen verlangen.[64]

Infolge der fortwährenden Politik- und Wirtschaftsreformen hat sich die Volksrepublik China innerhalb von 30 Jahren unter der Führung der KPCh von einem Entwicklungsland, in welchem Armut und Hunger für viele Menschen zum Alltag gehörten, zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt entwickelt. Laut dem von der UNO erstellten Human Development Index, der Indikatoren wie Lebenserwartung, Bildung und Gesundheit einbezieht, stieg 2015 in China die Kennziffer auf 0,738 (Deutschland 0,926). Die Weltbank geht davon aus, dass durch die Agrar- und Industriereformen allein zwischen 1981 und 2004 etwa 600 Millionen Menschen aus der Armut herauskatapultiert wurden. Zudem rechnet die Weltbank seit 2014 China zu den Ländern mit einem Einkommensniveau im oberen Mittelfeld. Ende 2016 lebten noch 3,14 Prozent der ländlichen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, wovon etwa 43,4 Millionen der rund 1,4 Milliarden Einwohner Chinas betroffen sind.[65]

Bereits 2004 leitete die Parteiführung Maßnahmen ein, um die Armut auf dem Lande gezielt zu bekämpfen. Der Etat für die Landwirtschaft sowie die Tariflöhne für Bauern wurden erhöht, der Aufbau neuer sozialistischer Dörfer angeordnet und Subventionen für Unternehmer bei der Schaffung von Arbeitsplätzen durch Ansiedlung von Industrie und Gewerbe in ländlichen Gebieten gewährt. Seit 2012 ist es ein zentrales Anliegen des Politbüros der KPCh, das Wachstum auf die Basis der Inlandsnachfrage zu stellen, um einerseits weitere Arbeitsplätze zu schaffen, anderseits um von Exporten und Investitionen unabhängiger zu werden.[66][67] Den Erfolg des bisherigen Wirtschafts- und Wohlstandswachstums in China sehen Ökonomen in der zentralen Lenkung der Volkswirtschaft (VWL), welche die KPCh behauptet, und der Betriebswirtschaft (BWL), welche die Partei konkurrierenden Unternehmen überlässt.[68][69]

Auf dem 18. Parteitag wählten die Abgeordneten am 15. November 2012 Xi Jinping zum neuen Generalsekretär der KPCh, der die Reformen sowie eine unter seinen Vorgängern begonnene Antikorruptionskampagne innerhalb der Partei fortsetzt. Von 2012 bis August 2016 wurden über eine Million Verdachtsfälle geprüft und bei 187.000 Parteifunktionären Disziplinar- oder Strafverfahren eingeleitet.[70] 2014 trat eine Gesetzesreform in Kraft, welche einerseits unverändert die absolute Führung der Partei betont, anderseits die Rechtsstaatlichkeit, insbesondere den Stellenwert der Verfassung, die Unabhängigkeit der Justiz sowie die Transparenz und stärkere Einbeziehung der Bürger in den Gesetzgebungsprozess, stärken soll.[71][72] Im Oktober 2017 erneuerten die Delegierten des 19. Parteitags den grundsätzlichen Führungsanspruch der KPCh und stellten eine Fortsetzungen des „Chinesischen Traums“ (Zhongguomeng) in Aussicht. Mit diesem Slogan wirbt die Partei seit 2014 für die konsequente Weiterführung der Öffnungs- und Reformpolitik.[73]

Innerhalb von acht Jahren konnte die KPCh einen Zuwachs von über 10 Millionen Mitgliedern verzeichnen: von 77,99 Millionen im Jahr 2009 auf 89,45 Millionen (2017), davon sind 30 Prozent unter 35 Jahre alt.[74][75]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Organisation der Partei[76]

Die KPCh ist nach dem Prinzip des demokratischen Zentralismus organisiert. Die Strukturen der Partei sind identisch mit denen des Staates: der Nationale Volkskongress entspricht dem Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas, der Ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses dem Politbüro der Kommunistischen Partei Chinas.

Der Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas ist die Hauptversammlung der Mitglieder und formell ihr oberstes Führungsorgan. Er tritt alle fünf Jahre zusammen. Auf Vorschlag des Parteipräsidiums wählen die Delegierten das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas. Dieses setzt sich zusammen aus 150 bis 200 Vollmitgliedern und einer Anzahl nicht stimmberechtigter Mitglieder. Die Mitglieder des Zentralkomitees vertreten zudem führende Positionen in Staat und Verwaltung. Das Politbüro der Kommunistischen Partei Chinas, das zwischen den Plenarsitzungen des Zentralkomitees über alle Führungsvollmachten verfügt, trägt die eigentliche Entscheidungsgewalt. Seit 2012 sind darin 25 Mitglieder vertreten. Die öffentliche Kommunikation erfolgt über einen Presse- und Informationsstab. Der Ständige Ausschuss des Politbüros, besteht aus dem Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas und acht weiteren Mitgliedern.

Neben dem Parteitag der KPCh auf nationaler Ebene, finden in exakt der gleichen Konstitution auf allen fünf weiteren administrativen und politischen Hauptebenen Chinas Parteitage statt. Das Zentralkomitee der KPCh ist gegenüber allen Parteistellen weisungsbefugt und kann in jeder Organisationsebene Führungskräfte ernennen oder versetzen. Die Parteitage der Provinzen, Autonomen Regionen, regierungsunmittelbaren Städte, Städte mit Stadtbezirken und der Sonderverwaltungszonen finden in einem Abstand von fünf Jahren statt; die Parteitage der Kreise (Banner), autonomen Kreise, Städte ohne Stadtbezirke und der Stadtbezirke alle drei Jahre.[77]

Grundorganisation der Partei, in denen ebenfalls Komitees gewählt werden, existieren in staatlichen Betrieben, Institutionen, Lehranstalten, Forschungsinstituten und in den Kompanien der Volksbefreiungsarmee. Der Wahlzyklus hängt von der Größe der Organisation ab und liegt zwischen zwei und vier Jahren.[78] Eine spezielle Disziplinkontrollkommission beim Zentralkomitee prüft innerhalb aller politischen Verwaltungsebenen Verdachtsfälle auf Machtmissbrauch, Bestechlichkeit, Bestechung, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung. Sie arbeitet unabhängig und kann im Rahmen von Disziplinarverfahren Parteimitglieder ihrer Ämter entheben sowie in Zusammenarbeit mit der Justiz Strafverfahren einleiten.[79]

Jede Gebietsebene verfügt über Parteischulen; auf nationaler Ebene ist das die Parteischule des Zentralkomitees. In ganz China existieren über 3000 Parteischulen, wovon 2000 auf die Kreisebene entfallen. Jährlich findet unter der Führung der Parteischule des Zentralkomitees eine Konferenz aller Parteischulen statt, auf denen unter anderem Richtlinien, Strategien, Missstände, Verbesserungen erörtert werden. Eine spezielle Schulkommission prüft in allen Einrichtungen regelmäßig die Lehrer- und Unterrichtsqualität.[80] Die Jugendorganisation der Kommunistischen Partei Chinas ist der Kommunistische Jugendverband Chinas.

Parteiführer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die offizielle Bezeichnung des Parteiführers war bis 1943 Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Chinas, danach Vorsitzender der Kommunistischen Partei Chinas und seit 1980 Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas. In der westlichen Welt wird der eigentliche politische Führer der Volksrepublik China parallel Paramount Leader genannt. Bisherige Amtsinhaber seit 1943:

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
Mao Zedong 20. März 1943 9. September 1976
Hua Guofeng 9. Oktober 1976 29. Juni 1981
Hu Yaobang 29. Juni 1981 16. Januar 1987
Zhao Ziyang 16. Januar 1987 24. Juni 1989
Jiang Zemin 24. Juni 1989 15. November 2002
Hu Jintao 15. November 2002 14. November 2012
Xi Jinping 15. November 2012 -

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • John Fairbank (Hrsg.): The Cambridge History of China Volume 12, Republican China, 1912–1949, Part1 . Cambridge University Press, Cambridge 1983, S. 505–526.
  • John Fairbank, Albert Feuerwerker (Hrsg.): The Cambridge History of China Volume 13, Republican China, 1912–1949, Part 2, Cambridge University Press, Cambridge 1986, S. 168–229.
  • Jerome Ch’en: Mao and the Chinese Revolution. Oxford University Press, London New York 1965.
  • Jonathan Spence: Mao. Aus dem Englischen von Susanne Hornfech, Claassen, München 2003, ISBN 3-546-00261-X.
  • Wolfram Adolphi: Mao – Eine Chronik. Neues Leben, Berlin 2009, ISBN 978-3-355-01763-3.
  • Über einige Fragen der Geschichte unserer Partei. Beschluss der KP Chinas April 1945. VTK, Frankfurt am Main/Gelsenkirchen 1979.
  • Li, Junru: Kennen Sie die Kommunistische Partei Chinas? Verlag für fremdsprachige Literatur, Beijing 2011, ISBN 978-7-119-07020-9.
  • Richard McGregor: Der rote Apparat. Chinas Kommunisten, übersetzt von Ilse Utz. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2012, ISBN 978-3-88221-988-3.
  • The Governing Principles of the Communist Party of China. Reviewing CPC’s governance practice, summarizing CPC’s historical wisdom. Foreign Languages Press, Beijing 2012, ISBN 978-7-119-07897-7.
  • Xie, Chuntao: Why and How the CPC Works in China. A look at what's behind the achievements of the Communist Party of China. New World Press, Beijing 2011, ISBN 978-7-5104-1882-2.
  • Zhang, Baijia: The Path of the CPC. Revolution, Construction and Reform. Foreign Languages Press, Beijing 2012, ISBN 978-7-119-07910-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Xinhua: Brief history of the Communist Party of China
  2. Why the Communist Party is alive, well and flourishing in China. The Telegraph, 31. Juli 2017.abgerufen am 21. November 2017
  3. Das Programm der Kommunistischen Partei Chinas.
  4. http://www.solidnet.org/17-imcwp/17-imcwp-list-of-participants
  5. Jerome Doyon, Hugo Winckler: The Fourth Plenum, Party Officials and Local Courts. China Brief 22. University of Pennsylvania Press, 2014, S. 3.
  6. South China Morning Post Publishers Ltd.: Communist Party pledges greater role for constitution, rights in fourth plenum. 24 Oktober 2014.abgerufen am 21. November 2017
  7. Helmut Becker, Niels Straub: Drachenflug. Wirtschaftsmacht China quo vadis? Springer-Verlag, 2007, S. 51.
  8. Falk Hartig: Die Kommunistische Partei Chinas. Goethe-Universität Frankfurt am Main, 2008.abgerufen am 19. November 2017
  9. Eberhard Sandschneider: Die 4 Ziele der chinesischen Politik. Hufftington Post vom 13. Oktober 2016.abgerufen am 19. November 2017
  10. Helmut Becker, Niels Straub: Drachenflug. Wirtschaftsmacht China quo vadis? Springer-Verlag, 2007, S. 52 f.
  11. Joseph Fewsmith: China since Tienanmen. Columbia University Press, 2001, S. 40.
  12. Maurice Meisner: Mao Zedong. A political and intellectual portrait. Cambridge University Press, 2007, S. 41.
  13. Zhihong Chen: Die China-Mission Michail Borodins bis zum Tod Sun Yatsens. Ein Beitrag zur sowjetischen Chinapolitik in den Jahren 1923–25. Band 29. LIT-Verlag, 2000, S. 22 f.
  14. Wolfrad Bode, Helmut Dahmer, Horst Lauscher (Hrsg.): Schriften 2/2 über China 1928–1940 von Leo Trotzki. Band 1. Rasch und Röhring, 1990, S. 11.
  15. Leo Trotzki: China. Die erwürgte Revolution. Band 2. Verlag Neuer Kurs Berlin, 1975, S. 248–290.
  16. Sabine Dabringhaus: Geschichte Chinas 1279–1949. Walter de Gruyter, 2015, S. 79.
  17. Saskia Hieber: Politische Integration eines Milliardenvolkes; China. In: Stefan Köppl (Hrsg.): Was hält Gesellschaften zusammen? Ein internationaler Vergleich. Springer-Verlag, 2012, S. 180.
  18. Ulrike Eifler: Neoliberale Globalisierung und die Arbeiterbewegung in China. ibidem-Verlag, 2012, S. 89.
  19. Ulrike Eifler, S. 91.
  20. Wolfgang Franke, Brunhild Staiger: China. Gesellschaft. Politik. Staat. Wirtschaft. Springer-Verlag, S. 141.
  21. Ulrike Eifler, S. 90.
  22. Andreas Steen: Deutsch-chinesische Beziehungen 1911–1927. Vom Kolonialismus zur „Gleichberechtigung“. Eine Quellensammlung. Walter de Gruyter, S. 342.
  23. Lloyd E. Eastman: Nationalist China during the Nanking Decade, 1927–1937. Harvard University Press, 1991, S. 67 f.
  24. Dieter Kuhn: Die Republik China von 1912 bis 1937. Entwurf für eine politische Ereignisgeschichte. Würzburger Sinologische Schriften, 2007, S. 347 f.
  25. Ulrike Eifler, S. 90–91.
  26. Yutong Yang: Autumn Harvest Uprising (1927). in Xiaobing Li (Hrsg.): China at War – An Encyclopedia. Santa Barbara Press, 2012, S. 15 f.
  27. Lai to Lee: Trade Unions in China. National University of Singapore Press, 1986, S. 84.
  28. Jerome Chen: The Communist Movement 1927–1937. in John King Fairbank, Albert Feuerwerker (Hrsg.): The Cambridge history of China. Republic China 1912–1949. Band 2. Cambridge University Press, 1986, S. 175.
  29. Gerald Mund: Ostasien im Spiegel der deutschen Diplomatie. Die privatdienstliche Korrespondenz des Diplomaten Herbert v. Dirksen von 1933 bis 1938. Franz Steiner Verlag, 2006. S. 131.
  30. Felix Patrikeeff: Russian Politics in Exile. The Northeast Asian. Balance of Power 1924–1931. Palgrave Macmillan UK, 2002, S. 52 f.
  31. Frederick S. Liiten: The Myth of the Turning Point. Towards a New Understanding of the Long March. in, Fakultät für Ostasienwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum (Hrsg.): Bochumer Jahrbuch zur Ostasienforschung. Ludicium Verlag GmbH, 2001, Ausgabe 25.
  32. Mingjiang Li: Mao’s China and the Sino-Soviet Split; Ideological dilemma. Routledge, 2012, S. 44 f.
  33. Christian Graf von Krockow: Maoistische Erbauungsliteratur. in Die Zeit,25. August 1978, abgerufen am 17. November 2017
  34. Rolf Max: Zum politisch-ideologischen Wesen des Maoismus. Verlag Marxistische Blätter, 1974, S. 70.
  35. ebenda
  36. ebenda
  37. Mingjiang Li, S. 44.
  38. Boris Meissner: Das Potsdamer Abkommen. Rückblick nach 50 Jahren. Braumüller, 1996, S. 105.
  39. Diana Lary: China's Civil War. Cambridge University Press, 2015. S. 170.
  40. John W. Garver: Chinese-Soviet Relations, 1937–1945. The Diplomacy of Chinese Nationalism. Oxford University Press, 1988, S. 115 f.
  41. Richard McGregor: Der rote Apparat. Chinas Kommunisten. Matthes & Seitz, 2012; S. 155.
  42. Christina Neder, Heiner Roetz, Ines-Susanne Schilling: China in seinen biographischen Dimensionen. Otto Harrassowitz Verlag, 2001, S. 476.
  43. Jung Chang, Jon Halliday: Mao. Das Leben eines Mannes, das Schicksal eines Volkes. Kapitel 27. Die Russen kommen. Karl Blessing Verlag, 2014, S. 331.
  44. Ying-Feng Yang: Der Alleinvertretungsanspruch der geteilten Länder: Deutschland, Korea und China im politischen Vergleich. Peter Lang, 1997, S. 33 f.
  45. Brunhild Staiger, Stefan Friedrich, Hans-Wilm-Schütte, Reinhard Emmerich: Das große China Lexikon. Primus Verlag, 2003, S. 555.
  46. Timo Waldhauser: Business Development in Emerging Markets. Springer-Verlag, 2007, S. 123.
  47. Petra Glebe: Peking 2008. Diplomarbeit. BoD Norderstedt, 2008, S. 47.
  48. Gregor Delvaux de Fenffe: Mythos Mao. Bundeszentrale für politische Bildung, 2008.abgerufen am 19. November 2017
  49. Yvan van den Berghe: Der Kalte Krieg. 1917–1991. Leipziger Universitätsverlag, 2002, S. 344.
  50. Heimatrecht für Russen in geraubten Gebieten. In: Der Spiegel. 7. Juli 1969, abgerufen am 29. Oktober 2016.
  51. Stephen E. Ambrose: Nixon. The triumph of a politician 1962–1972. Simon and Schuster New York, 1989, S. 439.
  52. Uli Franz : Porträt: Deng Xiaoping. Bundeszentrale für politische Bildung, 2008.abgerufen am 20. November 2017
  53. ebenda
  54. Hans Joachim Fuchs: Die China AG. Zielmärkte und Strategien chinesischer Markenunternehmen in Deutschland und Europa. FinanzBuch Verlag, 2007, S. 39.
  55. GDP per person employed (constant 2011 PPP $) The World Bank, abgerufen am 20. Februar 2014
  56. GDP per person employed (constant 2011 PPP $) The World Bank, abgerufen am 20. Februar 2014
  57. Exports of goods and services (% of GDP) The World Bank, abgerufen am 20. Februar 2014
  58. Alexander V. Pantsov, Steven I. Levine: Deng Xiaoping. A Revolutionary Life. Oxford University Press, 2015, S. 422 f.
  59. Ezra Vogel: Deng Xiaoping and the Transformation of China. Harvard University Press, 2011, S. 669–685.
  60. ebenda
  61. China. Wirtschaft und Entwicklung. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbHabgerufen am 21. November 2017
  62. ebenda
  63. Martin Doerry, Andreas Lorenz: Wir nehmen nur die Besten. Der Spiegel, 7. April 2017, abgerufen am 22. November 2017
  64. Georg Blume: China ist kein Reich des Bösen. Edition Körber, 2008, S. 87.
  65. China. Wirtschaft und Entwicklung. Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, abgerufen am 21. November 2017
  66. Claudia Derichs, Thomas Heberer: Die politischen Systeme Ostasiens. Springer-Verlag, 2014, S. 164.
  67. Lan Xinzhen: Aufbau sozialistischer Dörfer neuen Typs. Beijing Rundschau, 2006, Heft 15., abgerufen am 21. November 2017
  68. Shabir von Nayeb: Studienarbeit Erfolgsfaktoren der Wirtschaft von China. GRIN Verlag, 2012, S. 3 f.
  69. Masahiko Aoki, Jinglian Wu: The Chinese Economy. A New Transition. Springer, 2016, S. 205 f.
  70. Fei Fei: 1 mln officials punished for corruption. In: China Radio International, 21. Oktober 2016, abgerufen am 28. Oktober 2016
  71. Jerome Doyon, Hugo Winckler: The Fourth Plenum, Party Officials and Local Courts. China Brief 22. University of Pennsylvania Press, 2014, S. 3.
  72. South China Morning Post Publishers Ltd.: Communist Party pledges greater role for constitution, rights in fourth plenum. vom 24. Oktober 2014., abgerufen am 21. November 2017
  73. Resolution of the 19th National Congress of the Communist Party of China on the Revised Constitution of the Communist Party of China. Xinhua, 25. Oktober 2017, abgerufen am 21. November 2017
  74. 30. Juni 2010: Die weltgrößte politische Partei wächst weiter
  75. Why the Communist Party is alive, well and flourishing in China. The Telegraph, 31. Juli 2017., abgerufen am 21. November 2017
  76. Richard McGregor: Der rote Apparat.
  77. China Internet Information Center (Unternehmen des chinesischen Staatsrates): Chinas Regierungspartei
  78. China Internet Information Center (Unternehmen des chinesischen Staatsrates): Chinas Regierungspartei
  79. NZZ: Spitzenfunktionär in China abgesetzt
  80. China Internet Information Center (Unternehmen des chinesischen Staatsrates): Parteischule des ZK: Anleitende Funktion für lokale Parteischulen der KP Chinas