Komparativsatz

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Unter Komparativsatz (Vergleich[s]satz, früher auch: Vergleichungssatz) versteht man einen Nebensatz/Gliedsatz, der einen Vergleich zu einem Sachverhalt ausdrückt, der im Hauptsatz benannt ist. In der Formulierung von Flämig: „Komparativsätze (Vergleichssätze) geben einen Sachverhalt (b) wieder, der als Vergleichsgrundlage gegenüber einem Sachverhalt (a) im übergeordneten Satz dient.“[1]

Beispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dem Satz: „Er hat mich genau so behandelt, wie er das auch bei allen anderen tut“ ist der mit wie eingeleitete Nebensatz der Komparativsatz, der den Vergleich zu dem bewirkt, was im Hauptsatz ausgesagt ist.

Typen von Komparativsätzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Komparativsätze können reale oder auch irreale Vergleiche enthalten. Entsprechend kann man reale von irrealen Komparativsätzen unterscheiden.

  • realer Komparativsatz: „Er hat mich genau so behandelt, wie er das auch bei allen anderen tut.“ Hier drückt der Nebensatz etwas aus, was den Tatsachen entspricht.
  • irrealer (hypothetischer[2]) Komparativsatz: „Er hat mich behandelt, als ob er mich überhaupt nicht kennte.“ Hier drückt der Nebensatz etwas aus, was den Tatsachen nicht entspricht. Deswegen wird auch der Konjunktiv II verwendet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Walter Flämig: Grammatik des Deutschen. Einführung in Struktur- und Wirkungszusammenhänge. Akademie Verlag, Berlin 1991, S. 298. ISBN 3-05-000686-2
  2. Gerhard Helbig, Joachim Buscha: Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. VEB Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1984, S. 686f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Komparativsatz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Vergleichssatz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen