Konferenz der Regierungschefs

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Die Konferenz der Regierungschefs von Bayern (Bundesrepublik Deutschland), Georgia (Vereinigte Staaten von Amerika), Oberösterreich (Republik Österreich), Québec (Kanada), São Paulo (Föderative Republik Brasilien), Shandong (Volksrepublik China) und Westkap (Republik Südafrika) (auch kurz Regierungschefkonferenz genannt) ist ein Netzwerk, in dem diese sieben Regionen über Perspektiven und Strategien für eine nachhaltige Welt unter dem Leitthema „Politik für Generationen“ beraten und in Projekten zusammenarbeiten.

Die Regionen sind Heimat für 177 Millionen Menschen und repräsentieren ein BIP von rund 3.000 Mrd. US-Dollar.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 ging dieses Netzwerk aus einer Reihe von Gesprächen zum Thema „Dein Partner ist auch mein Partner“ zwischen Bayern, Shandong und Québec hervor. Oberösterreich wurde 2002 Mitglied, São Paulo ist 2006 beigetreten. Im August 2008 wurde der US-Bundesstaat Georgia aufgenommen.

Konferenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle zwei Jahre treffen die Regierungschefs der Partnerregionen im Rahmen von Plenarkonferenzen zusammen. Die erste Konferenz wurde am 30. und 31. Januar 2002 in München zum Thema „Politik für Generationen“ abgehalten, die zweite fand am 9. und 10. Dezember 2004 in der Stadt Québec zu den Themen „Jugend“ und „Technologische Innovation“ statt und die dritte am 11./12. Juli 2006 in Linz zum Thema „Aus gemeinsamer Verantwortung erwächst Zukunft“ mit den Schwerpunkten „Erneuerbare Energie und Energieeffizienz“ sowie „Bildung und Jugend“.[1] Am 6. und 7. August 2008 richtete Shandong die 4. Konferenz in Jinan unter dem Titel „Ressourcenerhaltende Gesellschaft und Gesundheitswesen“ aus. Weitere Konferenzen fanden am 28./29. September 2010 in Kapstadt, 11./12. April 2012 in São Paulo und 2./3. Juni 2014 in Atlanta statt. Die 8. Regierungschefkonferenz der Partnerregionen wird am 14. und 15. Juli 2016 in München zum Thema „Digitalisierung und Innovation“ tagen.

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel der Regierungschefkonferenz ist der Austausch von Strategien und das Zusammenarbeiten in auserwählten Themenbereichen für eine nachhaltige Welt. Im Rahmen der 3. Konferenz in Linz haben die Regionen eine Kooperation in den Bereichen „Erneuerbare Energie und Energieeffizienz“ sowie „Jugend und Bildung“ beschlossen. Zum Beispiel wurden folgende Projekte initiiert:

Network of Energy Agencies

Bei diesem Projekt werden Innovationen bei der Energieerzeugung, beim Energieverbrauch und bei neuen und klimafreundlichen Energietechnologien gefördert; insbesondere sollen bestehende Konzepte zu den erneuerbaren Energien und zur Energieeffizienz ausgetauscht und auf dieser Grundlage gemeinsame Ziele und Handlungsmöglichkeiten erarbeitet und die Zusammenarbeit in Wirtschaft und Technologie gefördert werden.

Fotoausstellung „Erneuerbare Energie – Die Kraft der Sonne“

Die Regierungschefkonferenz hat am 11./12. Juli 2006 in Linz beschlossen, eine internationale Fotoausstellung zum Thema „Erneuerbare Energie – Die Kraft der Sonne“ zu initiieren, in welcher Wege und Möglichkeiten aufgezeigt werden, die erneuerbare Energie und Energieeffizienz für eine nachhaltige Energiezukunft bieten. Die Ausstellung, die zur Stärkung der öffentlichen Bewusstseinsbildung für erneuerbare Energie und Energieeffizienz beitragen sollte, wurde in den Jahren 2008 bis 2010 international präsentiert.[2]

Eine Fotoshow der besten Bilder und Projekte der Ausstellung wurde am 3. Dezember 2007 in Berlin im Hotel Ritz-Carlton am Rande der G8-Konferenz zum Thema „Impulse der Außenpolitik für eine sichere Energieversorgung und den Klimaschutz“ sowie am 14. Dezember 2007 anlässlich der UN-Klimakonferenz in Bali präsentiert.

Cyberjuz

Seit 2002 betreibt Oberösterreich eine Internetseite, welche der Kommunikation zwischen Jugendlichen dient. Seit der dritten Regierungschefkonferenz in Oberösterreich steht ein neuer Bereich zur Kommunikation zwischen Jugendlichen der Partnerregionen zur Verfügung.[3]

Ferienakademie

Schüler/-innen aus den Partnerregionen im Alter von 16 bis 18 Jahren, die sich durch eine besondere mathematisch-naturwissenschaftliche Begabung auszeichnen, nahmen im August 2007 an einer Ferienakademie „International Hands-On Universe Summer Academy for gifted students“ der Gesellschaft für das hochbegabte Kind in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum, der Technischen Universität München und dem Forschungszentrum in Bayern teil.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://ooe.orf.at/stories/122308/
  2. http://www.bezirksseiten.at/news/fotoausstellung_erneuerbare_energie.shtml
  3. http://www.cyberjuz.at
  4. http://www.jugendundwissenschaft.de/