Konfigurationsdatei

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Eine Konfigurationsdatei ist eine Textdatei auf einem Computer, in der bestimmte Einstellungen (die Konfiguration) von Computerprogrammen oder Hardwarebestandteilen gespeichert sind.

Meistens wird ein Textformat wie UTF-8 (früher oft ASCII) zur Speicherung benutzt, damit sich die Dateien mit einem beliebigen Texteditor ändern lassen. Manche Programme verwalten ihre Konfigurationsdateien auch komplett selbst. Der Benutzer muss sich mit den Konfigurationsdateien dann nicht direkt auseinandersetzen.

Dateiformate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt viele Dateiformate, in denen Konfigurationsdateien gespeichert werden. Zu den verbreitetsten Dateiformaten gehören:

  • INI (Initialisierungsdatei)
  • YAML (YAML Ain’t Markup Language)
  • TOML (Tom's Obvious, Minimal Language)
  • XML (Extensible Markup Language)
  • JSON (JavaScript Object Notation)

Verbreitung je nach Betriebssysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundsätzlich ist das verwendete Dateiformat nicht vom Betriebssystem abhängig, aber oft verwenden Anwendungen die gleichen Formate wie das Betriebssystem, auf dem sie laufen.

Windows[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Windows wurden häufig die Initialisierungsdateien (*.ini) eingesetzt. Auch die Registrierungsdatenbank (Registry) user.dat eines Windowssystems ist eine Konfigurationsdatei. Diese Datei liegt aber in einem binären Format vor, weshalb es spezieller Anwendungen und Dienste bedarf, um sie öffnen und bearbeiten zu können.

Unix-artige Betriebssysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unix-artige Betriebssysteme wie Linux oder macOS benutzen sehr viele verschiedene Formate, wobei darauf geachtet wird, dass es sich um Textdateien wie ASCII handelt. Binäre Formate sind sehr unüblich. Linux und Unix verwendet oftmals keine Dateikürzel. In selten Fällen werden Kürzel wie: .cnf, .conf, .cfg oder andere verwendet. Apple formatiert für Einstellungen in macOS oft als sogenannte "Property List" die das Dateikürzel .plist tragen.[1]

In unixoiden Systemen legen Anwendungen meist selbständig ihre eigenen Konfigurationsdateien im Benutzerverzeichnis (meist /home/benutzername/) mit einem führenden Punkt im Dateinamen ab. Durch den Punkt werden die Dateien als versteckt angesehen und standardmäßig bei der Ausgabe des Verzeichnisinhaltes nicht angezeigt. Bei der Installation einer Anwendung oder durch einen Systemadministrator können auch für alle Benutzer geltende Konfigurationsdateien im Verzeichnis /etc erstellt werden. In macOS werden die benutzerspezifischen Konfigurationsdateien von Anwendungen normalerweise in /Users/benutzername/library/Preferences[1] abgelegt. macOS speichert Einstellungen die für alle Benutzer gelten, neben dem /etc-Verzeichnis auch in /Library/Preferences.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Comparing the Mac OS X Property List to the Windows Registry (englisch), www.macforensicslab.com, zugegriffen: 30. Juli 2011