Kong: Skull Island

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Filmdaten
Deutscher Titel Kong: Skull Island
Originaltitel Kong: Skull Island
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 14
Stab
Regie Jordan Vogt-Roberts
Drehbuch Dan Gilroy,
Max Borenstein,
Derek Connolly
Produktion Jon Jashni,
Alex Garcia,
Thomas Tull,
Mary Parent
Musik Henry Jackman
Kamera Larry Fong
Schnitt Richard Pearson
Besetzung

Kong: Skull Island ist ein Fantasy-Abenteuerfilm des Regisseurs Jordan Vogt-Roberts aus dem Jahr 2017, der die fiktive Figur des King Kong aufgreift. Er lief am 9. März 2017 in den deutschen Kinos an und einen Tag später in den US-amerikanischen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1944: Während einer Luftschlacht im Zweiten Weltkrieg getroffen, notlanden zwei Piloten auf einer Insel. Der japanische Pilot und der US-amerikanische Pilot, Hank Marlow, bekämpfen sich auf der Insel auf Leben und Tod. Als der Japaner kurz davor steht, seinen Feind zu töten, taucht ein riesiger Affe auf und unterbricht ihren Kampf.

1972: Bill Randa, Leiter der Regierungsorganisation Monarch, will mit seinen Assistenten auf einer unberührten und mysteriösen Insel namens Skull Island nach urzeitlichen Monstern suchen. Er requiriert die notwendigen Gelder, eine Militärtruppe, die gerade aus dem Vietnamkrieg heimkehren will, den Fährtenleser und Kriegsveteran James Conrad sowie Kriegsfotografin Mason Weaver. Das Kommando hat Lieutenant Colonel Packard. Da die Insel von einem Sturm umgeben ist, startet die Gruppe in 17 Helikoptern von einem Schiff, zu dem der Kontakt abbricht; zuvor war ein Treffen am Nordende der Insel drei Tage später verabredet.

Nachdem die Helikopter den Sturm durchflogen haben, werden von Monarch Bomben fallen gelassen, um durch seismologische Auswertungen die geologische Struktur zu erforschen. Einer der Forscher entdeckt, dass sich unter der Insel ein gewaltiger Hohlraum in der Erdkruste befindet, in dem urzeitliche Wesen überlebt haben könnten. Plötzlich werden die Helikopter von einem Riesenaffen angegriffen und sämtlich zerstört. Die Überlebenden werden im weiten Umkreis im Dschungel zerstreut. Packard macht sich auf die Suche nach den Waffen im Transporthubschrauber, um den Tod seiner Männer zu rächen - und den Affen zu töten.

Eine andere Gruppe trifft auf Eingeborene und den Überlebenden Marlow, der ihnen vom Riesenaffen Kong, dem König der Insel erzählt, und von anderen Monstern unter der Insel, die von Kong bekämpft werden. Weaver hilft einem großen Tier aus einer Klemme. Kong bemerkt dies und sieht sie nicht mehr als Feindin an.

Marlow hat aus den beiden abgestürzten Flugzeugen ein Boot gebaut, um die Insel verlassen zu können. Damit will die Gruppe nach Norden zum Treffpunkt fahren. Sie treffen wieder auf die übrigen Soldaten und folgen Packard bei der Suche nach den Waffen, wo sie von großen Echsen angegriffen werden und Randa gefressen wird. Die Gruppen trennen sich wieder. Doch Conrad will nicht zulassen, dass Kong von den Soldaten getötet wird. Kong wird in einem See, der mit Napalm bedeckt wurde, von Feuer umzingelt und schwer verletzt. Conrad und Weaver verhindern, dass am bewusstlosen Riesenaffen Sprengladungen detonieren. Packard wird kurz darauf von Kong zerquetscht.

Am nächsten Morgen erreichen die Überlebenden einen See, wo eine noch größere Riesenechse auftaucht. Mit einem Maschinengewehr halten die Überlebenden das Monster auf Distanz, bis Kong in den Kampf eingreift. Dabei wird Weaver, auf einem Felsen stehend, ins Wasser gestoßen. Kong rettet sie mit seiner Riesenhand, als die Echse von hinten angreift. Kong stößt die Faust mit Weaver tief ins Maul der Echse und reißt mit einem tödlichen Ruck dessen Zunge samt Eingeweide heraus. Weaver überlebt die Attacke. Mit dem Boot fährt die Gruppe zum Treffpunkt und erreicht ihn rechtzeitig, als weitere Hubschrauber heranfliegen.

In einer Post-Credit-Szene werden Conrad und Weaver von Monarch und den Überlebenden der Skull Island Expedition, Brooks und Lin, verhaftet und verhört. Conrad und Weaver werden darüber informiert, dass Kong nicht das einzige Monster ist, das auf der Welt existiert. Auf den Archivaufnahmen, die ihnen gezeigt werden, sind Höhlenmalereien zu sehen, die die Monster Godzilla, Rodan, Mothra und King Ghidorah darstellen. Als der Bildschirm verblasst, ist Godzillas Brüllen zu hören.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stab und Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Regie übernahm Jordan Vogt-Roberts, das Drehbuch zum Film wurde von Max Borenstein und Derek Connolly geschrieben. Kong: Skull Island ist kein direktes Prequel zu Peter Jacksons King Kong, sondern vielmehr Prequel und Sequel zu dem Mythos um den Riesenaffen insgesamt.[2] Vogt-Roberts ließ sich nach eigenen Aussagen bei Kong: Skull Island von Filmen von Hayao Miyazakis inspirieren, der als Regisseur von japanischen Zeichentrickfilmen berühmt wurde, insbesondere von Prinzessin Mononoke. Diese hätten einen starken Einfluss auf das Design und das Verhalten der Monster in Kong: Skull Island gehabt, so Vogt-Roberts. Der Regisseur sagte: „Wenn Kong der Gott der Insel ist, wollten wir die anderen Kreaturen als Götter ihrer eigenen Domäne darstellen. Miyazaki Werk, besonders Prinzessin Mononoke, war eine große Referenz für die Art, die Kreaturen mit eigenem Geist zu erschaffen. [...] Es war wichtig, die Kreaturen so zu entwerfen, dass sie sich realistisch anfühlen, als ob sie in diesem Ökosystem wirklich existieren könnten.“[3]

Brie Larson übernimmt im Film die Rolle von Weaver, Tom Hiddleston spielt Captain James Conrad und Samuel L. Jackson Lieutenant Colonel Packard. Toby Kebbell ist in der Rolle von Major Chapman zu sehen und Tian Jing spielt San. John Goodman übernahm die Rolle von Bill Randa, Jason Mitchell die von Glenn Mill, Corey Hawkins spielt Houston Brooks, und Terry Notary spielt Kong.

Spezialeffekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die zahlreichen und aufwändigen Spezialeffekte wurden gleich mehrere Firmen beauftragt, darunter federführend Industrial Light & Magic (ILM). Einer der Altmeister der Tricktechnik, John Dykstra, war für den Film als Visual Effects Supervisor tätig. Er hatte bereits 1977 beim ersten Star Wars Film mit ILM zusammengearbeitet und für die damalige Zeit bahnbrechende Spezialeffekte geschaffen.[4]

Dreharbeiten und Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Eingang zu einer der vielen Höhlen im Nationalpark Phong Nha-Kẻ Bàng

Die Dreharbeiten hatten am 19. Oktober 2015 begonnen und wurden am 18. März 2016 abgeschlossen. Teile des Films wurden in den Städten Tràng An, Vân Long, Tam Cốc in der Provinz Ninh Bình, in der Halong-Bucht in der Provinz Quảng Ninh und im Nationalpark Phong Nha-Kẻ Bàng in der Provinz Quảng Bình in Vietnam gedreht.[5] Weitere Aufnahmen erfolgten in der Chinatown von Honolulu, auf der Kualoa Ranch an der Ostküste von Hawaii, die als Set für einen Knochenfriedhof auf Skull Island diente[6] und auf der, ebenfalls zu Hawaii gehörenden Insel Oahu, wo man im Waikane Valley drehte. Zudem entstanden Aufnahmen an der australischen Gold Coast, wo man ab Mitte Januar 2016 drehte. Die Produktionskosten des Films belaufen sich auf rund 190 Millionen US-Dollar.[7]

Die Filmmusik komponierte Henry Jackman.[8] Der Soundtrack zum Film wurde am 3. März 2017 veröffentlicht. Der Track The Island wurde bereits vorab veröffentlicht.[9]

Marketing und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2016 stellten Regisseur Jordan Vogt-Roberts und einige der Schauspieler im Rahmen eines Panels die Geschichte des Films auf der San Diego Comic-Con International vor.[10] Dort wurde am 23. Juli 2016 ein erster Trailer zum Film vorgestellt. Dieser zeigt unter anderem einen abstürzenden Helikopter und Samuel L. Jackson in der Rolle von Lieutenant Colonel Packard, der John Goodman in der Rolle von Bill Randa mit vorgehaltener Waffe zwingt, ihm alles zu erzählen, was er weiß. Randa erklärt ihm, dass es Monster wirklich gibt und dass vorzeitliche Spezies die Erde lange vor den Menschen beherrschten, wie er viele Jahre lang zu beweisen versuchte. Schließlich ist für wenige Sekunden ein Riesenaffe zu sehen, der sich erhebt.[11]

Im Oktober 2016 wurde online eine Karte von Skull Island veröffentlicht, die in eine Überwachungssatellitensimulation integriert ist.[12] Auf dieser sind Notizen von Monarch zu lesen, die unter anderem auf einen Unterwasserdinosaurier hinweisen.[13] Im Februar 2017 veröffentlichten Legendary Pictures und Warner Bros. drei weitere Filmausschnitte zu Kong: Skull Island, die eine Länge von jeweils knapp einer Minute haben.[14] Anlässlich des Kinostarts des Films hatte Google Maps die fiktive Skull Island in seiner Kartendarstellung verzeichnet.[15]

Der Film feierte am 28. Februar 2017 in Anwesenheit des Regisseurs Jordan Vogt-Roberts und der Schauspieler Tom Hiddleston, Brie Larson, Samuel L. Jackson und John C. Reilly in London seine Weltpremiere.[16] Am 9. März 2017 lief der Film in den deutschen Kinos an und wird einen Tag später in die US-amerikanischen Kinos kommen.

Begleitend zum Film wurde im März 2017 von Titan Books eine von Tim Lebbon geschriebene Roman-Adaption mit dem Titel Kong: Skull Island - The Official Movie Novelization veröffentlicht.[17]

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation übernahm die Synchronfirma FFS Film- & Fernseh-Synchron in Berlin/München nach einem Buch und unter der Regie von Jan Odle.[18]

Rolle Darsteller Synchronsprecher[18]
Capt. James Conrad Tom Hiddleston Peter Lontzek
Mason Weaver Brie Larson Laura Maire
Lt.Col. Prston Packard Samuel L. Jackson Engelbert von Nordhausen
Bill Randa John Goodman Kaspar Eichel
Hank Marlow John C. Reilly Detlef Bierstedt
Capt. Earl Cole Shea Whigham Alexander Brem

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist der Film FSK 12. In der Freigabebegründung heißt es: „Der Film enthält eine Vielzahl an Spannungs- und Actionszenen. Dabei werden teilweise auch Menschen von den Riesentieren (z.B. Riesenspinnen und Riesenechsen) getötet und es gibt immer wieder auch gruselige Momente. Gewalt wird jedoch nicht übermäßig ausgespielt.“[19]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rezensionssammlung Rotten Tomatoes listet über 200 Kritiken, von denen 78 Prozent positiv ausfallen, und fasst zusammen: „Kong: Skull Island ist eine berauschende Augenweide, bietet solides Schauspiel und einen rasanten Plot, womit der Film sich einen Platz in der Geschichte dieses Filmmonsters verdient, jedoch ohne jemals dem Original gewachsen zu sein.“[20]

Owen Gleiberman von Variety sagt, die Überraschung sei nicht nur, dass der Film zehnmal besser als Jurassic World ist, sondern ein aufregendes und elegant gearbeitetes Urzeit-Kreaturen-Spektakel.[21]

Peter Zander von der Berliner Morgenpost fragt sich in seiner Kritik, was Stars wie Tom Hiddleston, Brie Larson und John Goodman bewogen hat, bei dem Film mitzumachen, da für sie mehr als Erschrecken oder Weglaufen nicht vorgesehen ist und der Affe den einzigen Showwert besitze, der noch besser computeranimiert sei als der Kong bei Peter Jackson.[22]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erreichte nach seinem Start in vielen Ländern Platz 1 der jeweiligen Kinocharts, darunter in Deutschland, China, den USA und in Frankreich. An seinem Startwochenende konnte der Film in Deutschland 294.380 Besucher und insgesamt bislang 695.706 Besucher verzeichnen[23] Die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich bislang auf 392,7 Millionen US-Dollar[24], wodurch er sich auf Platz 6 der erfolgreichsten Filme des Jahres 2017 befindet. In China hatte der Film mit 14.251.062 Besuchern den zehntbesten Start aller Zeiten geschafft.[25].

Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Tull, bis Anfang 2017 CEO von Legendary Pictures und einer der Produzenten sowohl dieses Films als auch der 2014 erschienen Verfilmung von Godzilla, ließ bereits im September 2015 bei der Bekanntgabe von Details zu Kong: Skull Island verlautbaren, dass er plane, die Monster später in einem King Kong vs. Godzilla-Film aufeinander treffen zu lassen.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kong: Skull Island – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Kong: Skull Island. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 166260/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. a b Björn Becher: Monströser Plan: Das soll 'Godzilla' und 'Kong: Skull Island' verbinden In: filmstarts.de, 17. September 2015.
  3. Florian Rinke: Prinzessin Mononoke diente als Inspiration für Kong: Skull Island In: robots-and-dragons.de, 6. Februar 2017.
  4. https://moviepilot.com/p/kong-skull-island-john-dykstra-vfx/4222898
  5. Thứ hai: Những địa danh Ninh Bình xuất hiện trong phim Kong: Skull Island In: vnexpress.net, 29. Februar 2016.
  6. Christoph Petersen: FILMSTARTS am Set von… 'Kong: Skull Island' In: filmstarts.de, 1. Februar 2017.
  7. Hy Quan Quach: Kong: Skull Island – Neue Synopsis deutet auf epische Schlacht In: gamona.de, 12. Februar 2017.
  8. Henry Jackman to Score 'Kong: Skull Island' In: filmmusicreporter.com, 19. September 2016.
  9. WaterTower Music to Release Soundtrack to 'Kong: Skull Island' 3/3 In: broadwayworld.com, 27. Februar 2017.
  10. Sam Thielman: Deadpan John Goodman is king of Kong: Skull Island Comic-Con panel In: The Guardian, 23. Juli 2016.
  11. Maren Koetsier: 'Kong: Skull Island': Gigantischer Riesenaffe im deutschen Trailer zum Action-Abenteuer In: filmstarts.de, 28. Juli 2016.
  12. Monarch. Abgerufen am 24. November 2016.
  13. Vera Tidona: Kong: Skull Island – Karte der Insel enthüllt weiteres Monster? In: gamestar.de, 13. Oktober 2016.
  14. Florian Rinke: Kong: Skull Island – neue Ausschnitte zeigen Blut, Knochen und Hubschrauber In: robots-and-dragons.de, 20. Februar 2017.
  15. Markus Trutt: 'Kong: Skull Island': Die Insel des Riesenaffen ist nun bei Google Maps zu finden In: filmstarts.de, 3. März 2017.
  16. Kate Thomas: Brie Larson puts on a busty display in a cream tiered gown with a plunging neckline as she cosies up to co-star Tom Hiddleston at the Kong: Skull Island premiere in London In: dailymail.co.uk, 28. Februar 2017.
  17. Kong: Skull Island - The Official Movie Novelization In: titanbooks.com. Abgerufen am 09. März 2017.
  18. a b in der Deutschen Synchronkartei
  19. Freigabebegründung für Kong: Skull Island In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 15. März 2017.
  20. Kong: Skull Island In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 9. März 2017.
  21. Owen Gleiberman: Film Review: ‘Kong: Skull Island’ In: Variety, 2. März 2017.
  22. Peter Zander: Vom wilden Affen gerissen: 'Kong: Skull Island' In: Berliner Morgenpost, 9. März 2017.
  23. Top 100 Deutschland 2017 In: insidekino.com. Abgerufen am 28. März 2017.
  24. Kong: Skull Island In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 28. März 2017.
  25. News In: insidekino.com. Abgerufen am 28. März 2017.