Kongregation für das Katholische Bildungswesen

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Basisdaten
Name: Kongregation für das Katholische Bildungswesen
(für die Studieneinrichtungen)
(Congregatio de Institutione Catholica
(de Studiorum Institutis))
Sitz: Palazzo delle Congregazioni
Piazza Pio XII, 3
00193 Roma
Kardinalpräfekt: Giuseppe Kardinal Versaldi
(seit 2015)
Sekretär: Erzbischof Angelo Vincenzo Zani
(seit 2012)
Untersekretär: Friedrich Bechina FSO

Die Kongregation für das katholische Bildungswesen (lat.: Congregatio de Institutione Catholica (de Studiorum Institutis)) oder auch Bildungskongregation ist eine Zentralbehörde der römisch-katholischen Kirche. Sie hat zwei Sektionen: Die erste ist für alle katholischen Universitäten, Fakultäten, Institute und Hochschulen zuständig, für deren Errichtung und die Genehmigung ihrer Statuten. Auch die Arbeiten im Rahmen des Bologna-Prozesses zur europaweiten Vereinheitlichung des Hochschulwesens fallen in ihren Bereich. Die zweite ist für alle Schulen und voruniversitären Bildungseinrichtungen in kirchlicher Trägerschaft verantwortlich.[1]

Gründung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Konstitution „Immensa Aeterni Dei“ hat Papst Sixtus V. im Jahr 1588 neben 14 anderen Kongregationen der Römischen Kurie auch die „Congregatio pro universitate studii romani“ errichtet, um das Studium an der Universität Rom und anderer wichtiger Universitäten der damaligen Zeit (Bologna, Paris, Salamanca, …) zu regeln. Durch die Kurienreform von Papst Pius X., bei der 1908 die Kongregationen vermindert wurden, kam die Zuständigkeit für die Priesterseminare hinzu. Papst Paul VI. gab der Kongregation 1967 den Namen „Kongregation für das katholische Bildungswesen“ und fügte als neuen Zuständigkeitsbereich jenen der katholischen Schulen hinzu. Die Apostolische KonstitutionPastor Bonus“ von Papst Johannes Paul II. vom 28. Juni 1988 nannte die Kongregation jetzt „Kongregation für das Katholische Bildungswesen (für die Seminare und Studieneinrichtungen)“, der bisherige Tätigkeitsbereich, der die Universitäten, Seminare und Schulen umfasste, blieb gleich.[2]

Mit dem Apostolischen Schreiben in Form eines Motu proprio „Ministrorum institutio“[3] vom 16. Januar 2013 legte Papst Benedikt XVI. fest, dass die Zuständigkeit für die Seminare sowie für das Päpstliche Werk für geistliche Berufe von der Kongregation für das katholische Bildungswesen auf die Kongregation für den Klerus übergeht. Zugleich wurde die Kongregation für das Katholische Bildungswesen (der Seminare und der Studieninstitute) in Kongregation für das Katholische Bildungswesen (für die Studieneinrichtungen) umbenannt.

Weltweit gibt es etwa 250.000 katholische Schulen, die nach Angaben der Kongregation von 42 Millionen Schülern besucht werden.[4]

Präfekt der Bildungskongregation ist Giuseppe Kardinal Versaldi (Stand März 2015).

Präfekten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sekretäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kongregation besteht neben dem Präfekten aus Kardinälen und Bischöfen, die vom Papst für jeweils fünf Jahre berufen werden. Im September 2016 wurde ein weiteres Mitglied ernannt, das nicht Bischof, aber Leiter eines Dikasteriums ist. Mitglieder der Kongregation, von denen Papst Franziskus am 30. November 2013 zahlreiche Mitglieder bestätigte,[7] sind zurzeit:[8]

Kardinäle

Erzbischöfe

Bischöfe

Sonstige

Konsultoren (Auswahl)

  • Ulrich Rhode SJ, Professor für Kirchenrecht an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom (seit 2016)[18]
  • Josef Ammer, Offizial des Bistums Regensburg (seit 2016)[18]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Kongregation für das Katholische Bildungswesen (für die Studieneinrichtungen): Profil (italienisch). auf vatican.va, abgerufen am 13. Oktober 2016.
  2. Vgl. Kongregation für das Katholische Bildungswesen (für die Studieneinrichtungen): Profil (italienisch). auf vatican.va, abgerufen am 13. Oktober 2016.
  3. Benedikt XVI.: Apostolisches Schreiben Ministrorum institutio (englisch). vom 16. Januar 2013 auf vatican.va, abgerufen am 13. Oktober 2016
  4. Jürgen Erbacher: Der Vatikan. Das Lexikon. St. Benno-Verlag, Leipzig 2009, ISBN 978-3-7462-2752-8, S. 229.
  5. Dikasterien der römische Kurie übergangsweise bestätigt, Radio Vatikan, 16. März 2013
  6. a b Nomina del Prefetto della Congregazione per l’Educazione Cattolica. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 31. März 2015; abgerufen am 31. März 2015 (italienisch).
  7. a b c d e „Papst bestätigt Leitung der Bildungskongregation“, kath.net, 1. Dezember 2013
  8. Annuario Pontificio per l’anno 2009, Città del Vaticano 2009, S. 1234.
  9. a b c d e f g Nomina di membro della Congregazione per l’Educazione Cattolica, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 24. Mai 2007.
  10. Nomina di Membri dei Dicasteri della Curia Romana, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 24. November 2003.
  11. Nomina di Cardinali Membri dei Dicasteri della Curia Romana, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 6. Mai 2006.
  12. Nomina di Cardinali Membri dei Dicasteri della Curia Romana, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 12. Juni 2008.
  13. a b c d Nomina di Membri della Congregazione per l’Educazione Cattolica, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 11. Dezember 2010.
  14. Nomina di Cardinali Membri dei Dicasteri della Curia Romana, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 29. Dezember 2010.
  15. a b c d e f g h Rinunce e Nomine, in: Presseamt des Heiligen Stuhls: Tägliches Bulletin vom 12. Juni 2012
  16. a b c d e f g Weitere Bestätigungen und Ernennungen in der Kurie, Radio Vatikan, 30. November 2013
  17. Nomina di Membro della Congregazione per il Clero e della Congregazione per l’Educazione Cattolica. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 29. September 2016; abgerufen am 30. September 2016 (italienisch).
  18. a b „Vatikan: Gleich 19 neue Berater für Bildungskongregation“, Radio Vatikan, 17, Januar 2016