Konkomitanz

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Konkomitanz ist die aus der Scholastik stammende Vorstellung, dass bei der Feier der Eucharistie die Totalität des sakramental gegenwärtigen Herrn gegeben ist, und zwar so, dass in der Gestalt des Leibes Christi das Blut Christi enthalten sei und umgekehrt. Der Kommunikant empfange somit mit der Hostie auch das Blut Christi und umgekehrt. Dadurch erklärt sich die in der katholischen Kirche seit dem 12. Jh. verbreitete Praxis, dass bei der Kommunion zwar immer der Priester aus dem Kelch trinkt, aber die Gemeinde meist unter der Gestalt des Brotes kommuniziert. Gründe für die Kommunion unter einer Gestalt (communio sub una specie) der Gemeinde liegen vorwiegend auf dem Gebiet der Praktikabilität-

Luther und andere Reformatoren führten sie in ihren Gemeinden die Kelchkommunion wieder ein, so dass in der lutherischen Kirche die Gemeinde mit Brot und Wein Leib und Blut Christi gereicht bekommt (communio sub utraque specie). Gleichwohl hält auch die lutherische Theologie an der Konkomitanz fest. Der totus Christus („der ganze Christus“) wird unter Leib und Blut empfangen. Eine Trennung wird abgelehnt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • James J. Megivern: Concomitance and Communion. A Study in Eucharistic Doctrine and Practice (Studia Friburgensia NS 33), Freiburg/Schw.: University Press 1963.
  • Heinrich Schepers: Art. Konkomitanz, in: HWPh 4 (1976), 967f.
  • Hans Jorissen, Art. Konkomitanz, in: LThK, 3. Aufl., Bd. 6 (1997), 263.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Konkomitanz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen