Konny Reimann

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Konny Reimann

Konrad „Konny“ Reimann[1] (* 10. September 1955 in Hamburg) ist ein deutscher Unternehmer und eine Fernsehpersönlichkeit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reimann wuchs mit seiner Mutter und seinem Stiefvater in Hamburg-Harburg auf. Nach der Volksschule absolvierte er von 1972 bis 1975 bei der Hamburger Werft Blohm + Voss eine Ausbildung zum Schiffsmaschinenbauer und technischen Zeichner. Dort durchlief er alle Abteilungen, die notwendig sind, um ein Schiff zu bauen. Nach seinem zweijährigen Dienst bei der Bundeswehr arbeitete er als Kältetechniker. [2] [3]

Er lebte 20 Jahre in Schenefeld bei Hamburg und baute dort sein erstes „Konny Island“ auf. 2004 wanderte er mit seiner Frau Manuela, die eine Green Card gewonnen hatte, und den beiden Kindern in die Vereinigten Staaten aus und ließ sich dort in Gainesville im Nordosten von Texas nieder. Begleitet wurden sie dabei von einem Kamerateam von Extra – Das RTL-Magazin.

Durch sein markantes Äußeres, Schnauzbart, Jeans und Cowboyhut und seine norddeutsche Art wurde Reimann bald zu „Deutschlands bekanntestem Auswanderer“. Neben insgesamt 84 Auftritten bei Extra – Das RTL-Magazin wurden Reimann und seine Familie bald fester Bestandteil der Doku-Soap Goodbye Deutschland! Die Auswanderer des Fernsehsenders VOX.

Im Laufe der Jahre setzte Reimann eine Reihe von Projekten um, wie etwa den Erwerb eines Seegrundstückes am Moss Lake. Darauf baute er ein markantes, 743 m² großes Wohnhaus mit Leuchtturm, nach dem Vorbild aus dem amerikanischen Film Deine, Meine & Unsere. [4] Auf diesem ebenfalls „Konny Island“ genannten Grundstück mit Bootssteg betrieb die Familie ein Ferienresort mit drei Gästehäusern.[5] Ende 2015 zogen Reimann und seine Frau nach Oʻahu, eine der acht Hauptinseln des Hawaii-Archipels,[6] und eröffneten auf ihrem erworbenen Grundstück am Rand eines Forstreservats im kleinen Ort Pūpūkea an der North Shore ihr „Konny-Island III“, wo sie ein kleines Gästeapartment vermieten. [7] Die Reimanns betrieben seit April 2015 den Verkauf ihrer texanischen Immobilien,[8] den sie im Dezember 2016 erfolgreich abgeschlossen haben. [9]

Des Weiteren trat er in deutschen Talkshows auf, absolvierte Vortragstouren in Deutschland und machte Werbung für diverse Unternehmen, wie etwa für Altenloh, Brinck & Co (Spax-Schrauben), die Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG, Halberstädter (Grillwürste), Ford (Geländewagen) [10] und ProHaus Ausbauhaus. [11]

Außerdem drehte er ein Dutzend Do-it-yourself-Filme für Camper zum Thema „Wie baue ich einen Greyhound-Bus in ein Wohnmobil um?“, die auf Camping- und Caravanmessen gezeigt werden. [12] 2013 hatte er eine Gastrolle in der Serie Notruf Hafenkante.[13] Am 23. Dezember 2013 startete die erste Staffel der Doku-Soap Die Reimanns – ein außergewöhnliches Leben auf RTL II und begleitet Reimann und seine Familie seitdem in ihrem alltäglichen Leben.[14] Seit Dezember 2015 sucht er für den Sender RTL II außerdem einen „Heimwerkerkönig“.[15]

2008 veröffentlichte er seine Autobiografie, 2009 seine „Barbecue-Bibel“ und 2010 folgte ein Comic.[16]

Mittlerweile war Konny Reimann auch schon Forschungsobjekt einer kulturwissenschaftlichen Untersuchung an der Universität Marburg: „Das Phänomen Konny Reimann – Starkult und Langzeitbeobachtung im Reality TV“ [17]

Fernsehauftritte (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jens Urbschat: Die Fernsehreportage im Wandel der Zeit (2012)
  • Volker Kitz: Die 365-Tage-Freiheit (2012)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chaos auf Konny Island. Heilbronner Stimme. 4. Juli 2008, abgerufen am 16. November 2016.
  2. Autobiografie Konny Reimann: aber das ist eine andere Geschichte, 2011, abgerufen am 13. Mai 2017
  3. Konny Reimann - Der Mann, den es nach Texas zog. Die Welt. 14. November 2012, abgerufen am 16. November 2016.
  4. Manuela Reimann - “We saw their house in the movie with an actual lighthouse in it and we decided that was our dream home so Konny and I built it like that”. Gainesville Daily Register. 8. Dezember 2014, abgerufen am 22. April 2017.
  5. Auswanderer Konny Reimann – „Vielleicht ziehen wir mal auf eine Insel in der Südsee“. Focus Online. 26. November 2012, abgerufen am 16. November 2016.
  6. Von Texas nach Hawaii. Kult-Auswanderer Konny Reimann zieht nach Hawaii: „Möchte mich nicht mehr wie ein Affe im Zoo fühlen“. Focus Online. 9. Oktober 2015, abgerufen am 16. November 2016.
  7. Konny-Island III Vermietungsangebot Studio-Apartment. Abgerufen am 22. April 2017
  8. 103 Lakeside Lane, Moss Lake Waterfront. Verkaufsanzeige auf mosslake.net. Abgerufen am 16. November 2016.
  9. 103 Lakeside Lane, Gainesville, TX 76240 - 12/13/16 sold $400,000. Verkaufsanzeige auf Zillow.com. Abgerufen am 22. April 2017.
  10. Ford-Ranger Konny Reimann 2014, abgerufen am 29. April 2017
  11. Konny Reimann - TV-Kultstar schwört auf Holzhäuser 5. November 2011, abgerufen am 29. April 2017
  12. Filmproduktion über Konny Reimann 24. September 2014, abgerufen am 29. April 2017
  13. Kann Konny Reimann denn auch Krimi? B.Z. 5. November 2012, abgerufen am 16. November 2016.
  14. "Die Reimanns". Episodenguide, abgerufen am 21. Mai 2017.
  15. Alexander Krei: Raus aus der Primetime. Reimann sucht "Heimwerkerkönig" am Vorabend. DWDL.de. 13. November 2015, abgerufen am 16. November 2016.
  16. Konny Reimann wird Comic-Held. Merkur Online. 7. Oktober 2010, abgerufen am 16. November 2016.
  17. Forschungsprojekt Auswanderung ab Seite 140. 2011, abgerufen am 22. April 2017.
  18. Sidney Schering : «Die Reimanns» ziehen um. Quotenmeter.de. 31. Juli 2015, abgerufen am 16. November 2016.
  19. „Goodbye Deutschland“. Konny Reimann – König der Auswanderer. RP Online. 9. August 2011, abgerufen am 16. November 2016.