Konrad Stephanus

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Konrad Stephanus (* 14. Dezember 1907 in Ortelsburg, Ostpreußen; † 10. Mai 1987) war ein deutscher Generalstabsoffizier der Wehrmacht. In der Bundeswehr hatte er den Rang eines Brigadegenerals.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephanus wurde in Ostpreußen als Sohn des gleichnamigen Offiziers und späteren Generalleutnants der Wehrmacht Konrad Stephanus (1880–1961) geboren.[1] Er trat bereits zu Zeiten der Reichswehr ins Braunschweiger 17. Infanterie-Regiment ein. Ab 1937 absolvierte er die Kriegsakademie Berlin. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges diente er als Vierter Generalstabsoffizier (Id), zuständig für Ausbildung, im Generalstab der 1. Armee unter der Leitung von Generaloberst Erwin von Witzleben im Westen. Im Dezember 1939 wurde er zum Generalstab des Heeres kommandiert und im Juli 1940 dorthin versetzt.

Am 25. Oktober 1940 wechselt er, wiederum als Id, zur 11. Armee unter Generaloberst Eugen von Schobert. Ende November 1941 ernannte ihn dessen Nachfolger General der Infanterie Erich von Manstein zum Leiter des Partisanenstabs zur Partisanenbekämpfung auf der Krim. Bereits im Januar 1942 wurde er von dieser Aufgabe wieder entbunden. Im März 1942 wurde er Major und Erster Generalstabsoffizier (Ia) der 50. Infanterie-Division. Mit dieser kämpfte er 1942 auf der Krim und im Kaukasus, 1943 im Kuban-Brückenkopf und 1944 wieder auf der Krim. Nach der Zerschlagung der Division in der Schlacht um die Krim wurde er zeitweilig in die Führerreserve versetzt.

Im Juli 1944 versetzte man den Oberstleutnant (seit 1943) in die Abteilung Fremde Heere Ost beim Generalstab des Heeres, geleitet von Reinhard Gehlen, wo er auf eine Verwendung als Dritter Generalstabsoffizier (Ic, zuständig für Feindlage und Abwehr) vorbereitet wurde. Im August 1944 wurde er als solcher zur Heeresgruppe Nordukraine (später A und Mitte) versetzt. Kurz vor Kriegsende wurde er noch zum Oberst befördert.

Ab 1948 war er Mitglied der Organisation Gehlen. Er wurde danach von der neu gegründeten Bundeswehr übernommen und bekleidete seit dem 5. August 1961 den Rang eines Brigadegenerals. Er war beim Militärischen Abschirmdienst (MAD) tätig und leitete die Schule für Nachrichtenwesen der Bundeswehr. Von 1965 bis 1969 war er Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus-Jürgen Müller: Das Heer und Hitler. Armee und nationalsozialistisches Regime 1933–1940, 2. Aufl., Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1988, S. 137.