Konradsiedlung-Wutzlhofen

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Konradsiedlung-Wutzlhofen ist der Stadtbezirk 05 von Regensburg. Der Stadtbezirk liegt nördlich der Donau und von Reinhausen und westlich der Bahntrasse Regensburg-Schwandorf.

Die Konradsiedlung wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 auf dem Gelände eines Gutshofs, des Harthofs, errichtet. Die Siedlung war als nationalsozialistische Mustersiedlung für über 5000 Menschen geplant. Die Siedlung sollte auch neuen Wohnraum schaffen, da die Wohnverhältnisse in der Altstadt damals sehr schlecht waren. Der erste Siedlungsteil "Harthof" wurde längs der Bahnlinie Regensburg – Hof errichtet, der zweite Siedlungsteil "Flachlberg" schloss sich im Südwesten an. Beide Teile besaßen je einen großen Marktplatz in der Mitte, am Nordende des Flachlberges wurde die Kirche errichtet und gleich daneben am Fuß des Berges das NSV-Kinder- und Schwesternheim. Am Nordende des Harthofteils wurde die Hans-Schemm-Schule gebaut. Bis 1945 hieß sie nach dem damaligen Regensburger Bürgermeister und Initiator der Siedlung Otto Schottenheim, unter dessen Amtszeit in Regensburg auch weitere vorstädtische Siedlungen wie die Ganghofersiedlung oder die Westheimsiedlung entstanden.[1]

Nach dem Krieg wurde sie nach dem Namenspatron der katholischen Pfarrkirche St. Konrad in Konradsiedlung umbenannt. Die Kirche wurde ab 1935 erbaut; sie verfügt allerdings über keinen eigenen Friedhof. Die Pfarreiangehörigen werden deshalb am Friedhof von Reinhausen bestattet, der eigentlich zur Pfarrei St. Josef (Reinhausen) gehört.

1953 folgte mit dem neu eingerichteten Oberleitungsbus Regensburg schließlich die Anbindung der Konradsiedlung an das öffentliche Nahverkehrsnetz, ab 1963 verkehrten dann ersatzweise Omnibusse. In der ersten Hälfte der 1970er Jahre kommt es, unter anderem mit Hilfe der kommunistisch inspirierten Stadtteilzeitung „Der Konradsiedler“ des Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD beziehungsweise seiner örtlichen Vorläuferorganisation, der Sozialistischen Betriebsgruppe Regensburg, zur Bildung von Bürgerinitiativen, die sich bezogen auf die Konradsiedlung-Wutzlhofen vor allem in Fragen der Siedlergemeinschaft sowie des Umweltschutzes gegen das Kalkwerk Buechl engagieren, sich dabei mit den dortigen Beschäftigten zu verbünden suchend.

Wutzlhofen wird 1224 als Wuzenhoven erstmals urkundlich erwähnt. 1859 erhält der Ort einen Anschluss an die Bahnstrecke Regensburg–Oberkotzau. 1924 wird der Ort in die Stadt Regensburg eingemeindet.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sigfrid Färber: Regensburg, ehemals, gestern und heute. Das Bild der Stadt im Wandel der letzten 125 Jahre. J. F. Steinkopf Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-7984-0588-3, S. 106, 107.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 49° 3′ N, 12° 7′ O