Konstruktiver Ingenieurbau

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Der Konstruktive Ingenieurbau (KIB) beinhaltet sämtliche Disziplinen des Bauingenieurwesens, welche sich basierend auf der Festigkeitslehre und Statik sich mit der Konstruktion und Bemessung von Tragwerken als Grundlage zur Errichtung von Bauwerks-Unikaten befassen. Die Baustatik ist die technikwissenschaftliche Grundlagendisziplin des Konstruktiven Ingenieurbaus. Sie formierte sich in enger Wechselwirkung mit dem Konstruktiven Ingenieurbau im Verlaufe des 19. Jahrhunderts. Der Stahlbetonbau, der Stahlbau und der Ingenieurholzbau sind die wichtigsten Bauartwissenschaften (Stefan Polónyi) des Konstruktiven Ingenieurbaus.

Für den Konstruktiven Ingenieurbau gilt eine arbeitsteilige Entwicklung von einzigartigen Bauwerken mit einem hohen Maß an Flexibilität in Bezug auf Anforderungsänderungen bei der Projektierung, der Erstellung, der Nutzung und der Ertüchtigung bzw. Revitalisierung als prägnantes Merkmal.[1]

Neben den Konstruktionen aus Beton, Stahl und Holz spielen Werkstoffe wie Glas, Natursteine, Ziegelsteine, Kunststoffe etc. für Tragwerke des Konstruktiven Ingenieurbaus eine wichtige Rolle. Auch Kombinationen verschiedener Werkstoffe wie z. B. Konstruktionsstahl und Beton (Stahlverbund) oder etwa Stahl-Glas-Konstruktionen sind von großer Bedeutung.

Diese Werkstoffe und Werkstoffkombinationen, in den Grenzen ihrer spezifischen Werkstoffgesetze, ermöglichen dem Ingenieur und Meister in Verbindung mit der Statik als Teilgebiet der technischen Mechanik die Ausbildung unterschiedlichster ebener und räumlicher Tragstrukturen wie Balken, Platten und Schalen, die Belastungen aus Eigengewicht und anderen Einwirkungen (z. B. Verkehrslasten, Erdbeben, Anprall-Lasten) im Rahmen ihrer Bemessung schadensfrei aufnehmen, weiterleiten und an den Baugrund abgeben können.

Ein besonderes Tragwerk stellt der Erdboden dar; er wird im Grundbau und der Bodenmechanik bzw. in der Geotechnik bearbeitet. In ihm werden Belastungen jeglicher Art aufgenommen und soweit verteilt, dass ihre Aufnahme keine signifikanten Veränderungen hervorruft. Ein klassisches Problem der Geotechnik ist die Bestimmung des Erddrucks auf Stützwände, mit dem sich französische Ingenieuroffiziere wie Bernard de Bélidor, Charles Augustin de Coulomb und Jean-Victor Poncelet im 18. und 19. Jahrhundert befassten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uwe Rüppel (Hrsg.): Vernetzt-kooperative Planungsprozesse im Konstruktiven Ingenieurbau. Springer, 2007, ISBN 978-3-540-68102-1, S. 4.