Kontra K

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Kontra K (2017)
Kontra K (2017)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[1][2]
12 Runden (Album)
  DE 8 20.09.2013 (1 Wo.)
Aus dem Schatten ins Licht
  DE 2 Gold 20.02.2015 (11 Wo.)
  AT 19 20.02.2015 (2 Wo.)
  CH 14 15.02.2015 (2 Wo.)
Labyrinth
  DE 1 Gold 27.05.2016 (20 Wo.)
  AT 4 03.06.2016 (3 Wo.)
  CH 8 29.05.2016 (3 Wo.)
Gute Nacht
  DE 1 Gold 05.05.2017 (55 Wo.)
  AT 2 12.05.2017 (6 Wo.)
  CH 7 07.05.2017 (3 Wo.)
Erde & Knochen
  DE 1 18.05.2018 (… Wo.)
  AT 1 25.05.2018 (… Wo.)
  CH 2 20.05.2018 (7 Wo.)
EPs[1]
Wölfe
  DE 19 18.07.2014 (8 Wo.)
Singles
Erfolg ist kein Glück
  DE 54Gold 20.02.2015 (2 Wo.)
  AT 68 11.08.2017 (1 Wo.)
Wie könnt ich
  DE 91 25.03.2016 (1 Wo.)
An deiner Seite
  DE 82 15.04.2016 (1 Wo.)
Ikarus
  DE 64 29.04.2016 (2 Wo.)
Atme tief ein
  DE 88 27.05.2016 (1 Wo.)
Alles okay (mit Gzuz)
  DE 71 03.06.2016 (1 Wo.)
Großes Kaliber (mit Bonez MC & Gzuz)
  DE 40 23.12.2016 (1 Wo.)
Diamanten
  DE 28Gold 24.02.2017 (10 Wo.)
Mehr als ein Job
  DE 24Gold 24.03.2017 (10 Wo.)
Plem Plem (mit RAF Camora & Bonez MC)
  DE 46 14.04.2017 (5 Wo.)
Gift (feat. BTNG & AK Ausserkontrolle)
  DE 59 28.04.2017 (3 Wo.)
Gute Nacht
  DE 97 05.05.2017 (1 Wo.)
2 Seelen
  DE 98 05.05.2017 (1 Wo.)
Niemals (mit RAF Camora)
  DE 90 01.09.2017 (1 Wo.)
Soldaten 2.0
  DE 16Gold 20.10.2017 (16 Wo.)
  AT 57 27.10.2017 (5 Wo.)
Zwischen Himmel & Hölle
  DE 15 09.03.2018 (7 Wo.)
  AT 52 16.03.2018 (1 Wo.)
  CH 97 11.03.2018 (1 Wo.)
Hunger
  DE 40 30.03.2018 (1 Wo.)
Oder nicht
  DE 25 20.04.2018 (11 Wo.)
  AT 62 27.04.2018 (2 Wo.)
Setz dich (feat. AK Ausserkontrolle & Gzuz)
  DE 22 04.05.2018 (4 Wo.)
  AT 67 11.05.2018 (1 Wo.)
Fame (feat. RAF Camora)
  DE 6 11.05.2018 (… Wo.)
  AT 4 18.05.2018 (12 Wo.)
  CH 29 20.05.2018 (2 Wo.)
Motten
  DE 87 18.05.2018 (1 Wo.)
Hoch
  DE 26 27.07.2018 (3 Wo.)
  AT 67 03.08.2018 (1 Wo.)

Kontra K (* 3. Juli 1987 in Berlin; bürgerlich Maximilian Diehn) ist ein deutscher Rapper, der bei dem Label BMG unter Vertrag steht.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kontra K wuchs in Berlin auf. Nach seinem Realschulabschluss entdeckte er mit 16 Jahren die Liebe zum Rap und eiferte seinen US-amerikanischen Idolen Nas, 2Pac, The Notorious B.I.G. und Naughty by Nature nach. Gleichzeitig begann er mit dem Kickboxen. 2006 gründete er mit KiezSpezial das Rapduo Vollkontakt. Das Duo wurde anschließend von Kaisa entdeckt und auf dessen Label Hell Raisa Records unter Vertrag genommen. Dort erschien das Fight Club Mixtape Vol.1. Allerdings löste Kaisa anschließend das Label auf. Mit den ehemaligen Labelzugehörigen Skinny Al und Fatal gründete Kontra K anschließend das Label DePeKaRecords. Den Vertrieb übernahm Distributionz.[3]

2010 erschien Kontra K's Debütalbum Dobermann, 2012 folgte ein Dubstep-Mixtape namens Electrosmog. Das zweite Album, Was die Zeit bringt, erschien ebenfalls 2012 und war eins der bestverkauften Alben von Distributionz und maßgeblich daran beteiligt, dass Distributionz „Label des Monats April“ bei Amazon wurde.[4] Es folgte 2013 die EP Auf Teufel komm raus (zusammen mit Bonez MC) sowie das dritte Album 12 Runden,[3] das Platz 8 der deutschen Albumcharts erreichte.[1]

Im Mai 2014 unterschrieb Kontra K einen Vertrag bei Four Music. Die erste Veröffentlichung war die EP Wölfe.[5] Am 6. Februar 2015 veröffentlichte er sein viertes Soloalbum Aus dem Schatten ins Licht und erreichte Platz 2 der deutschen Charts.

Am 20. Mai 2016 folgte das fünfte Soloalbum Labyrinth, an dem unter anderem Bonez MC, RAF Camora und die Band Haudegen mitwirkten. Zu An deiner Seite wurde einen Tag davor ein interaktives Video mit unter anderem Lex Shrapnel, Kyra Sophia Kahre und Bill Fellows veröffentlicht.[6] Das Album stieg am 27. Mai 2016 auf Platz 1 der deutschen Albencharts ein.

Am 28. April 2017 erschien sein sechstes Soloalbum Gute Nacht über BMG. Die Zusammenarbeit mit Four Music, wo die beiden vorherigen Alben erschienen, hatte er beendet, und sprach in diesem Zusammenhang von einer gütlichen Trennung aufgrund von Differenzen bezüglich der Arbeitsweise.[7]

Am 11. Mai 2018 erschien sein siebtes Soloalbum Erde und Knochen.

Image und Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kontra K Musik entsteht vor allem in Zusammenarbeit mit seinem Hauptproduzenten, Big Flexx aus Köln, sowie Dirty Dasmo und Matthias Mania aus Berlin. Er vermarktet sich als Junge von der Straße mit Hang zum Kampfsport.[3] Dabei fordert Kontra K den Zusammenhalt der Straße und vermischt gesellschaftskritische Töne mit eigenen Erfahrungen.[8] Im Laufe seiner Rap-Karriere wandelten sich neben seinem Image auch seine Themen. So klangen seine ersten Rapalben (z. B. Dobermann, Fight Club Mixtape Vol. 1) noch stark nach deutschem Gangsta-Rap. Seine früheren Gangsta-Rap Alben enthalten die für deutschen Gangsta-Rap typischen homophoben Elemente,[9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20], sowie ebenfalls typische sexistische, misogyne und chauvinistische Textzeilen.[21][22][23][24]

Spätestens seit der EP Wölfe im Jahr 2014 und dem Album Aus dem Schatten ins Licht im Jahr 2015 entfernte sich Kontra K von seinem „Brutalo-Image“ eines Jungen von der Straße und somit auch vom klassischen Gangsta-Rap, sowie dessen typischen Textelementen. Seine neueren Texte enthalten vor allem Zeilen, in denen er die Themen Kampfsport, „Versuche meine Hörer auf den Sportfilm zu bringen“,[25] und Motivation gemischt mit Erfahrungen aus seinem eigenem Leben in den Vordergrund stellt. In einem Interview sagte er „Ich bin noch zu einem guten Menschen geworden“.[26]

Kontroverses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem 1-Live-Interview im Jahr 2016 des WDR für die Reportage „Homophobie im Deutschrap“ vertrat Kontra K die Meinung, dass in der Jugendsprache das Wort „schwul“ eine Beleidigung sei, und dies „mit Rap unbedingt nicht viel zu tun“ habe.[27] Weiter fand er, dem Vorwurf, ein Text gehe „zu weit“, lasse sich entgegensetzen, „Es gibt auch eben Meinungsfreiheit. Für jeden.“[27] Obwohl vermutet wird, dass sexuelle Orientierung eine genetische Komponente hat,[28] äußerte er sich dazu mit einer abweichenden Meinung:

„Ich glaube nicht, dass das eine Sache ist, die in den Genen liegt. Oder dass du schwul geboren wirst, das glaube ich nicht. Dafür können mich jetzt tausend Menschen hassen — ich glaube es einfach nicht.“

Kontra K: Reportage „Homophobie im Deutschrap“ von 1 Live des WDR[29]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[30] Anmerkungen Cover
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2012 Dobermann
Was die Zeit bringt
2013 12 Runden 8
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. September 2013
2015 Aus dem Schatten ins Licht 2 Gold
(11 Wo.)
19
(2 Wo.)
14
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Februar 2015
2016 Labyrinth 1 Gold
(20 Wo.)
4
(3 Wo.)
8
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2016
2017 Gute Nacht 1 Gold
(55 Wo.)
2
(6 Wo.)
7
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. April 2017
2018 Erde & Knochen 1
(… Wo.)
1
(… Wo.)
2
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2018

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Ein Herz aus Chrom (mit Skinny Al, DePeKa Records)
  • 2013: Auf Teufel komm raus (mit Bonez MC, DePeKa Records)
  • 2014: Wölfe (Four Music)
  • 2015: Atme den Regen (Four Music)
  • 2016: Vollmond (mit Bonez MC, Skinny AL, Skepsis, Fatal)
  • 2017: Chameleon (mit BTNG)
  • 2017: Loyal (mit Rico, Fatal, Omik, Mike Jay, Undacover, Ghazy030, Skinny AL)
  • 2018: Tag1er (mit Fatal, Nizi, Rico)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010: Stadtrundfahrt (DePeKa Records)
  • 2012: Alles anders (DePeKa Records)
  • 2012: Kampfgeist (DePeKa Records)
  • 2012: Rückendeckung (DePeKa Records)
  • 2012: Zu kurz (DePeKa Records) (feat. Rico)
  • 2013: Gönn dir (DePeKa Records)
  • 2013: Fels in der Brandung (DePeKa Records)
  • 2013: Nebel (DePeKa Records)
  • 2014: Kampfgeist 2 (Four Music)
  • 2014: Hassliebe (Four Music)
  • 2014: Bleib ruhig (Four Music)
  • 2015: Erfolg ist kein Glück (Four Music)
  • 2016: Wie könnt ich (Four Music)
  • 2016: Ikarus (Four Music)
  • 2017: Diamanten (BMG)
  • 2017: Mehr als ein Job (BMG)
  • 2017: Plem Plem (BMG) (mit RAF Camora & Bonez MC)
  • 2017: Gift (BMG) (feat. BTNG & AK Ausserkontrolle)
  • 2017: Gute Nacht (BMG)
  • 2017: Soldaten 2.0 (BMG)
  • 2018: Zwischen Himmel & Hölle (BMG)
  • 2018: Hunger (BMG)
  • 2018: Oder nicht (BMG)
  • 2018: Setz dich (BMG) (feat. AK Ausserkontrolle & Gzuz)
  • 2018: Fame (BMG) (feat. RAF Camora)
  • 2018: Hoch (BMG)

Sampler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2012: Mach keine chromen Dinga (Labelsampler, DePeKa Records)

Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Promo Mixtape
  • 2007: Perspektiflows (Eigenproduktion)
  • 2007: Dobermann Mixtape (Eigenproduktion)
  • 2008: Ein Atemzug in meiner Stadt (Eigenproduktion)
  • 2008: Fight Club Mixtape Vol. 1 (als Vollkontakt, Hell Raisa Records)
  • 2012: Electrosmog (DePeKa Records)
  • 2016: Juice CD No. 133 (mit Gzuz und Bonez MC, Four Music) 

Freetracks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Blutsport produziert von BeatBaron
  • 2006: Panzerglas produziert von desertBeats
  • 2012: Was wäre
  • 2013: Die letzten
  • 2014: Yolo und So
  • 2014: Kino
  • 2014: Erstens Zweitens

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kontra K – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen: Deutschland / Österreich / Schweiz
  2. Auszeichnungen: Deutschland
  3. a b c Kontra K. Laut.de, abgerufen am 2. November 2013.
  4. Distributionz ist Label des Monats bei Amazon. Rap.de, 5. Juni 2012, abgerufen am 28. September 2013.
  5. Kontra K unterschreibt bei Four Music. Musikmarkt.de, 26. Mai 2014, abgerufen am 30. Mai 2014.
  6. Kritik zum Album Labyrinth. Popshot.over-blog.de, 19. Mai 2016, abgerufen am 20. Mai 2016.
  7. Kontra K: "Das Album hat die Härte von früher und die Motivation von heute". Abgerufen am 4. August 2017.
  8. Dani Fromm: 12 Runden. Laut.de, abgerufen am 2. November 2013.
  9. Kontra K – Kämpferelite. Abgerufen am 2. August 2017.
  10. Kontra K – Rebellion. Abgerufen am 2. August 2017.
  11. Kontra K – Ehrensache (Bonustrack). Abgerufen am 2. August 2017.
  12. Kontra K – Längst Tod. Abgerufen am 2. August 2017.
  13. Kontra K (Ft. Bonez MC) – Es dreht sich. Abgerufen am 2. August 2017.
  14. Kontra K – Ja Ja. Abgerufen am 2. August 2017.
  15. Kontra K & Bonez MC (Ft. Aslan) – Strassenkinder. Abgerufen am 2. August 2017.
  16. Kontra K – Vollkontakt. Abgerufen am 2. August 2017.
  17. Kontra K – 10 gute Gründe. Abgerufen am 2. August 2017.
  18. Kontra K & Bonez MC – Auf Stop! Abgerufen am 2. August 2017.
  19. Kontra K & Skinny Al (Ft. Fatal (DPK)) – Chrom & Chrime (Clip Version). Abgerufen am 2. August 2017.
  20. Kontra K (Ft. Fatal, Kiez Spezial & Skinny Al) – Kinderschreck. Abgerufen am 2. August 2017.
  21. Kontra K – Ich hab's satt. Abgerufen am 2. August 2017.
  22. Kontra K – Alles anders. Abgerufen am 2. August 2017.
  23. Kontra K (Ft. Fatal & Skinny Al) – Endlich erwachsen. Abgerufen am 2. August 2017.
  24. Kontra K – Mondschein. Abgerufen am 2. August 2017.
  25. Jakob Paur: Kontra K: Danke, gut. In: Juice. Nr. 153, 2013, S. 96 - 97.
  26. Rapper Kontra K - "Authentizität ist das Wichtigste". In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 11. Oktober 2017]).
  27. a b Kontra K: Homophobie im Deutschrap. In: 1Live, Plan B. WDR, Juli 2017, abgerufen am 2. August 2017.
  28. nähere Informationen hierzu beispielsweise im Abschnitt Genetik des Artikels über Homosexualität
  29. Plan B - Homophobie im Deutschrap - einslive.de. WDR, Juli 2016, abgerufen am 2. August 2017.
  30. Chartquellen: DE AT CH