Kontraposition

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Unter Kontraposition (von lateinisch contra ‚gegen‘ und lat. positio ‚Position‘, ‚Stellung‘, ‚Lage‘) versteht man in der Logik den Umkehrschluss einer Implikation, d. h. den Schluss von „Wenn A, dann B“ auf „Wenn nicht B, dann nicht A“.

Tatsächlich ist die Aussage „Aus A folgt B“ sogar äquivalent zu ihrer Kontraposition „Aus nicht B folgt nicht A“.

Nicht zulässig ist dagegen der Schluss „Aus B folgt A“.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alltagsbeispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Wenn es regnet, dann ist der Fußgängerweg nass.“ Diese Aussage („Aus A folgt B“) ist äquivalent zu ihrer Kontraposition („Aus nicht B folgt nicht A“): „Wenn der Fußgängerweg nicht nass ist, dann regnet es nicht.“

„Aus B folgt A“ gilt allerdings nicht: „Wenn der Fußgängerweg nass ist“, muss es nicht zwangsläufig regnen. Es kann (immer noch) regnen; es kann schon wieder regnen; es regnet nicht; oder der Fußgängerweg ist aus völlig anderen Gründen nass (Straßenreinigung, spielende Kinder).

mathematisches Beispiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aussage: a ≡ 1 mod 3 ⇒ a² ≡ 1 mod 3 (mit a ∈ Z)


Es gilt die Kontraposition: a² ¬≡ 1 mod 3 ⇒ a ¬≡ 1 mod 3


Wenn a² ≡ 1 mod 3 gilt, kann keine eindeutige Aussage über a getroffen werden, da a ≡ 1 mod 3 oder a ≡ 2 mod 3 sein kann.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Umkehrschluss, die Kontraposition als juristische Auslegungsmethode

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]