Konvexgeometrie

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Die Konvexgeometrie (oder auch konvexe Geometrie) ist ein Teilgebiet der Geometrie. Sie wurde von Hermann Minkowski begründet und behandelt die Theorie der konvexen Mengen in n-dimensionalen reellen affinen Räumen oder Vektorräumen. Minkowski entwickelte seine Theorie in seinem Werk Geometrie der Zahlen (Leipzig 1896 und 1910).

Die Konvexgeometrie hat zahlreiche Bezüge zu anderen Teilgebieten der Mathematik wie etwa der Zahlentheorie, der Funktionalanalysis oder der diskreten Mathematik.

Definition[Bearbeiten]

Eine Teilmenge eines reellen n-dimensionalen Vektorraumes heißt konvex, wenn sie mit je zwei Punkten A und B ebenso alle Punkte zwischen ihnen enthält, also die Punkte der Strecke AB. Zu jeder Teilmenge M des reellen Raumes existiert ihre konvexe Hülle, das ist der Durchschnitt aller M enthaltenden konvexen Mengen.

Die konvexen Hüllen endlich vieler Punkte heißen konvexe Polyeder oder Polytope. Eigentliche Polytope sind solche, die nicht in einem echten affinen Unterraum liegen. Klassische Beispiele sind Dreieck, konvexes Viereck und Parallelogramm in der Ebene, Tetraeder, Quader, Oktaeder, Dodekaeder, Ikosaeder im dreidimensionalen Raum, Simplex in beliebigen Dimensionen. Man kann Polyeder als Vereinigungen endlich vieler Polytope erklären und auf diese Definition die Geometrie der Polyeder aufbauen.

Auswahl klassischer Resultate der Konvexgeometrie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Viele der oben genannten Sätze gelten in unendlich-dimensionalen Räumen nur noch in abgeschwächter Form. Siehe dazu etwa Satz von Krein-Milman oder Choquet-Theorie.

Literatur[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

  • [1] (PDF; 548 kB) Link zu "Einführung in die Konvexgeometrie" (Skript von Dr. Ivan Izmestiev, WS 03/04, damals FU Berlin)