Konvikt

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Studienheim ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Siehe auch Studienhaus.

Ein Konvikt (von lat. convivere; sowohl convictus, -us m. als auch convictio, -onis f. Gemeinschaft, Zusammenleben), deutsch Studienhaus oder Stift, nennt man dem Klosterleben nachgebildete, meist auf alten Stiftungen beruhende oder aus öffentlichen Mitteln unterhaltene Institute für Schüler oder Studenten im kirchlichen Bereich, mit Wohnmöglichkeit und einer gemeinsamen Hausordnung. Der Unterschied gegenüber profanen Heimen ist insbesondere die im Konvikt angebotene Seelsorge.

Geschichtlich gesehen handelt es sich bei den Konvikten um Nachfolgeorganisationen der Bursen.

Theologenkonvikt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Konvikt steht in Verbindung zur jeweiligen Landeskirche bzw. zum Bistum und zur naheliegenden Theologischen Fakultät. Es ist als studienbegleitende Ausbildungseinrichtung für Pfarramts- und Lehramtsanwärter gedacht. Teilweise sind Konvikte auch für christliche Studierende anderer Fachrichtungen und Konfessionen offen. Das Theologenkonvikt ist ein angegliedertes kirchliches Heim, in dem je nach Konfession Kandidaten für das Amt des evangelischen Pfarrers oder des römisch-katholischen Priesters ausgebildet werden.

Gymnasialkonvikt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konviktsgebäude in Chur

Schulkonvikte sind in der Vergangenheit meist in reguläre Schulen oder Internate bzw. Schülerhorte umgewandelt worden.

Sprachenkonvikte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachenkonvikte sind Einrichtungen der evangelischen Landeskirchen oder katholischer Diözesen, an denen die alten Sprachen (Altgriechisch, Hebräisch, Latein) erlernt und erforscht werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.stift-zwettl.at/saengerknaben.htm