Konzil von Tours (813)

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Das Konzil von Tours wurde im Mai 813 von Karl dem Großen in der Stadt Tours einberufen.

Das Hauptverdienst des Konzils von Tours ist es, eine dem Volke verständliche Sprache für Predigten in Kirchen festgelegt zu haben, während Latein als Schrift- und Zeremonialsprache der Messe erhalten blieb. Mit dieser amtskirchlichen Unterscheidung zwischen den verschiedenen lokalen Weiterentwicklungen des gesprochenen Vulgärlateins einerseits und dem geschriebenen Latein andererseits wird ein diglossisches Bewusstsein offenkundig, d. h. das allgemeine Wissen einer Sprachgemeinschaft darum, dass zwei Sprachen für jeweils unterschiedliche Zwecke vorliegen. Nachfolgend wurden die lokalen romanischen Sprechweisen auch nicht mehr pauschal als Spielarten des klassischen Lateins begriffen und dementsprechend benannt, sondern meist als "romanisch" bezeichnet. Damit wurde das Konzil von Tours in gewisser Weise zur Geburtsstunde der romanischen Sprachen.