Kopierrad

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Kopierrad

Das Kopierrad dient hauptsächlich zum Übertragen eines Schnittmusters auf neutrales Papier. Es besteht aus einem Zahnrädchen mit spitzen Zacken, das in einer Metallgabel geführt wird, die in einem Holzgriff befestigt ist.

Durch das Nachfahren der Konturen einzelner Schnitte auf dem Schnittmusterbogen mit dem Kopierrad erscheinen diese auf dem untergelegten Papier als Perforation. Man kann aber auch Kopierpapier dazwischen legen und ein Rädchen mit stumpfen Zacken benutzen. Kopierpapier gibt es in den Farben gelb/weiß für helle Stoffe und in rot/blau für dunkle Stoffe.

Erforderlich wird die Verwendung eines Kopierrades, weil auf Schnittmusterbögen in der Regel mehrere Schnitte untergebracht und so platzsparend wie möglich angeordnet sind. Dabei überschneiden sich die verschiedenen Teile, weshalb sie sich nicht einzeln ausschneiden lassen. Für ein bestimmtes Modell muss deshalb der entsprechende Schnitt auf neutrales Papier übertragen werden, wobei ein System von speziellen Konturlinien (Größenlinien), Nummern und Farben hilft.

Bei der Fellverarbeitung werden unter anderem Farbgrenzen im Haar, zum Beispiel der dunklere Grotzen, mit dem Kopierrad auf die Lederseite übertragen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein ähnlich aufgebautes Instrument, das Wartenbergrad, wird in der Neurologie und im BDSM-Bereich jeweils zur Erzeugung von Schmerzwahrnehmungen verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jutta Lammèr: Lexikon der Handarbeiten. Otto Maier Verlag, Ravensburg 1983, ISBN 3-473-42363-7, S. 163.