Kordel (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kordel
Kordel (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kordel hervorgehoben
Koordinaten: 49° 50′ N, 6° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Trier-Land
Höhe: 140 m ü. NHN
Fläche: 16,6 km2
Einwohner: 2042 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54306
Vorwahl: 06505
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 069
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Gartenfeldstraße 12
54295 Trier
Webpräsenz: gemeinde-kordel.de
Ortsbürgermeister: Medard Roth
Lage der Ortsgemeinde Kordel im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Kordel vom Norden aus gesehen
Bahnhof Kordel an der Eifelbahn
Kordel um 1957

Kordel, amtliche Schreibweise bis 15. Mai 1936: Cordel,[2] ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Trier-Land an. Kordel ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kordel liegt in der Eifel am Fluss Kyll.

Zur Ortsgemeinde Kordel gehören die Ortsteile Burg Ramstein und Hochmark, der 1953 eingegliederte Ortsteil Kimmlingen sowie die Wohnplätze Kimmerbach, Kimmlingerhof, Ramsteinerbrücke und Reitzenmühle.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste urkundliche Notiz des Ortes ist auf das Jahr 1023 zurückzuführen. Zur Entstehung des Namens hat, laut herrschender Meinung der Heimatforscher, ein erzbischöfliches Gut beigetragen, dass den Namen cordula bzw. cortellum führte. Dieses bischöfliche Gut lag nach historischer Manifestierung in der Nähe der Burg Ramstein. Erste urkundliche Erwähnungen dieses Gutes stammen aus dem Jahre 1138.

Der Ort gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum kurtrierischen Amt Pfalzel. Nach der Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen gehörte der Ort von 1798 bis 1814 zum Kanton Pfalzel im Saardepartement und kam 1815 aufgrund der auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen. Im Jahr 1816 wurde die Gemeinde dem Landkreis Trier zugeordnet und gehörte von 1822 an zur Rheinprovinz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Kordel bezogen auf das heutige Gemeindegebiet, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][3]

Jahr Einwohner
1815 410
1835 544
1871 656
1905 1.112
1939 1.642
1950 1.824
Jahr Einwohner
1961 2.168
1970 2.296
1987 2.291
1997 2.288
2005 2.174
2015 2.042

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3
10
3
10 
Insgesamt 16 Sitze

Der Ortsgemeinderat in Kordel besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG* Gesamt
2014 3 3 10 16 Sitze
2009 3 3 10 16 Sitze
2004 4 3 9 16 Sitze
1999 6 5 5 16 Sitze

* FWG = Freie Wählergruppe Kordel e. V.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Kordel befinden sich die Burg Ramstein und die Genovevahöhle. Vor dieser Höhle wurden Feuersteinsplitter und Schaber aus der älteren Steinzeit sowie Steinbeile und Speerspitzen aus der jüngeren Steinzeit gefunden.

Im Übrigen lassen sich Teile der römischen Langmauer auf der Gemarkung der Ortsgemeinde nachweisen.

Nahe der Burg befinden sich die Butzerbachfälle, eine Folge von Wasserfällen über Buntsandsteinbänke, die durch einen Pfad mit 30 Meter langer Netzbrücke erschlossen ist.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Kordel liegt an der Eifelbahn KölnEuskirchen–Gerolstein–Trier, auf der im Schienenpersonennahverkehr unter dem Markennamen VAREO der Eifel-Express (RE/RB 22) Köln - Euskirchen - Gerolstein – Trier mit Fahrzeugen der Baureihe 620 und Baureihe 622 verkehrt. Es gilt der Tarif des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT).

Aufgrund der guten Eisenbahnanbindung und der relativ umständlichen Erreichbarkeit auf der Straße wird Kordel überhaupt nicht von Linienbussen angefahren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kordel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939; Seite 268
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Januar 2010, S. 79; abgerufen am 11. Oktober 2015 (PDF; 2,3 MB).
  5. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen