Kornél Mundruczó

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Kornél Mundruczó (2008)

Kornél Mundruczó (* 3. April 1975 in Gödöllő) ist ein ungarischer Regisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kornél Mundruczó studierte Theater- und Filmregie an der ungarischen Schauspiel- und Filmhochschule[1] in Budapest. Sein erster Kurzfilm Afta (Tag für Tag) wurde zu den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen 2001 eingeladen. Seit Beginn hat er die meisten seiner Produktionen zusammen mit Viktória Petrányi realisiert. Sein erster Spielfilm Szép napok (Pleasant Days) erhielt 2002 den Silbernen Leoparden in Locarno. Johanna ist eine filmische Opernadaption der Geschichte von Jeanne d’Arc und lief 2005 bei den Filmfestspielen in Cannes in der Reihe Un Certain Regard. Der Spielfilm Delta wurde 2008 in Cannes wird mit dem FIPRESCI-Preis ausgezeichnet.

Als Theaterregisseur hat er Wladimir Sorokins Roman Eis auf die Bühne gebracht. In der Spielzeit 2009/10 inszenierte er Das Judasevangelium oder Verrat ist deine Passion am Thalia-Theater in Hamburg. Mundruczós Theaterarbeit Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein wurde im Rahmen von Theater der Welt 2010 in Essen gezeigt und im November 2011 beim Festival Politik im Freien Theater in Dresden mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. Am Schauspiel Hannover waren von ihm 2011 Eszter Solymosi von Tiszaeszlár. Die Geschichte einer Anklage[2] und Die Verlobung in Santo Domingo oder MY SWEET HAITI zu sehen. Seinen Film Szép napok adaptierte er 2012 im Theater Oberhausen als Schöne Tage. Eine proletarische Operette für das 21. Jahrhundert für die Bühne, die deutsche Übersetzung besorgten Orsolya Kalász und Monika Rinck. Für die Wiener Festwochen 2012 adaptierte Mundruczó den Roman Schande von J. M. Coetzee in ungarischer Sprache, Szégyen, für die Bühne.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Béla-Balázs-Preis für Verdienste in der Filmkunst (Ungarn)
  • 2014: Hauptpreis der Sektion Un Certain Regard der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2014 für White God
  • 2014: Octopus d'Or als bester internationaler Spielfilm beim Festival Européen du Film Fantastique de Strasbourg für White God
  • 2015: Preis für den besten Film und Preis für die beste Kamera für White God beim 5. Festival des zentraleuropäischen Films MECEFF in Mediasch/Rumänien

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Színház- és Filmművészeti Egyetemsok in der ungarischen Wikipedia hu:Színház- és Filmművészeti Egyetemsok
  2. Zu Eszter Solymosi von Tiszaeszlár siehe Affäre von Tiszaeszlár