Bezirk Kortrijk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Kortrijk (Arrondissement))
Wechseln zu: Navigation, Suche
Provinz Bezirk
BelgiumWestFlanders.png
Provinz Westflandern in Belgien
ArrKortrijkLocation.png
Bezirk Kortrijk

Der Bezirk Kortrijk ist einer von acht Bezirken (Arrondissements) in der belgischen Provinz Westflandern. Er umfasst eine Fläche von 402,87 km² mit 284.581 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2014[1]) in zwölf Gemeinden.

Er ist gleichzeitig Verwaltungs- und Gerichtsbezirk. Zum Gerichtsbezirk gehören zudem die Gemeinden Dentergem, Meulebeke, Oostrozebeke und Wielsbeke des Bezirks Tielt.[2]

Gemeinden im Bezirk Kortrijk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet des Bezirks Kortrijk gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Grafschaft Flandern, die Teil der Österreichischen Niederlande war. Im Jahr 1790 entstanden hieraus vorübergehend die Vereinigten Belgischen Staaten. Im Ersten Koalitionskrieg wurde das Gebiet 1794 besetzt und aufgrund eines vom französischen Nationalkonvent am 1. Oktober 1795 getroffenen Beschlusses mit der Französischen Republik vereinigt.[3] Die Verwaltung und das Gerichtswesen wurde an das noch neue französische System angepasst und Départements, Arrondissements und Kantone mit den zugehörenden Gemeinden eingerichtet. Das Arrondissement Kortrijk (französisch Arrondissement de Courtray) gehöre von 1795 bis 1814 zum Département de la Lys und gliederte sich in die Kantone bzw. Friedensgerichtsbezirke Avelgem (Avelghem), Harelbeke (Harlebeke), Ingelmunster, Kortrijk (Courtray, 4 Kantone), Menen (Menin), Meulebeke, Moorsele (Moorseele), Oostrozebeke (Oost-Roosebeke) und Roeselare (Roulers).[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung nach Gemeinden am 1. Januar 2014 (XLS; 725 KB)
  2. Indeling van de gemeenten volgens administratieve en gerechtelijke arrondissementen (PDF; 283 kB)
  3. Carl von Rotteck: Allgemeine politische Annalen, Band 7, Cotta’sche Buchhandlung, 1831, S. 105 (Google Books)
  4. Almanach Impérial 1812, Paris, S. 427 (Bibliothèque nationale de France)