Koslowka (Kaliningrad, Tschernjachowsk)

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Siedlung
Koslowka/Sauskeppen (Sausen)
Козловка
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Tschernjachowsk
Erste Erwähnung 1591
Frühere Namen Barszey (um 1590),
Sauszkepen (nach 1591),
Barsden (vor 1736),
Sauskeppen (bis 1938),
Sausen (1938–1946)
Bevölkerung 3 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40141
Postleitzahl 238172
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 239 804 005
Geographische Lage
Koordinaten 54° 46′ N, 22° 2′ OKoordinaten: 54° 45′ 44″ N, 22° 1′ 42″ O
Koslowka (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Koslowka (Kaliningrad, Tschernjachowsk) (Oblast Kaliningrad)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Kaliningrad‎

Koslowka (russisch Козловка, deutsch Sauskeppen, 1938–1946 Sausen, litauisch Sauskepiai) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) und gehört zur Kaluschskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kaluschskoje (Grünheide)) im Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koslowka liegt 20 Kilometer nordöstlich der Stadt Tschernjachowsk (Insterburg) und war bis 1945 Bahnstation an der Bahnstrecke Insterburg–Kraupischken der Insterburger Kleinbahnen, die nicht mehr in Betrieb ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damals Barszey genannte Ort[2] fand 1590 zum ersten Male urkundliche Erwähnung. Das vor 1945 aus ein paar kleinen Höfen und Gehöften bestehende Dorf wurde 1874 in den neu errichteten Amtsbezirk Kaukern[3] (russisch: Sagorjewka) eingegliedert, der – 1930 in „Amtsbezirk Bärensprung“ umbenannt – bis 1945 zum Kreis Insterburg im Regierungsbezirk Gumbinnen der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahre 1910 waren in Sauskeppen 117 Einwohner registriert[4]. Ihre Zahl verringerte sich bis 1933 auf 98 und belief sich im Jahre 1939 auf 103[5].

Am 3. Juni 1938 wurde Sauskeppen aus politisch-ideologischen Gründen in „Sausen“ umbenannt. Bereits acht Jahre später erhielt das Dorf erneut eine Umbenennung: nach 1945 der Sowjetunion zugeordnet wurde der Ortsname im Jahre 1946 in das russische „Koslowka“ verändert. Im Jahre 1947 kam Koslowka zum Rajon Tschernjachowsk (Kreis Insterburg) und wurde gleichzeitig in den Sagorski selski sowjet (Dorfsowjet Sagorskoje (Pelleningken, 1938–1946 Strigengrund)) eingegliedert. Aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] ist Koslowka heute mit seinen derzeit 3 Einwohnern (Stand: 14. Oktober 2010[1]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) eingestufte Ortschaft innerhalb der neu gebildeten Kaluschskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Kaluschskoje (Grünheide)), die ihren Amtssitz in Sagorskoje (Pelleningken, 1938–1946 Strigengrund) hat.

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung Sauskeppens resp. Sausens war vor 1945 fast ausnahmslos evangelischer Konfession und als solche in das Kirchspiel Pelleningken (1938–1946: Strigengrund, heute russisch: Sagorskoje) eingepfarrt. Das gehörte zum Kirchenkreis Insterburg in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Koslowka im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Schtschegly (Saugwethen, 1938–1946 Saugehnen) in der Kirchenregion Tschernjachowsk (Insterburg) in der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005):Sausen
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Kaukern/Bärensprung
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Insterburg
  5. Michael Rademacher, deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Insterburg
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 262 vom 30. Juni 2008, präzisiert durch gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad