Kospoth

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Dieser Artikel behandelt das Adelsgeschlecht Kospoth, für den Ort siehe Kospoda.
Wappen derer von Kospoth

Kospoth ist der Name eines alten deutschen Adelsgeschlechts aus Thüringen, dessen Stammhaus Kospoda bei Neustadt an der Orla liegt. Es wurde am 27. Juli 1776 in den Grafenstand erhoben. Der Name wechselt zwischen Kozzibate, Cozebode, Kossebode, Kossepot, Koßbod, Kospod, Cospot, Kospode und Kospoth.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich im Jahr 1216 mit Heinricus de Kuzebude und 1237 mit Meinhold von Kozinbude.[1] Die Stammreihe beginnt 1425 mit dem preußischen Rittmeister und Fideikommissherrn Carl von Kospoth auf Schilbach und Seubtendorf. Die Familie verbreitete sich im Vogtland sowie nach Schlesien, Preußen und Mecklenburg.

Besitzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschlecht war in Thüringen auf Schilbach, Seubtendorf, Wölfis und Burgau ansässig. Im sächsischen Vogtland kam 1764 durch Erbe Leubnitz bei Plauen in den Besitz der Familie. Heinrich Wilhelm von Kospoth errichtete hier 1794 das spätbarocke Schloss Leubnitz, das sich bis zur Enteignung 1945 im Familienbesitz befand. Um 1800 befand sich auch zeitweilig die Burg Mühltroff im Besitz der Grafen Kospoth.

In Niederschlesien bestand das 1729 gestiftete Fideikommiss Briese mit Grünhof, Hönigern, Kritschen, Crompusch[2], Zantoch und Mittel-Mühlatschütz (zusammen 4.641 Hektar).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Grafen von Kospoth

Das Stammwappen zeigt auf Blau drei silberne sechseckige Sterne, 2:1 gestellt. Auf dem Helm ein spitzer blauer Stulphut. Auf dem goldenen Knopf sind sieben schwarze Hahnenfedern gesteckt. In der silbernen Krempe stecken zwei silberne Reiherfedern. Die Decken sind blau-silbern.

Das Wappen der Grafen Kospoth (von 1796) ist geviert und belegt mit einem goldenen Herzschild der einen goldgekrönten schwarzen Doppeladler zeigt. Die Teile eins und vier zeigen das Stammwappen, in Blau drei (2:1) silberne Sterne, die Teile drei und vier einen goldenen geharnischten Arm mit einem Türkensäbel; über dem Wappen drei Helme: auf dem rechten mit schwarz-goldenen Decken der Doppeladler, auf dem mittleren mit rechts schwarz-goldenen, links blau-silbernen Decken eine silber-gestülpte blaue Mütze, oben mit schwarzen, an der Seite mit silbernen Federn besteckt, auf dem linken mit schwarz-silbernen Decken der Arm mit dem Säbel.

Bekannte Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kospoth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Otto Dobenecker: Regesta diplomatica necnon epistolaria historiae Thuringiae, Band 1, Jena 1896, Nr. 1348.
  2. Rittergut Krompusch
  3. Majoratsherrschaft Briese