Kostelní Lhota

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Kostelní Lhota
Wappen von Kostelní Lhota
Kostelní Lhota (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Středočeský kraj
Bezirk: Nymburk
Fläche: 866 ha
Geographische Lage: 50° 8′ N, 15° 2′ OKoordinaten: 50° 7′ 42″ N, 15° 1′ 36″ O
Höhe: 187 m n.m.
Einwohner: 841 (1. Jan. 2017)[1]
Postleitzahl: 289 12
Kfz-Kennzeichen: S
Verkehr
Straße: PoděbradySadská
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Tomáš Drobný (Stand: 2013)
Adresse: Kostelní Lhota 82
289 12 Sadská
Gemeindenummer: 537314
Website: www.kostelni-lhota.cz
Kirche

Kostelní Lhota (deutsch Kostelni Lhota, 1939-45 Kirchenlhota) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt sieben Kilometer westlich von Poděbrady und gehört zum Okres Nymburk.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kostelní Lhota befindet sich zwischen den Flüssen Šembera und Výrovka und der Elbe auf der Böhmischen Tafel. Südlich führt die Autobahn D11/Europastraße 67 vorbei. Im Westen verläuft die Eisenbahn von Prag nach Nymburk.

Nachbarorte sind Hořátev im Norden, Polabec im Nordosten, Písková Lhota im Osten, Vrbová Lhota im Südosten, Pečky und Velké Chvalovice im Süden, Milčice und Kačín im Südwesten, Třebestovice und Sadská im Westen sowie Zvěřínek im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Boček I. von Podiebrad 1351 durch Heirat die Herrschaft Poděbrady erworben hatte, begann er mit der Besiedlung des unwegsamen Sumpflandes an der Výrovka. 1354 gründete er die Ansiedlung Lhota und ließ eine Kirche errichten.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Kostelní Lhota ab 1850 eine Gemeinde im Bezirk Poděbrady. 1876 wurde die Kirche renoviert. Am 2. und 3. März 1912 weilten Erzherzog Karl und seine Gattin Zita auf der Reise zur Garnison Stará Boleslav als Gast beim Pfarrer František Wolf. Im Jahre 1942 entstand die neue örtliche Schule. Seit 1961 gehört die Gemeinde zum Okres Nymburk.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Mariä Himmelfahrt, erbaut 1354

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde:

  • Josef Musil (1932–2017), Volleyballspieler und 2004 zum Ehrenbürger ernannt.
  • Stanislav Vopasek (1935–2006), tschechischer Bergbau-Historiker

In der Gemeinde lebten und wirkten:

  • Ota Hofman (1928–1989): Der Drehbuchautor wuchs in Kostelní Lhota auf und besuchte die dortige Schule. Er engagierte sich stark im Dorf; mit seiner Unterstützung wurde der örtliche Volleyballverein neugegründet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kostelní Lhota – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)